Buch-Rezension: "Glückssterne" von Claudia Winter

© Goldmann
Titel: Glückssterne
Autorin: Claudia Winter
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 12. Dezember 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3442485436
ISBN-13: 978-3442485437
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Klappentext laut Amazon:
Karriere, Heirat, Kinder. Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet. Doch kurz vor der Hochzeit brennt Josefines Cousine mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch, den legendären Familienring im Gepäck, den die Braut bei der Trauung tragen sollte. Als ihre abergläubische Großmutter daraufhin der Ehe ihren Segen verweigert, bleibt Josefine keine Wahl: Wutentbrannt reist sie dem schwarzen Schaf der Familie hinterher und gerät in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste. Nicht nur einmal muss der charismatische Konditor Aidan der Braut in spe aus der Patsche helfen – dabei ist dieser Charmeur der Letzte, vor dem sie sich eine Blöße geben möchte. Aber der Zauber Schottlands lässt niemanden unberührt, und schon bald passieren seltsame Dinge mit Josefine, die so gar nicht in ihren Lebensplan passen ...

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür.

Ich hatte nach einem Fantasy-Abenteuer und einem ruhigen, aber dennoch spannenden Thriller total Lust auf eine herzliche Geschichte, mit sympathischen Charakteren und ein wenig Ironie. Das glaubte ich dann mit "Glückssterne" zu finden und stürzte mich begeistert in den jüngsten Roman von Claudia Winter, über die ich wirklich schon einiges Positives gehört hatte. Ich hatte also eine große Muse für dieses Buch und wollte, dass es mir genauso gut gefällt wie etlichen anderen Bloggerkollegen. Leider blieb dieses Gefühl aus, stattdessen breitete sich immer mehr eine gelangweilte und unmotivierte Stimmung bei mir aus - die bis zum Ende nicht weichen wollte.

Josefine hat - wenn man in klassischen Kategorien der Gesellschaft denkt - alles: Eine tolle Wohnung, Erfolg in der Karriere, einen offensichtlich ebenso erfolgreichen Partner und eine Familie, die hinter ihr steht. Nur ihre tollpatschige Cousine Charlie fällt aus dem Rahmen. Und als diese den Familienring einfach so mit nach Schottland entführt, ohne den Josefine nicht den Segen des Familienoberhaupts in Form ihrer Großmutter Adele bekommt, beschließt Josi kurzerhand: Sie muss nach Schottland. Dort lernt sie den überaus nervenden Aidan kennen, der sie gar nicht mehr loslässt. Und plötzlich fragt sich Josefine, ob es nicht doch einen höheren Grund für ihre Reise auf die Insel gibt.

Der Klappentext und die Grundidee des Buches haben mich wirklich fasziniert, schließlich bin ich bekennender UK-Lover und freue mich deshalb immer wieder, wenn Geschichten in dieser Location spielen. Besonders Schottland hat da ja einiges zu bieten. Und eben dieser Aspekt hat dazu geführt, dass ich mich durch das Buch gelesen habe, denn die Beschreibung der Handlungsorte war einfach top. Allerdings konnten da die Charaktere als auch die Story an sich nicht mithalten. Los geht es mit der Vorstellung der Familie und einige Charaktere, wie in etwa die Großtanten Bri und Li, sind einem wirklich nach den ersten Seiten von Grund auf sympathisch, leider sind diese dann die einzigen, die irgendwie unterhalten. Denn der eigentliche Hauptcharakter Josefine ist viel zu verkopft, viel zu unsicher und gleichzeitig auch ein wenig nervend, wenn man mich fragt. Ihre Handlungen sind manchmal überhaupt nicht nachvollziehbar und einige Gedankengänge, besonders wenn es um ihren Verlobten geht, kann ich überhaupt nicht verstehen. Das wird zwar im Lauf der Story etwas besser, ließ mich aber nie ganz los. Dadurch wurde ich leider mit dem Hauptcharakter nicht warm, was sich natürlich nie positiv auswirkt.

Und auch die Geschichte ist mir einfach ein zu großer Wust aus verschiedenen Aspekten: Mal will man die Geschichte einfach nur erzählen, dann kommt plötzlich irgendeine schottische Weisheit daher, nur um dann wieder mit den Großtanten lustig sein zu wollen. Bei mir persönlich stellte sich damit überhaupt kein Lesefluss ein und fast alle Stellen waren mir deutlich zu lang beschrieben. Wenn man mehr als zehn Seiten braucht, um zu beschreiben wie Josefine vom Flughafen zum Hotel kommt, ohne das wirklich etwas aufregendes passiert, dann ist irgendetwas einfach falsch. Damit hätte für mich das Buch gut 100, wenn nicht gar knapp 200 Seiten kürzer sein können, denn ab der Hälfte des Romans wusste ich eigentlich schon, wie dieses ausgehen wird. Nichts Ungewöhnliches bei dieser Art Roman, aber wenn man eh schon nicht wirklich begeistert ist, und diese Tatsache dann noch dazu kommt, ist man einfach umso enttäuschter. Einziger Rettungsanker: Die Stellen rund um die Großtanten Bri und Li waren sehr amüsant und trugen unheimlich zur Handlung bei. Wären diese nicht gewesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht beendet.

Mein Fazit:
Ich habe das Verfassen dieser Rezension total vor mich hergeschoben. Denn ich mag es nicht, ein Buch negativ zu bewerten. Denn hinter jedem Buch steckt eine Autorin/ein Autor, der sich natürlich Gedanken gemacht hat und dabei wollte, dass die Grundidee und die Charaktere bei den Lesern ankommen. Diese kamen allerdings nur teilweise bei mir an. Ich betone "bei mir", denn ich glaube durchaus, dass es viele Leserinnen und Leser geben wird und gibt, die ihre Freude mit der Geschichte, dem Setting und den Charakteren haben. Aber ich persönlich konnte einfach nicht in die Welt von "Glückssterne" eintauchen, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Schreibstil der Autorin einfach nicht meinem Geschmack entsprochen hat. Deshalb gibt es von mir auch nur 2 von 5 Punkte.

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