Buch-Rezension: "Solange am Himmel Sterne stehen" von Kristin Harmel

© Blanvalet Verlag
Titel: Solange am Himmel Sterne stehen
Autor: Kristin Harmel
Verlag: Blanvalet
Seiten: 375
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3442381210
ISBN-13: 978-3442381210
Erscheinungstermin: 15. April 2013
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Kurzbeschreibung laut Amazon:
Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich - an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach... 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzereißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird - von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe...

In dieser wunderschönen Familien- und Liebesgeschichte spielt das Backen eine große Rolle. Passend dazu finden Sie 21 zusätzliche Rezepte der Autorin im exklusiv als E-Book erscheinendem "Himmlische Sterne und andere Köstlichkeiten".



Meine Meinung:
Ich hatte ja so wirklich gar keine Ahnung, auf was ich mich hier einlasse. Das Buch liegt seit Erscheinung (im Jahr 2013!) auf meinem SuB und irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt für das Buch gekommen. Ich rechnete mit einer traurigen Liebesgeschichte und ganz viel Herzschmerz. Was ich dann bekam, war allerdings viel mehr als das. Ich bekam Liebe. Und zwar in jeder Art.

Hope ist eigentlich völlig überfordert und genervt vom Leben: Ihre Bäckerei steht kurz vor der Schließung, weil sie ihre Schulden nicht mehr zahlen kann und ihre pubertierende Tochter Annie lässt sie auch nicht mehr an sich ran. Hinzu kommt die Scheidung von ihrem Mann und die an Alzheimer erkrankte Großmutter Rose. Alles scheint den Bach runter zu gehen, bis Rose sie bittet nach Paris zu fahren und ihre Vergangenheit zu recherchieren. Und es kommt Großartiges zum Vorschein.

Hope ist am Anfang des Buches wirklich eher die gelangweilte, frustrierte Bäckerin, mit der man so gar nicht warm wird. Doch während man Seite für Seite liest erkennt man, dass sie eigentlich nur Angst hat, Mut zur Liebe zu haben. Rose ist da das genaue Gegenteil: Man leidet mit der liebenswerten Großmutter mit und hat gleichzeitig Respekt vor ihrem Leben und den Entscheidungen, die sie getroffen hat. Auch die anderen Personen sind so unterschiedlich wie nur irgend möglich und entwickeln sich während der Geschichte über sich hinaus - sogar Hopes Exmann, der so gar nicht gefallen will und es dann trotzdem irgendwie tut.

Besonders toll fand ich den Wechsel der Perspektiven. Innerhalb des Buches ist man größtenteils in der Gegenwart und verfolgt Hope beim Meistern des stressigen Alltags und der Suche nach den Geheimnissen ihre Großmutter. Und wenn eine neue Erkenntnis aus der Vergangenheit ans Tageslicht kommt, werden die Gedanken von Rose beschrieben und Erinnerungen aus ihrem Leben gezeigt - all das unter dem Mantel der Alzheimer-Krankheit, was die Autorin sehr gut beschreibt. Diese Wechsel machen es umso spannender, denn man ist, wie Hope und Annie im Buch, einfach neugierig, was als nächstes herauskommt und wie all die verschiedenen Informationen letztendlich zusammenhängen. Das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wie sich diese gegenseitig beeinflussen ist einfach nur faszinierend und verdient ein großes Kompliment an die Autorin. So raffiniert beide Geschichten zu verbinden und diese über Generationen der Familien zu erzählen und zu verbinden ist einfach grandios und zeigt ihr Talent.

Mein Fazit:
Ich war wirklich hin und weg vom Buch. Ich habe gelacht, geweint, mitgefiebert, recherchiert und war dennoch immer wieder überrascht, welche Wendungen die Geschichte nimmt und wie alles zusammenhängt. Dabei wächst einem die komplette Familie von der Großmutter Rose über die Enkelin Hope, deren Tochter Annie und dem Familienfreund Gavin total ans Herz, was dazu führt, dass man sie gar nicht loslassen möchte. Mit dem Verlauf der Geschichte war ich sehr zufrieden, auch wenn nicht alles so kam wie gedacht, und kann mich auch mit dem Ende sehr gut arrangieren. Auch wenn es mir schwer fällt loszulassen. Doch eins kann ich sagen: Ich habe vieles gelernt und weiß, dass ich, solange am Himmel Sterne stehen, Roses Lehre bei mir behalten werde. Wer wissen möchte, was das für eine Lehre ist, der muss das Buch selber lesen. Von mir gibt's daher volle 5 Punkte und somit eine dringende Leseempfehlung!

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Kommentare:

  1. Hallo Benni,
    ich mochte das Buch auch sehr gerne und muss gestehen, dass mir das zweite Buch der Autorin NOCH BESSER gefallen hat.
    Falls du meine Meinung dazu mal lesen magst:

    http://www.buecherwesen.de/search?q=kristin+harmel&submit=Suche&max-results=4

    LG,
    Bücherfee

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  2. Hallo lieber Benni,
    als ich gesehen habe, dass du "Solange am Himmel Sterne stehen" gelesen hast, musste ich mir deine Rezi dazu durchlesen, die mir wirklich richtig gut gefällt.
    Das Buch liegt auch schon eine Weile auf meinem Sub, hab es mir damals zusammen mit "Über uns der Himmel" gekauft, aber irgendwie ist nie der richtige Zeitpunkt für das Buch. "Über uns der Himmel" fand ich schon wunderschön und hab soooooo bitterlich geweint bei dem Buch.
    Ich glaube, ich sollte das Buch hier auch endlich mal lesen, du hast mir richtig Lust darauf gemacht.

    Liebe Grüße
    ♥ Katha von Buecher_Bewertungen1 ♥

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    1. Hey,

      So ging's mir auch... es lag jetzt schon über drei Jahre auf meinem SuB und jetzt war dann einfach die richtige Zeit. Aber so ist es nun mal: Manche Bücher brauchen eine ganz bestimmte Zeit, wann sie gelesen werden wollen.

      Liebe Grüße,

      Benni

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