Album-Rezension: "Glory Days" von Little Mix

Wings. DNA. Move. Little Me. Salute. Black Magic. Love Me Like You. Secret Love Song. Hair. Was haben all diese Songtitel gemeinsam? Sie alle gehörten zu den MEGA-Hits ihres Erscheinungsjahres. Und sie alle stammen von der selben Gruppe: Little Mix. Die UK-Girlband, die 2011 in der Castingshow X Factor formiert wurde, sorgen in den letzten Jahren wirklich für Furore in der Popwelt. Und das weltweit. Schließlich charten sie in so gut wie jedem Territorium, was es so gibt. Besonders erfolgreich sind sie dabei in den englischsprachigen Ländern: Amerika, Neuseeland, Australien, England, Irland oder Schottland - jeder steht auf die vier selbstbewussten Mädels. In jüngster Zeit setzten die Mädels dann auch noch einen weiteren Song auf die oben aufgeführte Liste: Die erste Single "Shout Out to My Ex" aus ihrem neuen Album "Glory Days" landete nämlich nach nur vier Tagen auf Plat 1 der Single-Charts und der dazugehörige Auftritt in der X Factor-Show ging viral.



Aufgrund dessen freute ich mich SEHR auf das nächste Album, schließlich feiere ich die Band ja bereits seit dem ersten Album. Natürlich bestellte ich mir die LP deshalb vor und sie landete am Freitag direkt in meinen CD-Player. Und was soll ich sagen? ICH. BIN. BEGEISTERT. Little Mix hat mich auch beim vierten Streich nicht im Stich gelassen und liefern ein Album, welches unterschiedlicher und besser nicht sein könnte. Das Album vereint wirklich jede Seite, die die Mädels auf ihren vorherigen CDs gezeigt haben. Einerseits gibt es da die Hits, die bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten so richtig abgehen werden und in den Charts für Jubelschreie bei den Mädels sorgen werden: "Shout Out to My Ex" hat das ja schon vorgemacht und genauso wird es bei "Touch", "You Gotta Not" oder "No More Sad Songs" laufen. Sie gehen total schnell ins Ohr, machen Spaß beim Zuhören und überzeugen alle, durch die unterschiedlichsten Sounds. Mit tollen Musikvideos sollten die Mädels damit sicher durch die Decke schießen!

Apropos Sounds: Wer die Retro-Tracks auf "Get Weird" mochte , der wird "F.U." und "Oops" lieben. Ersterer ist SEHR intelligent geschrieben, letzterer überzeugt gemeinsam mit Charlie Puth und könnte auch im Radio sehr gut funktionieren. Diese Tracks haben es mir sofort angetan und ich höre sie mir wirklich sehr, sehr gerne an und singe sie noch viel lieber mit :D Aber auch eine Referenz ans zweite Studioalbum "Salute" gibt es: Die Tracks "Down & Dirty" und "Power" haben etwas vom R&B-Sound der genannten Platte, wirken trotzdem total modern und haben irgendwie auch einen Beyoncé-Moment - sowohl von den Lyrics als auch vom prägnanten Sound. Mir gefällt das natürlich total und Little Mix steht dieser erwachsene Sound. Wer dann einen Mix haben möchte, der hört sich einfach "Private Show" oder "Nothing Else Matters" an. Hier beweisen Little Mix, dass all ihre Sounds auch zusammen harmonieren und überzeugen können.


Aber Little Mix wären ja nicht Little Mix, wenn sie nicht auch neue Dinge ausprobieren würden: "Your Love" verarbeitet beispielsweise orientalische Klänge, die nach Ägypten, der Türkei oder Pakistan klingen und damit die perfekte Single-Auswahl für den Sommer 2017 ist! "Nobody Like You" ist dagegen eine Art Ballade, die sich von allem unterscheidet, was man von Little Mix gehört hat. Die Produktion ist sehr minimalistisch und konzentriert sich vornehmlich auf die Stimmen der vier Mädels. Anfänglich mochte ich den Track nicht wirklich, doch irgendwie passt er aufs Album und zeigt einfach eine andere Seite, der man interessiert zuhört. Mittlerweile gehört auch er zu meinen Favoriten (wie eigentlich die gesamte Platte :D).

Dabei ist die Deluxe-Variante übrigens  wirklich für die Fans gedacht: Die Songs sind gut, aber hauen mich jetzt nicht um. Einzig die akustische Version von "Touch" hat mich überwältigt. Dass der Party-Song wirklich so gut rüberkommt und das, obwohl man all die Dance-Produktionseffekte weglässt, beweist, dass der Track wirklich sehr gut geschrieben wurde. Wer also wahrer Fan ist, wird sich bestimmt die Deluxe-Edition holen (zumal man ja auch noch Konzert-Mitschnitte in Videoform bekommt), alle anderen sollten bei der Standard Version bleiben, denn die überzeugt von vorne bis hinten!

"Glory Days" ist also insgesamt alles, was man als Fan wollte und noch ganz viel mehr: Die Mädels klingen erwachsen, gefühlvoll, selbstbewusst und zeigen, was sie in den letzten Jahren gelernt haben. Dabei bleibt der Spaß nicht zu kurz und dominiert die Platte, wahrscheinlich um den Titel der Platte gerecht zu werden. Mein Lieblingsalbum der Band war seit letztem Jahr eigentlich "Get Weird", doch "Glory Days" macht dem ganzen wirklich Konkurrenz. Dafür spricht, dass das neue Album etwas edgier, etwas eigensinniger und einfach besonderer als "Get Weird" ist, welches mir dann doch an manchen Stellen zu Mainstream war (obwohl ich auch genau das daran mochte). "Glory Days" klingt dafür so, als wären die Mädels völlig bei sich angekommen und zeigt, dass ihnen noch eine vielseitige und sehr erfolgreiche Zukunft vorliegt. Deshalb gibt es von mir auch volle Punktzahl und eine dringende Empfehlung für all jene, die auf gut produzierte und geschriebene Brit-Pop-Musik stehen.


P. S.: Übrigens tourt die Kombination im Mai nächsten Jahres auch durch Deutschland. Ich habe mir bereits Tickets für München gesichert! Außerdem haben die Mädels noch einen Grund mehr zur Freude: In England ist "Glory Days" ihr erstes Nr. 1-Album - wenn das mal nicht für die Qualität der Platte spricht!
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