Unser Song 2017 - Der Kandidatencheck: Helene Nissen

© NDR
Herzlich Willkommen zum zweiten #Kandidatencheck!
In der letzten Woche habe ich Yosefin Buohler vorgestellt und mir und euch einen Eindruck über ihre bisher veröffentlichte Musik verschafft als auch über die mögliche musikalische Richtung im Vorentscheid philosophiert. Nun soll es um die zweite Kandidatin im Bunde gehen: Helene Nissen, die, anders als die Fan-Favoritin Yosefin, keine einzige Stimme bei meiner Abstimmung erhalten hat - heißt das etwa, dass sie gar nichts kann? Das gilt es heut herauszufinden!

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich euch zu jedem Sänger und zu jeder Sängerin einen Beitrag liefern, der die Vorgeschichte zusammenfasst, auf deren Stilrichtungen eingeht und eventuelle Vermutungen anstellt, welche Versionen die Kandidaten bzw. Kandidatinnen den Songs, aufgrund ihrer Vorlieben, verpassen könnten. Als Abschluss erfolgt dann eine Einschätzung ihrer Chancen, zunächst natürlich nur aufgrund ihrer stimmlichen Leistungen, insofern ich diese anhand der Videos bewerten kann. Alle Kandidaten werden bis zum Vorentscheid einen Kandidatencheck durchlaufen haben.


Helene Nissen & ihre Anfänge
Helene Nissen kommt aus Schleswig, besucht dort noch die Schule und macht Musik seit sie 12 Jahre alt ist. Die Sängerin betont ihre Liebe zum Blues, Soul und Pop und schreibt bereits eigene Lieder mit Hilfe ihrer Gitarre. Als großes Vorbild gibt sie Gabrielle Aplin, eine britische Indie/Folk-Sängerin, die soliden Singer-Songwriter-Pop macht und in Großbritannien große Erfolge mit ihrem Debüt-Album "English Rain" erzielen konnte, welches ich euch HIER vorgestellt habe. Einen Einblick in die Art der Songs findet man hier:


Leider gibt es sonst nicht wirklich viel mehr zur Historie zu sagen, denn Helene scheint noch ein ziemlich unbeschriebenes Tuch zu sein, was ja Sinn und Zweck des Castings ist: Man möchte frische und junge Newcomer, die formbar und individuell sind. Helene ist dafür wohl perfekt.


Helene Nissen & die eigenen Songs
Die 20-Jährige Helene hat noch keine eigenen Songs veröffentlicht, bis auf einen, den sie wohl bei einer Talentsuche in Schleswig-Holstein vorgestellt hat und damit sogar eine Runde weiter gekommen ist. Das Video wurde bereits vom offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contest Deutschland-Kanals hochgeladen. Und auch hier sehe ich Parallelen zu dem oben vorgestellten Vorbild Aplin: Akustisch, pur und ohne großen Firlefanz präsentiert Helene sehr authentisch ihren Track, ohne aufdringlich oder effekthaschend zu wirken. Da ist einfach ein Mädchen, das gerne Musik macht und diese auch gerne präsentiert. Ich komme natürlich nicht drum rum, auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Taylor Swift festzustellen, erinnert doch der Track sehr an die US-Sängerin, aber hört und seht selbst: 


Und auch sonst wirkt alles in diesem Stil, Helene lädt nämlich regelmäßig auf ihrem YouTube-Kanal Cover zu teilweise bekannten, teilweise eher unbekannten Tracks hoch. Darunter sogar ein Cover des oben verlinkten Songs von Gabrielle Aplin, "Please Don't Say You Love Me", bei dem nochmal deutlich wird, in welche Richtung das musikalisch geht - falls jemand bis jetzt noch unsicher war: Helene ist das Akustik-Girl, dass kein großes Drumherum braucht, sondern einfach nur singen und Gitarre spielen möchte.


Helene Nissen & die ESC-Songs
Es ist völlig klar: Helene präsentiert, falls sie die Chance erhalten sollte, beide Songs mit Hilfe ihrer Gitarre und einer ganz leichten, aber sehr dezenten Band-Begleitung. Ein warmes Licht dazu, eventuelle die Andeutung von Farbwechseln im Hintergrund und schon steht ihre Performance. Das passt zum NDR; der ja unaufgeregte Bühnenperformances liebt, es passt aber auch zur Sängerin, die nur so authentisch wirkt und überzeugen könnte. Dabei könnte ich mir einerseits vorstellen, dass es einen langsamen Song gibt, der sich größtenteils wirklich auf sie und ihre Gitarre beschränkt und andererseits einen etwas schnelleren Track mit einigen Folk-Elementen, der die Band im Hintergrund etwas mehr einbindet und das deutsche Publikum zum Klatschen animiert - sowas wie "The Cave" von Mumford & Sons:


Oder, um vielleicht eine weibliche Sängerin als Vergleich herzustellen, etwas in die Richtung von Amy Macdonald und ihrem Hit "This is the Life":


Helene & ihre Chancen
Wie große Chancen hat so etwas akustisch-puristisches wirklich? Nun, ich könnte mir vorstellen, dass das den Zuschauer wirklich anspricht. Wenn es tatsächlich gut gemacht ist, könnte es den Sympathie-Faktor haben und das deutsche Bedürfnis stillen, etwas schlicht-elegantes zum Eurovision zu schicken. Denn wie schon bei Lena, werden eventuell viele Zuschauer betonen, wie wichtig es ist, beim ESC auch mal für Ruhe zu sorgen bei all den sagenhaften Shows mit Pyro-Effekten und Choreografien. Kommt uns ja von Lena bekannt vor, dieses Argumentationsmuster, nicht wahr? Aber Helene hätte da eben ihr Alleinstellungsmerkmal, weil akustisch mit Gitarre und so.


Ich hoffe allerdings wirklich, dass man diesen Stil mit ihr durchzieht und sie jetzt nicht in irgendein Pop-Song steckt, ohne Gitarre in den Händen und versucht, so einen "Lena-Effekt" rauszukitzeln. Lasst das Mädel mit ihrer Gitarre performen, genauso wie sie es schon tut seit sie 14 ist - denn nur damit könnte man punkten, zumindest glaube ich das. Unter den fünf feststehenden Kandidaten gehört Helene für mich auf jeden Fall ins bessere Mittelfeld, wenn man es schafft, ihren Stil mit den Songs perfekt zu vereinen, könnte sie es sogar unter meine Favoriten schaffen.

Deshalb sollte man Helene definitiv "im Auge behalten"!




& hier zu den #Kandidatenchecks der deutschen Teilnehmer:





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