LIVE-Album-Rezension: "Superwoman" von Rebecca Ferguson

Herzlich Willkommen zur vierten LIVE-Album-Rezension in diesem Monat <3
Heute soll es um "Superwoman" von der UK-Sängerin Rebecca Ferguson gehen. Diese begeisterte mich mit ihrem letzten Album "Freedom" total und begleitet mich damit sogar heute noch. Das Album vereint Rebeccas großartige Stimme mit modernen und auch klassischen Sounds, was für mich die perfekte Kombination darstellt. Es hätten durchaus noch mehr Singles aus dieser LP sein dürfen, doch Rebecca entscheid sich um und nahm ein Billie Holiday-Tribute-Album auf, was in England eine Top10-Platzierung erreichte. Seitdem wurde es ruhig um die Sängerin mit der einzigartigen Stimme, doch das ist seit wenigen Wochen anders: Rebecca veröffentlichte die Single "Bones", schlug kräftig auf die Werbetrommel und hielt mehrer Facebook Livestreams ab, um das dazugehörige Album zu promoten.



Nun ist es so weit und Rebecca präsentiert uns ihr nunmehr 4. Studioalbum. Ob es an "Freedom" anknüpfen kann und mich mindestens genauso umhaut? Das gilt es nun herauszufinden. Mir gefällt an ihrem Sound besonders, dass sie so eine klassische und dennoch moderne Stimmfarbe hat, die ich unter 1000 wiedererkennen würde. Außerdem höre ich hier besonders auf die Geschichten und bin WAHNSINNIG gespannt auf das Songwriting.

Es ist 9 Uhr und damit heißt es: Let's LISTEN to #SUPERWOMAN by Rebecca Ferguson!


01. "Bones"
Diesen Track kennen alle Fans bereits, war er doch die erste Single aus der LP. Diese finde ich wundervoll geschrieben und erzählt eine sehr emotionale Geschichte des Vertrauens, die durch die grandiose Stimme von Rebecca nur noch besser wird. "Bones" war für mich ein Song, in dem ich mich gleich wohl gefühlt habe und den ich deshalb mehrmals pro Tag anhöre. Er versprüht etwas selbstbewusstes, dennoch verletzliches und ist damit der perfekte Soundtrack für den Herbst. Nach ihrem Album "Freedom", welches einer meiner Lieblingsalben EVER ist, hatte ich wirklich Bedenken, ob mich die Sängerin mit neuem Sound abholen kann, doch das hat sie mit dieser Single geschafft!

02. "Mistress"
Es wird zu den 50-Sounds zurück gegriffen, die wir bereits seit dem ersten Studioalbum kennen und lieben! "Mistress" macht dabei als Uptempo-Nummer definitiv Spaß und lädt nur so zum Mitschnippen ein :D Inhaltlich geht es darum, dass sich Rebecca von keinem Mann vorschreiben lässt, was sie sein soll. Vor allem nicht, dass sie ihn zu lieben hat. Selbstbewusst und selbstsicher, verpackt in sehr gutem Sound gehört er jetzt schon zu meinen Favoriten <3

03. "Hold Me"
Es wird akustisch, mit Gitarren und einigen Klavierelementen. Zum Refrain kommt ein männlicher Chor im Hintergrund hinzu. Dieser Song geht unter die Haut und wird live bestimmt einschlagen wie eine BOMBE. Rebecca singt, dass sie immer dachte, sie könnte alles alleine schaffen, bevor sie ihn kennenlernte und darum bat, sie zu halten. Doch dabei wirkt sie nicht schwach oder verunsichert, sondern dennoch selbstbewusst. Selbstbewusst genug, um auch nach Hilfe fragen zu können. Sie spielt sogar auf ihren Song "Fake Smile" aus "Freedom" an - das wird Fans sicherlich freuen. Dabei erhalten wir hier Akustik gepaart mit Gospel-Elementen, die wunderbar harmonieren. Großartiger Track!

04. "Superwoman"
Ganz anderer Sound, E-Gitarren eröffnen den Song und Rebecca besingt, dass sie nie behauptet hätte, sie sei Superwoman... sie würde mit ihrem Leben klar kommen und das sei schon genug. Hier hat man das Gefühl, dass Rebecca alles was sie singt, auch wirklich so meint und das kommt total gut rüber. Vielleicht ist das kein Chart-Sound, der durch die Decke gehen wird, aber dafür ist es ehrlich und direkt. Authentisch. Ich genieße es total und fühle mich abgeholt, hinzu kommt die wirklich außergewöhnliche Stimme der Liverpoolerin.

05. "Stars"
Es wird wieder 50s-like. Man wippt mit, genießt den leichten Sound und hört Rebecca einfach nur zu. Auch hier wieder: Kein Hit, aber wenn man die Stimme der Sängerin mag, genießt man es einfach nur, ihr zuzuhören. Dabei stimmt jedes Detail: In der Bridge werden Sounds erzeugt, die sofort an Sterne erinnern und der Refrain arbeitet perfekt mit Chor-Gesängen, Instrumentalisierung und Rebeccas Stimme. Diese Art von Songwriting ist man von der Sängerin gewohnt, da wirklich jeder Titel Qualität aufweist.

06. "The Way You're Looking at Her"
Klassisch, schlicht und sehr elegant: "The Way You're Looking at Her" erzählt die Geschichte einer Dreiecks-Situation. Rebecca wünscht sich dabei, dass sie der Mann genauso ansieht, wie er eine andere Frau ansieht. Welche Rolle sie genau einnimmt, wird nicht ganz klar, von der Freundin über die Geliebte oder einfach nur Freundin, die sich in einen vergebenen Mann verliebt hat, könnte es alles sein. Traurig und sehr, sehr tiefgründig. Begleitet wird das ganze von einer Band, die das alles sehr klassisch Oldschool wirken lässt, weshalb der Track auch überzeugen kann. Ein solcher Sound passt einfach zur Sängerin. Voll und ganz. Dieser Song gehört deshalb mit Sicherheit zu meinen Lieblingen auf der Platte.

07. "Pray for It"
Okay, sowas hatte ich jetzt nicht erwartet. "Pray for It" ist sehr dunkel, ein wenig elektronisch und fällt ein wenig aus dem bisherigen Rahmen. Dennoch zieht er irgendwie in seinen Bann, was sehr beeindruckend ist. Trauriger Text und eine sehr intime Atmosphäre. Definitiv kein Song, der beim ersten Hören reingeht, der aber dennoch überzeugt. Faszinierend und sehr vielversprechend. Hier muss ich später gleich nochmal reinhören.

08. "Oceans"
Wieder ein Songwriting, welches sich von allem unterscheidet, was man von Rebecca bisher so kennt. In den Strophen ist es eher ruhiger, damit die Sängerin ihre Geschichte erzählen kann, während der Refrain explodiert und man das Meer ("Oceans") so richtig hören kann. "Our love goes deeper than oceans". Sehr kraftvoller Satz, der musikalisch ganz wunderbar umgesetzt wird. Toll, dass man sich dazu entschieden hat, auch neue Sounds auszuprobieren und sich nicht nur an altbewährtes hält.

09. "Don't Want You Back"
Nach den ganzen schweren, tiefgründigen und emotionalen Geschichten, folgt jetzt ein Track, der richtig Spaß macht und wieder am 50s-Sound anknüpft, den man sich sehr gut auch im Radio vorstellen kann. Wenn ich einen Single-Kandidaten benennen müsste, wäre dieser Track wohl ganz oben auf meiner Liste. Eingängig, Retro und sehr bildhaft könnte man daraus ein tolles Video basteln. Eine Möglichkeit also?

10. "Without a Woman"
Auch hier bleiben wir in dem oben beschriebenen Sound. Dabei ist der Track etwas schwächer als die bisherigen Songs, was aber nicht heißt, dass er gänzlich schlecht ist. Im Gegenteil: Er passt zur LP dazu und ich kann mir vorstellen, dass man diesen Song live abfeiern wird, weil er einen so mitziehenden Refrain hat. Und weil Rebecca einfach jedem Song etwas ganz tolles einflößen kann. Da bin ich mir mittlerweile zu 100 % sicher.

11. "Waiting for Me"
Langsamer, aber dafür sehr viel expressiver folgt nun "Waiting for Me". Dieser wird durchzogen von Trommelschlägen, Backing-Vocals und Geigensounds (besonders stark in den Strophen). Dabei gefällt mir aber besonders der Refrain, der etwas sehr eingängiges hat. Inhaltlich beschreibt Rebecca, dass etwas Großes auf sie wartet, welches sie zu sich selbst bringt. Mir gefällt der Song total gut, aufgrund seiner Geschichte, aber auch seines Sounds. Neu, frisch und etwas anders als alle anderen Songs. So muss es sein.

12. "I'll Meet You There"
Zum Schluss wird's noch einmal emotional, langsam mit ganz viel Gänsehaut oben drauf. Wenn das mal kein Kracher ist. Das ist das erste (und einzige) Mal auf diesem Album, dass ich sage: DAS HIER IST EIN HIT! Diese Ballade könnte in den Charts ganz nach oben schießen. Mega gute Produktion und stimmlich wackelt natürlich auch nichts. Ich bin wirklich sprachlos. Ein sehr guter Abschluss eines tollen, vielseitigen Albums!


Fazit:
Und zack ist es schon wieder vorbei. "Superwoman" vereint alle Sounds, die man von Rebecca Ferguson bereits kennt und bringt eine ganze Menge neue Ansätze mit, die einen neugierig auf die Zukunft der Sängerin machen. Was ich an Rebecca Ferguson so mag, ist, dass man sich ihre Alben wirklich von vorne bis hinten durchhören kann, ohne einen Track überspringen zu müssen oder sich zu wünschen, ein Song wäre kürzer. Ihre Stimme trägt die Atmosphäre, die sie schafft  und anders als viele Radio-Songs, erkennt man bei ihren Titeln die Authentizität und Persönlichkeit. Dabei erzählt Rebecca immer eine Geschichte, diesmal rund um eine selbstbewusste Frau, die sich zu helfen weiß und die mit den Herausforderungen im Leben umgehen kann - SUPERWOMAN eben.
Besonders gut gefallen mir "Bones", "Mistress", "Hold Me", "The Way You're Looking at Her" und "I'll Meet You There", da sie alle unterschiedlich sind und dennoch auf ihre ganz eigene Weise überraschen. Einzigartiges Songwriting gepaart mit Rebeccas Stimme, das ist es, was man als Fan bei ihr schätzt.
Einziger "Kritikpunkt": Es gibt weniger Hits als beim Vorgänger. Beim letzten Album hatte man das Gefühl, dass der Schmerz und die daraus gelernten Dinge direkt aus den Songs herausspringen und sie deshalb alle locker in den Charts landen könnten. Gleichzeitig hatte "Freedom" auch eine ziemlich große Hitdichte, was die Produktion und den Sound angeht. Bei "Superwoman" ist das anders: Hier verzichtet man etwas auf den Mainstream-Sound und setzt eher auf sehr erwachsene und reife Sounds, deren Ziel es ist, authentisch zu wirken und den Zuhörer auf eine Reise mitzunehmen. Deshalb hört man auch nicht ganz so viele Hits heraus, was natürlich einerseits schade ist, andererseits macht es das Album dann schon wieder aus. Deshalb kann ich mich damit sehr gut arrangieren.

Was heißt das also? Es heißt, dass alle, die Rebecca Ferguson bis jetzt noch nicht kennen oder nur einzelne Songs im Kopf haben, unbedingt mal reinhören sollten. Vielleicht erstmal in "Freedom" und dann in "Superwoman". Wer dann nicht begeistert ist, dem ist nicht zu helfen. Für das neue Album gebe ich 4/5 Punkten und freue mich, es in meiner Sammlung stehen zu haben (:

___________________________________
Auf listen by Lenny präsentiere ich euch alles, was mich bewegt, mich interessiert und beschäftigt. Ich teile mit euch all meine Vorlieben - sei es Musik, Bücher oder andere Bereiche des Lifestyles. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein "Gefällt mir" auf Facebook da lasstmir auf Instagram folgtmich auf Google+ hinzufügt und meinem Blog folgt (:

Hier geht's zu aktuellen Beiträgen:




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen