Buch-Rezension: "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel

© Carlsen
Titel: Die Mitte der Welt
Autor: Andreas Steinhöfel
Verlag: Carlsen
Seiten: 480
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage:
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3551353159
ISBN-13: 978-3551353153
Erscheinungstermin: 23. Februar 2004
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Klappentext laut Amazon:
Der siebzehnjährige Phil ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart. Da ist zum Beispiel seine Mutter Glass mit ihren ständig wechselnden Liebhabern. Oder seine Zwillingsschwester Dianne, schroff und eigenwillig, mit Geheimnissen, die sie längt nicht mehr mit Phil teil. Oder Annie, die verrückte Alte mit den roten Schuhen, die sich ausschließlich von Kirschlikör zu ernähren scheint und Nicholas, der Unerreichbare, in den sich Phil unsterblich verliebt hat. Phil sehnt sich nach Orientierung und Perspektiven. Und vor allem danach, mehr über sich selbst zu erfahren...

Meine Meinung:
Ich habe das Buch 2012 geschenkt bekommen und wusste nicht, auf was ich mich einstellen sollte. Ich hatte nie davon gehört, doch meine Freundin vergewisserte mir, dass es mich verändern wird. Los ging es also mit der Geschichte rund um Phil und seiner schrägen Familie. Doch nicht nur das: Los geht es auch mit der Suche nach sich selbst und Antworten auf so viele unterschiedliche Fragen.

Dabei dreht sich die Geschichte zwar im Zentrum um Phil, doch trotzdem erfährt man einiges über dessen Mutter und ihren Affären und über seine Zwillingsschwester, die sich so sehr von Phil unterscheidet wie nur irgend möglich. Phil entwickelt sich während des Buches zu einem jungen Mann, der lernen muss für seine Meinung einzustehen und auf sich selbst zu hören. Dabei erleben wir Höhen und Tiefen, sei es in der Familie, in der Schule oder in der Liebe.

Jede Figur hat eine Facette, die man liebenswert findet: Phil und seine Gutmütigkeit; Dianne, mit ihrer schroffen und doch liebenden Art; Glass mit ihrer unendlichen Liebe und Nicholas mit seinem gnadenlosen Charme. Nur mit Annie will man nicht so richtig warm werden - doch genau das machen die Handlungen mit ihr so spannend.

Mein Fazit:
Für mich ist das Buch eine wahre Erfahrung. Es ist nicht einfach irgendeine Geschichte, die man runterlesen kann und dann in sein Regal stellt. Nein, der Roman schafft es vielmehr zum Nachdenken anzuregen und sich mit den verschiedensten Themen zu beschäftigen. Dazu gehört vor allen Dingen auch die Homosexualität, die Phil beschäftigt und mit der er irgendwie umzugehen lernen muss. Dies geschieht eigentlich ab Anfang des Buches, auch wenn es manchmal präsenter und manchmal auch subtiler von statten geht. Doch nicht nur über die Sexualität wird geschrieben. Es geht vielmehr um das Finden seiner Person, seines Charakters. Um die unendliche Suche nach sich selbst, die besonders im Jugendalter schwerer ist als zu sonst einem Zeitpunkt im Leben.

Viele sagen, dass die Geschichte erst richtig anfängt wenn das Buch endet. Dem stimme ich zu. Aber es geht einfach nicht um große Abenteuer, um die großen Situationen oder um große Veränderungen. Es geht um den Weg dahin. Um die Suche nach sich selbst, die stattfinden muss, um sein Leben in eine Richtung auszurichten.

Die Geschichte ist für mich wirklich ein Must-Read, wenn man jugendlich ist und gerade in einer schwierigen Zeit steckt. Aber auch für Erwachsene kann das Buch Türen öffnen. Denn ist man nicht ständig irgendwie auf der Suche nach sich selbst? Mir hat es geholfen, weshalb ich es gerne als mein Lieblingsbuch bezeichne und weshalb es dann auch natürlich 5 Punkte gibt.

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