LIVE-Album-Rezension: "A Pentatonix Christmas" von Pentatonix

Herzlich Willkommen zur #LIVE-Album-Rezension!
In diesem Jahr möchte ich euch innerhalb des Weihnachtsspecials neue Christmas-Alben vorstellen - jedoch nicht nur das. Denn in der #LIVE-Album-Rezension kenne ich die LPs vorher auch nicht und lerne sie quasi gemeinsam mit euch kennen. Diesmal geht es um das zweite Weihnachtsalbum der A ccappella-Formation Pentatonix, "A Pentatonix Christmas". Die Gruppe begeistert momentan mit der daraus hervorgegangenen Single "Hallelujah" weltweit und kann diesen Track wirklich in fast jeden Charts der Welt positionieren. Ich kenne Pentatonix tatsächlich von YouTube und habe auch schon einige wirklich gute Cover gehört, jedoch kenne ich das neue Weihnachtsalbum wirklich überhaupt nicht, weshalb ich total gespannt darauf bin. Los geht's also, ich bin sehr gespannt, was mich die nächste Stunde erwartet (:


01. "O Come, All Ye Faithful"
Es fängt sehr modern mit A cappella-Beats an, Scott's Stimme setzt ein und der weibliche Part setzt weniger später ein. Im Anschluss steigen auch alle anderen Sänger ein. Zum Refrain hin hat es etwas sehr Afrikanisches, besonders der Rhythmus erinnert irgendwie daran. Oh WOW, jetzt kommt Mitch und der haut mit seiner hohen Männerstimme wirklich alles raus. Ich liebe ja die beiden genannten Sänger im Zusammenspiel. Die beiden haben auch einen gemeinsamen YouTube-Kanal mit dem Namen Superfruits und ihre dortigen Cover sind einfach grandios! Toller Start in ein Weihnachtsalbum, der so gar nicht nach Weihnachten klingt :D


02. "God Rest Ye Merry, Gentlemen"
Jetzt hört sich das doch klassisch an. Ein A Capella-Chor, der zunächst nur singt, dann setzt der Rhythmus ein, der sehr nach Weihnachten klingt. So stelle ich es mir vor, wenn man in Amerika an Weihnachten in einen Park geht und da Chöre Weihnachtslieder trällern. Sehr schön, wie man den Song aufbaut. Erst nur der Gesang, dann der leichte Rhythmus und gegen Ende scheint dieser alles einzunehmen, bevor man sich dann wieder auf die einzelnen Klänge konzentriert. Super!

03. "White Christmas" (feat.The Manhattan Transfer)
Ohhh, nun einer meiner Lieblingsweihnachtslieder <3 Den Sänger kenne ich aber nicht, ist wohl vom Feature. Dieser hat eine sehr warme Stimme, die total gut zum Song passt. Dann setzt wieder Scott ein und gibt dem Ganzen einen poppigen Einschlag. Im Hintergrund sind die restlichen Bandmitglieder zu hören. Zum Refrain wird es dann sehr melodisch, hier merkt man die liebe zum Detail. Von überall her kommen Töne, Melodien, "Uhs" und "Ohs" und man verliert sich in ein "White Christmas" - absolut grandios umgesetzt und ein wirklich gutes Cover des Klassikers. Übrigens ein großes Kompliment an die Bass-Stimme - ich habe selber lange Zeit im Chor den Bass gesungen und wie leichtfüssig er die Tiefen singt, ist einfach unfassbar!

04. "I'll Be Home for Christmas"
Auf einen Favoriten von mir, folgt gleich noch einer. "I'll Be Home for Christmas" ist ja DER amerikanische Weihnachtssong schlechthin - zumindest gehört er dazu. Natürlich gibt es deshalb auch unzählige Cover, ich wüsste nicht, auf welchem Weihnachtsalbum er nicht gecovert worden ist. Kelly Clarkson, Micheal Bublé, Helene Fischer,... Alle haben sie es gemacht. Pentatonix verleiht dem natürlich ihren ganz eigenen Stempel, doch das liegt einfach daran, dass sie es (fast komplett) A Cappella machen. Ich finde es gelungen, auch wenn es mich nicht so sehr mitreißt wie "White Christmas". Wer ein richtig gutes Cover hören möchte, der hört sich den Bublé an - hier bekomme ich jedes Mal Gänsehaut bei dem Track!

05. "Up on the Housetop"
Yeahi, es wird wieder modern und sehr poppig. "Up on the Housetop" würde ich als fetzigen Pop-Weihnachtssong beschreiben, der gute Laune versprüht und total ins Ohr geht. Im Refrain hat er etwas, was mich an HipHop erinnert. Gleichzeitig hat er auch was Souliges, was ich in den RnB-Bereich stecken würde. Für mich der beste Track der Platte bis jetzt.
Ich lese gerade, dass es den Song seit 1864 gibt. Krass, das hätte ich nicht gedacht, denn die Produktion lässt eigentlich darauf schließen, dass es ein neuer Song ist. Respekt!

06. "The Christmas Sing-Along"
Modern geht es weiter, hier verarbeitet man gängige Dance-Beats und Sounds mit dem charmanten amerikanischen Weihnachtsflair. Und nicht umsonst heißt der Track "Sing-Along", denn er verleitet zum sofortigen Mitsingen. Ich finde die letzten beiden Songs sollten mal mehr Beachtung in der Öffentlichkeit erhalten. Ja, "Hallelujah" ist ein Klassiker und deshalb wurde er berechtigterweise mit einem Musikvideo gewürdigt und erklimmt die Charts im Nu. Aber Songs, die modern und klassisch so perfekt miteinander verschmelzen, sollten einfach gefeiert werden bis zum geht nicht mehr!

07. "Coventry Carol"
Nun zu einem sehr alten, sehr religiösen Song, der dadurch wirklich total unter die Haut geht. Man fühlt sich in eine Kirche versetzt, in der man das Spektakel live verfolgt. Vom Sound her erinnert mich die Produktion sehr an "Hallelujah", weshalb er wahrscheinlich auch davor positioniert wurde. Hier kommt es zum ersten nachdenklichen Moment auf der Platte. Während der erste Teil sehr lustig, schwungvoll und modern war, folgt nun anscheinend eine etwas ernstere, ehrfürchtigere und emotionalere Seite des Weihnachtsfest. Großartig!

08. "Hallelujah"
Diesen Song kennt jeder. Sowohl das Original als auch die tausend Cover, die davon existieren. Doch ich würde behaupten, Pentatonix liefern das beste Cover seit Jahrzehnten ab. Emotional, eingängig und sehr ehrfurchtsvoll... einfach Gänsehaut. Dabei überzeugt mich besonders Mitch, der Töne trifft, die einfach unmenschlich sind. Ganz, ganz großes Kino.



09. "Coldest Winter"
Es bleibt emotional, jedoch wird es von der Geschichte etwas moderner, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Song auch ein Original ist, dass es so vorher nicht gegeben hat. Geschrieben wurde er übrigens von Kanye West - wer hätte das gedacht? Dabei konzentriert man sich, bis circa in die Mitte des Songs, auf die Stimmen der Gruppe, bevor es dann richtig rhythmisch und geheimnisvoll wird. Man spürt den kalten, kalten Winter wirklich und ist beeindruckt von der Art und Weise des Songs. Nach "Hallelujah" hätte es jeder Song schwer, doch "Coldest Winter" ist so eigen, dass man ihn einfach mögen muss.

10. "Good to Be Bad"
In diesem Song geht es weniger um die Weihnachtsstimmung, sondern mehr um einen Rückblick auf das letzte Jahr - obwohl man sagen muss, dass der Refrain schon sehr weihnachtlich klingt. Schön ist, dass die weibliche Lead-Sängerin mal im Mittelpunkt steht, sonst hört man doch sehr viel Mitch und Scott. Wieder liefern Pentatonix einen sehr eingängigen, rhythmisch einwandfreien und mitreißenden Track auf höchstem Niveau. Ich bin wirklich überwältigt vom Album bisher und bin sehr froh, dass ich es mir heute angehört habe (:

11. "Merry Christmas, Happy Holidays"
Zum Schluss gibt es nun einen Song, der nicht nur vom Titel her ein Gruß an die Zuhörer sein soll. Er greift zudem noch einmal die Sounds vom Anfang der Platte auf, weshalb die LP eine sehr runde Sache darstellt, weil man das Gefühl hat, alles ist ineinander abgeschlossen. Der Einsatz eines Chores, der den Sängern nachsingt, ist ein toller Effekt und wer das Glück haben sollte, die Band mal in der Vorweihnachtszeit live zu erleben, darf sich wahrscheinlich auf eine tolle Fete einstellen. Mir gefällt der Abschluss sehr gut und ich finde es fast schon schade, dass die CD bereits vorbei ist :D

Mein Fazit:
Das ging jetzt mal schnell. Keine 40 Minuten später sitze ich hier und möchte mir das Album am liebsten gleich nochmal anhören. Pentatonix liefern ein sehr eigenes Weihnachtsbündel an Songs ab, die den Originalen Tribut zollen. Es ist jetzt kein Album, bei dem mega die Weihnachtsstimmung aufkommt, man hat vielmehr das Gefühl, man hört sich eine Pop-Platte an, die halt zufällig die Themen Weihnachten und Neujahr aufgreift. Ich finde das sehr schön, denn in meiner Kollektion an Weihnachts-CDs habe ich schon sehr viele Alben, die festlich klingen. Wenn man dazwischen jetzt "A Pentatonix Christmas" sieht, dann hat man eine guten Abwechslung und ist nicht nach zwei Wochen total genervt vom Weihnachtssound. Besonders gut gefallen mir "White Christmas", "Up on The Housetop", "Coventry Carol", "Coldest Winter" und natürlich, wie soll es anders sein, "Hallelujah". Wer also Lust hat auf moderne Sounds gepaart mit klassischen Songs, der macht mit diesem Album wirklich überhaupt nichts falsch, weshalb es von mir auch die volle Punktzahl erhält (:



Bis zum 11.12.2016 könnt ihr übrigens noch bei meinem Gewinnspiel mitmachen - zu gewinnen gibt es die Weihnachtsalben "Christmas, With Love" von Leona Lewis und "Wrapped in Red" von Kelly Clarkson als auch das Buch "Winterzauberküsse" von Sue Moorcroft.



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