Buch-Rezension: "Icons 1: Dein Herz schlägt nur mit ihrer Erlaubnis" von Margaret Stohl

© Fischer FJB Verlag
Titel: Icons 1: Dein Herz schlägt nur mit ihrer Erlaubnis
Autorin: Margaret Stohl
Verlag: Fischer JB
Seiten: 416
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 23. Februar 2017
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3841421628
ISBN-13: 978-3841421623
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Klappentext laut Amazon:
Alles änderte sich an jenem Tag. Am Tag, als das ICON über Los Angeles erschien. Am Tag, als der Strom ausfiel. Am Tag, als Dols Familie starb. Am Tag, an dem die Welt einen Kampf verlor, von dem sie zuvor nichts geahnt hatte.
Seitdem hat Dol ein einfaches Leben auf dem Land geführt, zusammen mit Ro, der auch überlebte – geschützt vor dem Schatten des ICONS und seiner furchterregenden Macht. Versteckt vor der Wahrheit, der sie nicht ausweichen kann. 
Sie sind anders. Sie haben überlebt. Warum?
Als die Regierung ihr Geheimnis entdeckt, werden sie gefangen genommen und mit der ängstlichen Tima und dem charismatischen Lucas zusammen eingesperrt. Man nennt sie ICON-Kinder.Die vier sind die einzigen Menschen auf der Welt, die gegen die Macht der ICONS immun sind. Hin und her gerissen zwischen dem grüblerischen Ro und ihren Gefühlen für Lucas, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, hat Dol sich nie unsicherer gefühlt. Und während die Spannungen zunehmen, entdecken die ICON-Kinder, dass ihre explosiven Emotionen, die sie immer für ihre größte Schwäche gehalten hatten – in Wahrheit ihre größte Stärke sein könnten.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür (:

Ich mag ja Reihen total, die einen dystopischen und/oder Sci-Fi-Charakter haben. Als ich dann die Vorschauen gesehen und "Icons" entdeckt hatte, freute ich mich total auf die Geschichte, denn sie klang wie ein guter Mix aus diesen beiden Genres. Als das Buch ankam musste ich allerdings den richtigen Zeitpunkt abwarten, denn für eine Reihe nehme ich mir gerne Zeit und lese sie auch nach Möglichkeit nah beieinander. Und da der letzte Teil des Zweiteilers am 28. April erscheint, dachte ich mir vor einigen Tagen: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um in die Geschichte einzusteigen. Und so las ich den ersten Teil und war überrascht, was ich erhalten hatte.

Dol und Ro leben verwildert bei den sogenannten Gras-Menschen: Sie verzichten auf jeglichen Strom, denn sie wollen nicht von den Herrschern und den Gesandten entdeckt werden. Denn diese haben den Großteil der Menschheit mithilfe der ICONS ausgeschaltet - nun arbeiten die Überlebenden für die Gesandten und werden gezwungen, Bauten in den dreizehn ICONS-Städten zu errichten. Die restlichen Städte wurden ausgeschaltet und sind still. Dol bekommt von all dem nichts mit, bis sie eines Tages in das Zentrum der Gesandten verschleppt wird und diese gefährliche Tests mit ihr und ihrem Freund Ro durchführen. Doch nicht nur das: Auch mit Lucas und Tima wurden Tests durchgeführt, denn die vier Jugendlichen könnten der Schlüssel zur Rettung der Menschheit sein. Doch finden die Vier die Kraft und besonders den Glauben an sich selbst, um diese Aufgabe zu bewältigen?

Die Grundidee des Buches ist einfach großartig: Fremdartige Lebewesen besetzen die Erde, übernehmen die Kontrolle über das Stromnetz und bringen durch die Signale der ICON-Türme den Großteil der Menschheit um. Niemand kann diese zerstören, denn wer sich den Türmen näher ist sofort tot. Deshalb unterwerfen sich auch die wenigen Überlebenden oder verziehen sich ins Innenland, weit weg von den großen Städten. So auch die Gras-Menschen, bei denen Dol und Ro wohnen. Schnell scheint jedoch klar zu sein, dass die beiden sich von den anderen Personen unterscheiden, denn sie haben einzigartige Fähigkeiten und Talente. Aufgrund dieser Aspekte interessiert einen der Roman auch sofort und man ist fasziniert von der Welt, wenngleich ich persönlich am Anfang Startschwierigkeiten hatte, denn man wird sofort in die Welt hineingeworfen, ohne wirklich Erklärung darüber zu bekommen, in welcher Situation sich die Welt befindet. Dies wird im Lauf der Geschichte dann klarer, führte aber bei mir auch dazu, dass ich total verwirrt war und zunächst gar nicht im Buch ankam.

Cover: © Fischer FJB Verlag

Zu diesem Gefühl trugen leider auch die Figuren bei: Sowohl Dol als auch Ro und die anderen Figuren sind einem nicht sofort sympathisch und tragen ihre Fehler ziemlich offen vor sich her. So ist Dol ziemlich naiv und vertraut so gut wie jedem und Ro wird bei der kleinsten Kleinigkeit sofort aggressiv. Keine gute Kombination und auch nicht unbedingt förderlich, um sich mit den Figuren identifizieren zu können. Als Leser waren mir die Gedanken der Figuren teilweise wirklich gleichgültig, denn ich konnte sie mir schon vorher ausmalen und behielt stets Recht. Damit konnte mich die Story einfach nicht packen und schaffte dies auch bis zum Schluss nicht.

Auch die Entwicklung des Buches konnte mich nicht überzeugen: Es kam so wie gedacht, weshalb keine Spannung aufgebaut werden konnte. Nur gegen Ende schaffte es die Autorin dann, dass man gebannt da saß und unbedingt wissen wollte, wie das große Finale nun von statten geht. Und da hatte sie mich dann auch, allerdings kam dies zu einem Zeitpunkt, an dem das Buch im Prinzip schon fast beendet war und ich schon wieder loslassen musste. Hier wurde viel Potenzial vergeudet, denn man hätte am Anfang einfach die Umstände besser erklären und sich dann auf den großen Showdown und den Aufbau dahin konzentrieren sollen.

Mein Fazit:
Insgesamt war für mich damit die Geschichte sehr unausgeglichen: Anfänglich ging es mir viel zu schnell, gleichzeitig kam die Geschichte nicht richtig in Fahrt, bevor dann alles wieder sehr schnell ging. Die Autorin konzentriert sich hier nicht auf die wichtigen Stellen und verliert sich teilweise in unwichtigen Szenarien. Ich habe das Gefühl, dass sie sich hier nicht wirklich überlegt hat, wie sie die Geschichte am besten erzählt, aber gleichzeitig auch hohe Erwartungen an sich hatte. Durch Zeitungsberichte und Notizen aus illegalen Büchern am Ende der jeweiligen Kapitel wollte man außerdem Spannung reinbringen, was aber nur teilweise gelungen ist, denn anfangs hat mich das mehr verwirrt als Spannung bei mir ausgelöst. Alles in allem also eine sehr gemischte Leseerfahrung, denn "Icons" hat eine tolle Grundidee, aber eine unzureichende Ausführung. Ob ich mir deshalb den zweiten Teil besorgen werde? Ich weiß es nicht, generell möchte ich ja gerne Reihen beenden, andererseits müsste ich zu den Zeitpunkt ja dann ein anderes Buch dafür nicht lesen, was ich viel mehr interessieren würde. Aufgrund dieser Gefühle erhält das Werk von Margaret Stohl von mir befriedigende 3 von 5 Sterne und damit keine dringende Leseempfehlung.

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Kommentare:

  1. Tolle Rezension, auch wenn das Buch dich nicht überzeugen konnte. Mir war es auch schon aufgefallen. Vielleicht schmöker ich das demnächst einfach mal kurz an.

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    1. Danke dir! Ja, am besten einfach ausprobieren. Wie schon gesagt, die Idee ist ja toll und ich bin auch am Überlegen ob der zweite Band nicht auch zu mir wandert und ich der Geschichte nochmal eine zweite Chance geben (:

      Liebe Grüße,

      Benni

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  2. eine gute und konstruktive Rezension! Ich wage mich im Moment ja doch noch nicht an Dystopien und dergleichen...Vielleicht probiere ich es, sobald mal irgendwann mein SUB mal kleiner wird :-D. lg Nadine von Nannis Welt

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    1. Danke dir (:
      Ja, das mit Dystopien ist so eine Sache, kann ich sehr gut verstehen :D

      Liebe Grüße,

      Benni

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  3. Huhu,

    eine tolle Rezension. Ich denke nicht, dass das Buch meinen Geschmack treffen würde, denn die Dinge, die du kritisierst, nerven mich meist auch :)

    Schön, dass du bei meinem Oster-Blog-Kommentiermarathon mitmachst :) So konnte ich auch mal deinen Blog entdecken und bleibe natürlich gern als Followerin hier ;)

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Liebe Sonja,

      Ich hab mich gefreut Teil von der Aktion zu sein (: Danke dir <3 Bei dir kenne ich mich schon aus ;-)

      Liebe Grüße,

      Benni

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