Der #Kandidatencheck: Österreichs ESC-Hoffnung Nathan Trent mit "Running On Air"

Herzlich Willkommen <3
Ich habe es versprochen und hier ist es: Die Österreicher haben sich in diesem Jahr gegen einen Vorentscheid entschieden und stattdessen eine interne Auswahl getroffen. Dabei fiel die Entscheidung auf den Newcomer Nathan Trent, der in Österreich bis dato seine Single "Like It Is" veröffentlicht hatte, welcher zu einem kleinen Radio-Hit bei unseren Nachbarn wurde. Nathan hatte sich prallell übrigens auch beim deutschen Vorentscheid "Unser Song 2017" beworben und sagte letztendlich nur deshalb ab, weil er in Österreich ausgewählt wurde - ob uns da was durch die Lappen gegangen ist? Finden wir es heraus, denn am 28. Februar 2017 war es so weit: Nathan's und damit Österreich's ESC-Song "Running on Air" feierte im Radio Weltpremiere und wurde im Anschluss offiziell veröffentlicht, nachdem der Track bereits am Montag zuvor auf manchen Streaming-Plattformen bereits zu hören war.

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Der Song
Wo fängt man an, wenn man den Song beschreiben möchte? Ich würde ihn als entspannten Pop/RnB-Mix bezeichnen, der sehr frisch und leichtfüssig daher kommt und dadurch wirklich perfekt ins Radio passt. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie ich ins Auto steige und der Song dann in der Morning-Show gespielt wird - man wünscht sich sogar, mit einem solchen Sound aufzuwachen. Inhaltlich geht es darum, dass Nathan die Höhen und Tiefen des Lebens meistert, in dem er an sich und sein Umfeld glaubt. Seine Freunde und Familie seien dabei der Auslöser gewesen, dass er an sich glauben kann und diese Kraft hat, um auf Luft laufen zu können. Depp shit, ich weiß.


Wie also finde ich den Song? Also, sagen wir mal so: Ich hab ihn gehört und fand ihn im ersten Moment wirklich schön. Schön halt. Mir gefallen die "hey now"-Parts und der Refrain blieb mir eigentlich relativ schnell hängen. Dabei gefällt mir besonders der Höhepunkt in der Bridge. Das ist alles schön ausproduziert und klingt wirklich rund. ABER, und jetzt folgt das große ABER: Es ist wahrscheinlich für den ESC zu seicht, zu lahm und viel zu unaufgeregt. Wenn man sich die Reaktionen in Fan-Foren oder auch meiner Freunde zu dem Song anhört, sagt zwar jeder, dass das ganz schön ist, aber eben auch etwas langweilig und unaufgeregt. Schade, denn persönlich LIEBE ich den Song mittlerweile und höre ihn mir - im Wechsel mit "Perfect Life" von Levina - ständig an. Trotz dieses großen ABERS halte ich aber noch nicht alles für verloren: Denn schließlich gilt es den Song auf die Bühne zu bringen und hier sehe ich - ähnlich wie bei Levina - noch ein großes Potenzial und somit eine gute Platzierung für nicht ausgeschlossen.

Die Präsentation
Wie übersetzt man den Song so in Kiew, dass er für Anrufe und schließlich viele Punkte sorgt? Nun ja, ich halte es für am besten, wenn man das hier ganz simpel macht: Warmes Licht, vier Backingsänger im Hintergrund und Nathan in der Mitte der Bühne. Vielleicht noch ein Gitarren-Spieler auf einem Barhocker? Dabei passt sich das Licht an die Beats aus der Musik an und wird somit zum gemütlichen Gesamtpaket. Ich stelle mir hier sowas wie Ungarn 2013 (siehe unten) vor: Simpel, hübsch und deshalb auch einfach romantisch-verträumt. Die Zuschauer müssen sich sofort in Nathan und die Präsentation verlieben, damit diese Liebe dann auch auf den Song wirkt und ihn noch einmal ein Level hebt. Gut vorstellen könnte ich mir auch Kerzen und eine warme Atmosphäre, die die Zuschauer einlädt, wie auch immer das visuell umgesetzt wird. Übrigens stehen die Zeichen gut: Wie unsere deutsche ESC-Hoffnung Levina, kümmert sich Marvin Dietmann auch um Nathan's Staging - der Mann, der Conchita schon als Diva und Zoe im letzten Jahr als Fee inszenierte. Ob das einen positiven Effekt haben wird?


Natürlich gilt es aber auch festzustellen, wie die Bühne auf gar keinen Fall sein sollte. Mir fällt dieser Gedanke gar nicht schwer, denn dafür reicht es schon, wenn man sich Nathan's Video zum Song ansieht: Hier wandert er durch die Berge Österreichs und präsentiert sich als lustiger Naturbursche. Ganz nett anzusehen, vielleicht etwas stümperhaft umgesetzt, aber BITTE BITTE BITTE versucht jetzt nicht die österreichischen Berge auf die Bühne in Kiew zu bringen. Denn der Song braucht wirklich keine kühle Atmosphäre und schon gar keine Landschaften.


Die Chancen
Wie also sind Nathan's Chancen in Kiew? Ehrlich? Eine Finalqualifikation nur aufgrund des Liedes, halte ich für unwahrscheinlich, dafür ist er viel zu mittelmäßig. Aber mit einer hübschen Präsentation, guten Kamerafahrten, einem tollen Licht und dem richtigen Flirten mit der Kamera, könnte es das Finale schaffen. Und dort sogar im guten Mittelfeld landen. Zumindest ist das mein Eindruck. Die Wettquoten sehen das anders: Sie glauben bis dato nicht an eine Qualifikation seitens Österreichs. Aber gut, zur Zeit darf man da eh nicht zu viel hineininterpretieren. Und nur am Rande: Zumindest werden Österreich größere Chancen auf den Sieg eingeräumt als Deutschland.... oh weia!

Wie dem auch sei: Ich wünsche sowohl Deutschland als auch Österreich und Nathan ganz viel Erfolg! Wir sehen und hören uns in den Wochen vor dem Eurovision Song Contest. Bis dahin hoffen wir einfach, dass beide Länder mit ihren Teams an einem sagenhaften Auftritt feilen!

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