Buch-Rezension: "Detox" von C. L. Taylor

© Piper
Titel: Detox
Autor: C. L. Taylor
Verlag: Piper
Seiten: 464
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 01. Dezember 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3492303811
ISBN-13: 978-3492303811
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Klappentext laut Amazon:
Jane Hughes ist eine ganz normale Frau. Sie lebt in einem kleinen Haus, arbeitet in einem Tierheim und ist in einen netten Mann verliebt. Doch ihr Leben ist eine Lüge. Jane Hughes gibt es nicht. Ihre wahre Identität hat sie begraben, zusammen mit der Schuld und den Erinnerungen daran, was vor fünf Jahren in dem Wellness-Resort in Nepal geschah. Mit ihren drei besten Freundinnen wollte sie die Reise ihres Lebens machen – doch nur zwei von ihnen kamen lebend zurück. Jetzt will jemand Rache. Und wird nicht ruhen, bis er Janes Leben und alles, was sie liebt, zerstört hat.


Meine Meinung:
Das Buch wurde mir vom Piper-Verlag zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön dafür <3

Nach den Wintermonaten, die ich vornehmlich mit romantischen, emotionalen und/oder weihnachtlichen Lektüren verbrachte, hatte ich mal wieder total Lust auf einen guten Thriller und entschied mich da für "Detox", denn der Klappentext hörte sich wirklich interessant an und ich wollte einfach wissen, wie die beiden Geschichten, die in der kurzen Zusammenfassung vorgestellt werden, zusammenhängen. Und so begab ich mich auf die Reise in Jane's Leben, welches atemberaubender nicht sein könnte.

Jane hat alles, was man sich nur wünschen könnte: Einen großartigen Freund, einen tollen und erfüllenden Job und ihr eigenes Cottage in einer süßen kleinen Stadt in Wales. Doch Jane ist eigentlich gar nicht Jane, sondern Emma. Und diese lebte bis vor fünf Jahren noch in London, wo sie jeden Abend mit ihrem Freundinnen Al, Daisy und Leanne verbrachte. Als Al sich jedoch von ihrer Freundin trennt, beschließen die Frauen nach Nepal zu fahren, um sie abzulenken - doch die Reise gibt ihnen nicht die Ruhe, die sie sich erhoffen, denn mit dem Resort stimmt etwas nicht und aus den Freundinnen werden schnell Feindinnen, die sich bis auf den Tod bekriegen werden. Überleben sie dieses "Detox"?

Allein durch den Klappentext wird deutlich: Das Buch verspricht eine spannende Geschichte, besonders durch die Tatsache, dass man weiß, dass Jane bzw. Emma am Ende davon kommt und sich ein neues Leben aufgebaut hat. Doch diese beruhigende Tatsache wird durch die immer kehrenden Flashbacks gebrochen und führt so dazu, dass man als Leser ständig unruhig auf neue Informationen aus der Zeit in Nepal hofft. Denn nur durch diese versteht man die gegenwärtigen Sorgen, Probleme und Ereignisse von Jane. Dabei ist mein einziger Kritikpunkt, dass die Story an manchen Stellen ziemlich vorhersehbar war und mir an einigen Punkten erhofft hätte, dass mich die Autorin überrascht und die Darstellungen damit eine Wendung erhalten. Diese blieb leider aus, weshalb ich schon ziemlich früh eine Ahnung hatte, wie das Buch enden könnte.

Dennoch muss ich sagen: Zumindest die Entwicklung der Figuren ist sehr bemerkenswert, denn für mich unterschieden sich die Erzählungen von Jane und die von Emma wesentlich. Während ich mit Jane total sympathisierte und richtig mitfieberte, war mir Emma anfangs viel zu schwammig dargestellt und gleichzeitig auch viel zu unsicher in ihrer Person. Man merkt einfach, dass Emma sich in ihrem Leben überhaupt nicht wohl fühlt, während Jane wirklich total angekommen ist. Dieses Ungleichgewicht ändert sich im Laufe des Buches und man merkt die Zusammenhänge immer mehr, was dazu führt, dass die beiden Figuren, die ja ein und die selbe Person nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten darstellen, zusammenfallen und ein gesamtes Bild ergeben. Sehr schön gemacht von der Autorin an dieser Stelle und ein großes Kompliment dafür!

Mein Fazit:
Wie fühle ich mich also nach Beenden des Buches? Ich muss sagen, dass ich mir wirklich Zeit genommen habe, um meine Gedanken zu sortieren. Denn wie bereits geschrieben, fand ich die Story einerseits total vorhersehbar, andererseits fieberte ich aber auch mit und besonders im letzten Drittel des Buches, nahm die Geschichte Fahrt auf und konnte mich noch einmal richtig überzeugen. Dennoch muss ich aber auch die knapp über 300 Seiten davor auch mit einschließen. Und da war es mir dann einfach ab und an zu langatmig und zu ereignislos. Die Autorin schafft es nicht, die Distanz zwischen Leser und Ereignissen verschwinden zu lassen, was dazu führt, dass man oft nicht wirklich betroffen reagiert, wenn etwas vermeintlich furchtbares passiert. Dies gelingt nur gegen Schluss, was schade ist, schließlich hätte man diese Spannung auch früher bereits einsetzen können. 

Dennoch gefiel mir die Grundidee und die Charaktere dann doch sehr gut, besonders wenn man die oben angesprochene Entwicklung mit einfließen lässt. Was vergibt man also für Sterne? Wie bewertet man ein solches Gefühl? Für mich immer wirklich schwer. Doch letztendlich muss ich mir die Frage stellen: Würde ich diesen Thriller weiterempfehlen? Und hier lautet meine ehrliche Antwort: Wahrscheinlich eher nicht. Wenn mich jemand auf das Buch ansprechen würde, dann würde ich sagen: Probier es aus! Es hat spannende Grundideen, die eben nur teilweise gut umgesetzt werden, dafür aber Charaktere, mit denen man mitfiebern kann. Und für diese Aspekte gibt es von mir objektiv schlussendlich 3 Sterne, auch wenn der Thriller bei mir persönlich vielleicht 3,5 Sterne erhalten würde.

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