Buch-Rezension: "Krebsmeisterschaft für Anfänger" von Edward van de Vendel und Roy Looman

© Carlsen
Titel: Krebsmeisterschaft für Anfänger
Autor: Edward van de Vendel und Roy Looman
Verlag: Carlsen
Seiten: 208
Ausgabe: Gebunden
Auflage: 1
Preis: 13,99 €
ISBN-10: 3551583501
ISBN-13: 978-3551583505
Erscheinungstermin: 28. Juli 2016
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Kurzbeschreibung laut Amazon:
Max ist fünfzehn und mit seinen besten Freunden übers Wochenende auf einem Fußballcamp, als ihm ein komischer Knubbel am Schlüsselbein auffällt. Wird schon nichts sein, sagt er sich, schließlich interessiert er sich für Mädchen, erste Küsse und Fußball. Aber er hat doch ein mulmiges Gefühl. Und das trügt ihn nicht. Bei ihm wird Lymphknotenkrebs diagnostiziert und das bedeutet Chemo, Krankenhaus, Übelkeit bis zum Abwinken. Was für ein mieses, unfaires Spiel! Aber Max gibt nicht auf und er gewinnt den Kampf gegen den Krebs. Doch damit ist es noch längst nicht zu Ende.

Meine Meinung:
Das Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte.

Eigentlich habe ich persönlich ja immer Angst vor solchen Geschichten. Denn es ist wohl normal, dass man bei der Thematik sofort darüber nachdenkt, wie man selber damit umgehen oder wie man reagieren würde, wenn geliebte Menschen aus dem Umfeld eine Krebsdiagnose erhalten würden. Deshalb war ich auch von Anfang an emotional dabei und musste quasi schon ab der ersten Seite Tränen verdrücken. Und das, obwohl Max die Geschichte so lebensbejahend und hoffnungsvoll erzählt wie nur irgend möglich.

Max ist ein glücklicher Junge: Er spielt mit seinen besten Freunden im Fußballteam, geht mit ihnen abends feiern und wird von seiner Familie geliebt. Alles scheint perfekt doch dann die Diagnose: Lymphknotenkrebs. Seine Welt steht auf einmal Kopf. Chemo, Therapie, Krankenhausaufenthalte. In einer Situation, in der jeder vermeintlich aufgeben wollen würde, beißt sich Max aber durch und stellt klar: Das hier ist das härteste Spiel überhaupt. Doch er wird es gewinnen. Ganz klar.

Wie schon gesagt, ich wusste nicht, was mich da emotional erwartet. Aber als Max anfing seine Geschichte ganz in seinem Wortlaut zu erzählen und zwar so wie einen Bericht, ohne große Dramatisierungen, ohne viel Tamtam, aber dafür ganz authentisch, war ich nicht nur ergriffen, sondern besonders beeindruckt von einem 15-jährigen Jungen, der allen Gefahren trotzt und fest an sich und seinen Kampfgeist glaubt. Der Autor schafft es sich selber komplett in den Hintergrund zu drängen, sodass man das Gefühl hat, man liest aus dem Tagebuch des Protagonisten und erhält hautnah Einblicke in seine Gefühlswelt. Das holt den Leser ab und macht es möglich, gänzlich in die Gedanken von Max abzutauchen.

Mein Fazit:
Diese Geschichte ist nicht einfach eine, die man sich durchliest und die dann im Bücherregal verschwindet. Sie regt zum Nachdenken an und macht Hoffnung. Dabei verschönert sie aber nichts, sondern schildert knallhart, wie sich Betroffene fühlen und welche Schmerzen sie durchstehen müssen. Dabei ist Max die perfekte Figur, um sich mit ihr identifizieren zu können und gleichzeitig etwas von ihm zu lernen. Denn Max legt eine Positivität an den Tag, die einfach bemerkenswert ist.

Dieses Buch ist für alle Eltern, Lehrer und Erziehungsbeauftragte etwas, die mit ihren Kindern und/oder Jugendlichen die Themen Krankheit und Tod besprechen wollen. Denn es gibt einen verständlichen, emotionalen und nachvollziehbaren Einblick, ohne dabei Angst zu machen oder die Leser zu erschrecken. Im Gegenteil: Man versteht die Verzweiflung und Angst, aber durch den Mut von Max ist man mit ihm mutig - und lernt, dass man auch in der dunkelsten Stunde an sich und seinen Kampf glauben muss.

Dafür erhält "Krebsmesiterschaft für Anfänger" von mir 5/5 Punkte und eine absolute Leseempfehlung!

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Kommentare:

  1. Hey Benni
    "Krebsmeisterschaft für Anfänger" hatte ich auch schon mal ins Visier genommen, denn "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich restlos begeistert und auch "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" hat mir sehr gut gefallen. Doch die beiden Bücher habe ich vor der Erkrankung und de Tod meines Vaters gelesen. Und so habe ich ehrlich gesagt erst einmal genug vom Krebs .... aber ich werde mir den Titel merken.
    lg Favola

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    1. Hey
      Das tut mir leid mit deinem Vater :( Da kann ich es verstehen, dass du eher genug hast von der Thematik. Aber falls es dir hilft: Die Geschichte formuliert alles zwar ehrlich, aber positiv und lebensbejahend.
      Alles Gute für dich!

      Liebe Grüße,
      Benni

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