Buch-Rezension: "Zum Glück ein Jahr" von Sophia Bergmann

© Diana Verlag
Titel: Zum Glück ein Jahr
Autor: Sophia Bergmann
Verlag: Diana
Seiten: 336
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 14. November 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3453358910
ISBN-13: 978-3453358911
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Klappentext laut Amazon:
Ein Jahr nach Lazlos Tod hat Nele den Verlust ihres geliebten Mannes noch nicht überwunden. Und Julia hat sich als Mutter von Zwillingen über die Jahre selbst aus den Augen verloren. Am Silvesterabend blicken die Freundinnen gemeinsam zurück. Schlagartig merken sie, dass das Leben endlich ist und sie ihre Träume jetzt in Angriff nehmen müssen. Zeit für einen Neuanfang – und für eine Liste mit ihren größten Wünschen, die sie sich in den nächsten zwölf Monaten erfüllen möchten.

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt - an herzliches Dankeschön an dieser Stelle dafür.

Ist das Cover nicht entzückend? Richtig gehört: ENTZÜCKEND. Als ich das sah und den Titel wahrnahm wusste ich: Das Buch muss ich einfach lesen. Als es dann bei mir zuhause ankam war ein's sofort klar: Das wird mein Einstiegsbuch für 2017 werden, denn die Geschichte beginnt an einem Silvesterabend - wie passend, dachte ich mir am 02. Januar 2017 und fing sofort an zu lesen.

Nelly und Julia sind beste Freundinnen seit sie denken können und verbringen in diesem Jahr ein richtiges Mädels-Silvester zusammen, welches nur ein Ziel hat: Nelly vom Tod ihres langjährigen Mannes ablenken. Den Freundinnen gelingt das Unmögliche und als alles vorbei ist, sitzen Nelly und Julia noch da und unterhalten sich über sich und das neue Jahr. Da fällt Nelly die Schüssel mit den Schnipseln ein, die die Party-Gemeinde beschrieben hat: Auf diesen stehen nämlich all die Dinge drauf, die die Frauen tun würden, wenn sie nur noch ein Jahr zu leben hätten. Nelly kommt auf die Idee all diese Dinge zu tun und sich dafür das kommende Jahr Zeit zu nehmen. Nach anfänglichem Zögern willigt Julia ein, mitzumachen und die beiden Freundinnen erwartet ein Jahr voller Freude, Liebe, Hass und Verzweiflung.

Die Geschichte klingt im ersten Moment wirklich sehr spannend und hält, was sie verspricht: Man begleitet die Freundinnen bei den verschiedenen Aufgaben, die mal sehr lustig daherkommen (Besuch eines Sexshops oder Haschischkekse essen), mal sehr ernste Themen ansprechen (Patientenverfügung verfassen oder einen letzten Brief an die Angehörigen schreiben). Dabei brachten mich viele Teile wirklich zum Lachen oder lösten bei mir selbst tiefgängige Gedanken aus. Trotzdem fehlte mir ab und an ein klarer Erzählstrang. Manche Aufgaben und deren Einlösung werden sehr detailliert beschrieben, anderen werden zwar angedeutet, allerdings ist der Leser daran nicht beteiligt und hört nur marginal davon. 

Außerdem hätte ich mir eine andere Strukturierung gewünscht. Die Autorin wechselt zwischen erzählenden Passagen und den E-Mails, die sich die Freundinnen schreiben, ab, was schön ist, da in den E-Mails die Frauen selbst erzählen und es dadurch etwas persönlicher wird. Gleichzeitig hätte ich mir aber eine Gliederung nach Monaten oder Jahreszeiten gewünscht, damit man als Leser eine bessere Struktur hat, denn so springt man teilweise zwei, drei Monate in der Geschichte, was etwas störend für mich war, denn auch in dieser Zeit entwickeln sich die Figuren ja weiter. 

Trotz diesem Störfaktor entwickeln sich die Figuren wirklich großartig und auch die Geschichte geht in eine Richtung, mit der ich am Anfang (zumindest teilweise) gar nicht gerechnet hätte. Besonders Nelly überraschte mich mit ihrer Geschichte sehr, denn sie entwickelt sich noch über sich selbst hinaus und steht am Ende so ganz anders da, als noch am Anfang, obwohl man auch am Anfang eine starke Frau sieht. Anders als bei Julia, bei der man sofort bemerkt, dass sich was ändern muss, damit sie glücklich wird. Beide Frauen vollziehen also eine Wandlung, was schön zu lesen ist und am Ende an mehreren Stellen überrascht.

Mein Fazit:
Was ist also schlussendlich zu sagen? Ich hatte ein paar lustige Momente, manche tiefgreifende Gedanken und war am Ende sogar überrascht. Dennoch störte mich auch manche ausgelassenen Stellen und die nicht lückenlos erzählte Geschichte. Außerdem hätte ich mir einen anderen Aufbau gewünscht und eine etwas emotionalere Schilderung der einzelnen Ereignisse. Dies lässt mich am Ende mit einem gemischten Gefühl zurück, denn einerseits genoss ich den Roman, andererseits war er mir einfach nicht "tief" genug. Ich schwanke seit Beenden des Buches immer wieder bei der Vergabe zwischen 3 und 4 Punkten, weshalb ich jetzt mal 3, 5 Sterne vergebe.

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