LIVE-Leseeindruck zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Herzlich Willkommen zu einem neuen Leseeindruck <3
Es ist mal wieder so weit: Mein allerliebster Lieblingsautor Sebastian Fitzek bringt heute, am 14. März 2017, sein neues Buch auf den Markt: "AchtNacht" heißt es und ist vom Film "The Purge" inspiriert. Als ich die Kombination von "The Purge" und Sebastian Fitzek in einem Satz gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme und wollte umgehend das Buch haben. Ich musste zwar einige Monate warten, aber dann kam es bei mir zuhause an: Das Rezensionsexemplar vom neuen Thriller des Meisters. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Droemer Knaur Verlag für die Zusendung, ich freue mich sehr!

© Droemer Knaur Verlag

Ich glaube, dass ich Sebastian Fitzek nicht wirklich vorstellen muss, denn er begeistert Leser seit nunmehr 10 Jahren und gehört bei fast jedem zu den Lieblingsautoren in diesem Genre. Herr Fitzek schafft es, spannende Geschichten zu erzählen, die am Ende so völlig anders sind als am Anfang gedacht. Ich selbst habe noch gar nicht so viele Bücher von ihm gelesen (das hier dürfte mein drittes sein), bin ihm aber dennoch sofort verfallen, so sehr, dass ich mir bald die Jubiläumsbox mit all seinen Thrillern besorgen werde. Des Weiteren dürfte alle Fans freuen, dass drei seiner Bücher verfilmt werden: "Abgeschnitten" wird aktuell für das Kinopublikum produziert und seine beiden Bücher "Passagier 23" und "Das Joshua-Profil" werden in Zukunft bei RTL zu sehen sein.

Doch zurück zum Buch: Wie bereits gesagt, wurde die Geschichte von dem Film "The Purge" inspiriert. Für alle, die den Film noch nicht kennen (wie kann man nur? :D) verlinke ich mal hier eine Szene aus dem Film. Ich bin Fan des Films, der insgesamt bereits zwei Fortsetzungen bekommen hat, der dritte Teil lief letztes Jahr erst im Kino und ist seit kurzem auf DVD erhältlich.


Gruselig, aber total spannend, oder? Mit diesen Eindrücken im Hinterkopf, bin ich wirklich gespannt, wie Sebastian Fitzek die Regeln von "The Purge" auf Deutschland gemünzt hat und was für eine Story sich daraus entspinnen wird. Für alle, die keine Ahnung haben, um was es geht (wie kann man nur? :D) gibt's hier den Klappentext laut Amazon:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch.


Entschuldigung für die Wortwahl, aber geil, oder? Ich bin sehr angefixt und nehme euch deshalb auf meine Lesereise mit - ich habe das Buch am 12. März 2017 begonnen und habe mich extra ein wenig zurückgehalten, um nicht sofort fertig zu sein, wenn der Beitrag online geht. Aber eins kann ich euch versprechen: Spätestens übermorgen bin ich durch :D

Cover: © Droemer Knaur Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI.
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur grob wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Etappe 1: S. 9 bis S. 53
Wir lernen Ben kennen, einen unorganisierten und sehr verpeilten Schlagzeugspieler, der gerade seinen Job verloren hat und sich nun fragt, wie er den Unterhalt für seine Tochter Jule aufbringen soll. Im weiteren Verlauf erfahren wir, dass Jule während eines Unfalls beide Beine verloren hat. Auch die genauen Umstände des Unfalls werden beschrieben und es stellt sich heraus, dass Ben das Auto fuhr, in dem Jule saß und ihre Beine verlor. Doch es kommt noch schlimmer: Obwohl seine Tochter scheinbar alles gut überstanden hat, wollte sie scheinbar vor einigen Wochen Selbstmord begehen und stürzte sich vom Dach des Studentenwohnheims. So zumindest der Eindruck der Polizisten, denn Ben glaubt nicht daran, dass seine lebensfrohe und mutige Tochter so etwas tun würde. Schließlich wollte sie nur Stunden vor dem angeblichen Selbstmordversuch dringend mit ihrem Vater reden und ihn warnen. Doch vor was?

Die ersten Seiten las ich mal wieder in einem Guss durch. Der Autor hat das Talent so zu schreiben, dass man gar nicht anders kann als weiter zu lesen, ohne auf Zeit oder irgendwelche anderen äußeren Einflüsse achten zu können. Die Kapitel sind dabei wieder kurz gefasst und enden fast immer mit Cliffhängern - eine Sache, die ich genauso sehr liebe wie hasse, aber wohl vornehmlich liebe. Noch haben wir übrigens nicht über die AchtNacht erfahren, lediglich ein kurzes Zusammenstoß mit einer Straßengang führte dazu, dass Ben den Begriff das erste Mal hörte. Ich bin gespannt, wie man die Regularien erklärt, schließlich ist es nicht so wie im oben genannten Film, dass der Staat die Nacht selbst verkündet - anscheinend wird die AchtNacht von einer geheimen Internetcommunity organisiert. Mal sehen, wie das weiter geht.


Etappe 2: S. 54 bis 102
Okay, die AchtNacht nimmt Fahrt auf. Wir erfahren, wie sich diese über das letzte Jahr organisiert und manifestiert hat und welche Regeln gelten. Nachrichtensender berichten über die erwählten Personen, es gibt Interviews mit Anwälten und Psychologen, Deutschland scheint im Ausnahmezustand zu sein. Außerdem lernen wir verschiedene Banden kennen und die Regeln, die vorher noch nicht erklärt wurden, sind jetzt deutlich gemacht. Es geht um Leben und Tod, das wird sehr deutlich. Es wird an manchen Stellen die Perspektive gewechselt, was der Spannung gut tut und den Leser erst recht in den Bann zieht.

Bisher muss ich wirklich sagen: Ein für mich klassischer Fitzek, der sich gut zu seinen vorherigen Werken reihen kann. Dabei muss ich sagen: Man merkt die Inspiration vom Film, allerdings hat man auch vieles neu hinzugefügt oder anders umgesetzt. Das gefällt mir sehr gut, denn es ist keine billige Kopie, sondern ein Werk, das inspiriert wurde von einem anderen Werk - und dann eben auf ein anderes Medium umgemünzt wurde. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Etappe 3: S. 103 bis 205
Ich bin total atemlos, denn es passiert alles Schlag auf Schlag - genauso, wie man es von einem Fitzek eben gewohnt ist. Es passiert tatsächlich so viel, dass ich mich zwischendurch gefragt habe, ob wir denn jetzt schon ans Ende zugehen, da ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es noch weiter gehen könnte. Die Geschichte entwickelt sich immer weiter und man hangelt sich von Situation zu Situation, bei der man sich ständig fragt, was man selbst tun würde - damit erfüllt der Autor das versprochene Gedankenexperiment auf dem Klappentext, was mir sehr gut gefällt. Auf den zurückliegenden Seiten erfährt man außerdem etwas zur Entstehung der AchtNacht-Seite und ist sich nun (scheinbar) gänzlich im Klaren, wie was zusammenhängt - ob es da noch eine Überraschung gibt, bleibt offen, schließlich ist der Autor ja bekannt für seine Momente, in denen alles noch einmal umgeworfen wird :D

Kommen wir jedoch einmal zu den Charakteren: Mir persönlich ist Ben sehr sympathisch, auch wenn er eine Person wäre, die ich im privaten Leben wahrscheinlich doch eher meiden würde. Denn er lebt einfach in den Tag hinein und ärgert sich zwar selbst über seine Handlungen, nimmt diese dann aber nicht in die eigenen Hände, was schade ist, denn da ist wirklich viel Potenzial. Somit fiebert man mit und hofft als Leser ständig, dass Ben den Mut hat, sein Leben in die Hand zu nehmen und diese Nacht hoffentlich überlebt - wegen seiner Tochter, aber auch für seine persönliche Entwicklung. Auch die zweite Protagonistin (die ich nicht näher beschreiben möchte, da ich sonst zu viel verraten würde) gefällt mir gut, auch wenn diese sehr viel labiler ist als Ben. Dennoch weckt sie bei mir den Schutzinstinkt, der dazu führt, dass ich inständig hoffe, dass ihr nichts passiert, auch wenn sie wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens einen weg hat.

So viel zu dieser Etappe, ihr merkt: Ich bin begeistert und gespannt, was mich noch so erwartet - deshalb lese ich auch gleich weiter :D

Etappe 4: S. 206 bis 299
So, vorletzte Etappe für mich - heute Abend werde ich das Buch beenden. Es bleibt weiterhin spannend und es kommen sogar immer neue Aspekte hinzu, mit denen man so nicht gerechnet hätte. Typisch Fitzek eben! Allerdings frage ich mich, wie er es wohl zu Ende bringen wird, schließlich ist er dafür bekannt, nie die Erwartungen des Lesers zu erfüllen, sondern immer für eine Überraschung gut zu sein. Auf diese bin ich wirklich sehr gespannt, denn wie schon gesagt, kann ich es mir gar nicht vorstellen, wie man da jetzt noch groß was einbauen könnte. Aber gut, ich bin ja auch kein Autor, deshalb freue ich mich einfach auf das, was kommt.

Ich wollte aber noch einmal etwas über Buch-Hypes los werden. Es gibt sie ja immer wieder: Diese Bücher, die von der Buchblogger/Booktuber-Gemeinde sowas von gefeiert und gehyped werden, dass man quasi gar nicht um sie herum kommt. Man sieht, liest und hört sie überall und das Cover scheint auf jeder Facebook-Seite verlinkt zu sein :D Ich persönlich bin bei sowas immer relativ "genervt", denn ich sehe mich sehr schnell satt an einem Cover, auch wenn es noch so schön ist und will es dann gar nicht mehr lesen, weil es ja im Moment von jedem gelesen wird und ich dann irgendwie gleich eine Abneigung entwickle, auch wenn das Buch mir eigentlich zugesagt hätte :D Das mache ich gar nicht bewusst, aber ich meide dann einfach die Geschichte. Meist lese ich sie dann später und mache mir im Anschluss meine Gedanken darüber, zu einem Zeitpunkt, an dem niemand mehr an der Story interessiert ist, schließlich kennt sie gefühlt 90 % der Leserschaft :D

Bei Sebastian Fitzek ist das aber anders: Da hype ich selbst total und freue mich immer über seine Neuerscheinungen. Ja, ich habe noch nicht ganz so viele Bücher von ihm gelesen, aus dem einfach Grund, dass ich Thriller erst vor einiger Zeit für mich entdeckt habe, dennoch bin ich aber, seitdem ich dieses Genre lese, total angesteckt worden. Fitzek ist quasi ein Muss und ich möchte mir gar kein Jahr vorstellen, in dem kein neues Buch von ihm erscheint. Ich lese ja häufig, dass manche von seinen jüngsten Büchern etwas enttäuscht sind, da die alten um Längen besser wären, was mich umso neugieriger auf diese macht - denn NOCH besser, geht das überhaupt? Bis jetzt fand ich all seine Bücher toll und bin gespannt, was da noch kommt. Auf, auf also zu den letzten 100 Seiten!

Etappe 5: S. 300 bis S. 400
Ich bin fertig! Was war das nochmal für eine Achterbahnfahrt. Es ist wieder viel passiert und es gab ein Finale, mit dem ich zufrieden bin. Ja, es war nicht ganz so schockierend wie bei "Das Paket" oder so fies wie bei "Passagier 23", aber es war ein Ende, was mich gut unterhalten konnte und in einigen, wenn auch nicht allen Aspekten sogar überrascht hat - sowohl inhaltlich als auch die Figuren schafften das bis zur letzten Seite noch einmal :D Insgesamt hatte ich großartige Lesestunden damit und bin jetzt wieder etwas traurig, da ich jetzt wieder lange warten muss bis ein neuer Fitzek erscheint. Aber gut, das ist ein Luxusproblem, schließlich gibt es ja auch noch ältere Thriller von ihm, die ich noch nicht kenne. Und da wären wir wieder bei der Jubiläumsbox, die ich mir so schnell es geht besorgen muss :D

Mein endgültiges Fazit gibt es in einer separaten Rezension, die ich hier verlinke, sobald sie online ist. Danke für's Mitlesen - ich habe es mal wieder genossen, ich hoffe, ihr auch <3

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