Album-Rezension: P!nk - "The Truth About Love"

© RCA Deutschland
Das Rocker-Girl ist wieder zurück! Nachdem sie ihr erstes "Greatest Hits"-Album im Jahr 2010 veröffentlicht hat und anschließend in die Baby-Pause ging, meldet sie sich nun mit ihrem nunmehr sechsten Studioalbum zurück: "The Truth About Love" heißt es und soll die Wahrheit über die Liebe aufdecken.
Kann das Werk (wie ihre Vorgänger) überzeugen? Kann man eine Wieterentwicklung erkennen oder hört sich alles gleich an?

1. Die Songs

Alle Songs einzeln durchzugehen wäre viel zu viel Aufwand. Bei 17 Songs auf der Deluxe-Edition würde ich 3 Seiten über das neue Album schreiben. Deshalb gibt es jetzt eine Unterteilung in verschiedene "Bereiche":

1.1. Spaß und Ironie:
In dieser Kategorie sind definitiv die Songs "True Love (feat. Lily Rose Cooper)", "How Come You're Not Here?", "Slut Like You", "Walk of Shame" oder "Blow Me "(One Last Kiss)". Ironische Texte, cooler Sound und viel Spaß beim zuhören. Das kennen wir von P!nk, besonders von ihrem fünften Album "Funhouse".
Ich bin sehr froh, dass P!nk dieser Linie treu geblieben ist, denn zu ihr passt einfach der Sound dieser Nummern. Trotzdem ist eine Weiterenwicklung zu "Funhouse" zu erkennen - so soll es sein!

1.2. Balladen:
Diese Kategorie wird durch Songs wie "Try", "Just Give Me a Reason (feat. Nate Ruess)", "Beam Me Up" oder "The Greatest Escape" repräsentiert. Eine ganze Ladung Gefühle, herzergreifende Lyrics. Oft begleitet P!nk nur eine einfache Gitarre. Hier überzeugt sie vor allem durch ihre Stimme und ihrer Präsenz. Diese P!nk gefällt mir genauso gut wie die "ironische" P!nk, wenn nicht sogar besser.

1.3. Experimente:
Songs, mit denen man P!nks Weiterentwicklung sehen kann: Andere Einflüsse kommen hier zum Vorschein. Ein bisschen weg vom Rock, ein bisschen (mehr) Pop oder auch komplett andere Richtungen fließen in diese Stücke ein. Oft erinnert mich der Sound auch leicht an P!nks erstes Album.
Mit den Songs "Are We All We Are", "The Truth About Love", "Here Comes the Weekend (feat. Eminem)" und "Where Did The Beat Go?" schlägt P!nk eine andere Richtung ein und zeigt uns eine andere Seite von sich als Künstlerin.

1.4. Deluxe Edition-Tracks:
Diese Songs unterscheiden sich etwas von den Tracks auf der Standard-Edition. Für mich vereinen sie die Kategorien der Standard-Edition. Rockiger Sound (wie in der Kategorie "Spaß und Ironie") mit ernsten Themen und Gefühlen gemixt (wie in der Kategorie Balladen) hört man auf "My Signature Move", "Is This Thing On?" oder "Timebomb". Auch ein Mix aus Mid-Tempo und Ballade hören wir: "Run" zeigt die nachdenkliche P!nk, die offen über ihre Gefühle spricht.  Auch "Chaos & Piss" und "Good Old Days" zeigen die warme Seite einer P!nk.

2. Persönliches Fazit:
Für mich ist "The Truth About Love" das wohl vielseitigste Album von P!nk. Mir gefällt der gute Mix der Platte, die mich wirklich von vorne bis hinten überzeugen kann.
Es gibt ganz klar Single-Kanditaten wie "Are We All We Are", "Just Give Me A Reason", "True Love", "How Come You're Not Here?", etc... Aber es gibt auch einfach gute Album-Tracks, was nicht bei jedem Künstler vorzufinden ist.
Insgesamt kann ich nur Folgendes sagen: Ich habe schon lange nicht mehr SO ein gutes Album gehört. Es toppt alles was ich in den letzten Monaten gehört habe und es toppt auch alle vorherigen Alben von P!nk.
Für mich gehört es wirklich zu jeder guten CD-Sammlung!
Deshalb gibt es von mir 5/5 Punkten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen