Buch-Rezension: "Hell-Go-Land" von Tim Erzberg

© Harper Collins
Germany
Titel: Hell-Go-Land
Autor: Tim Erzberg
Verlag: Harper Collins Germany
Seiten: 400
Ausgabe: Taschenbuch
Auflage: 1
Preis: 16,00 €
ISBN-10: 395967046X
ISBN-13: 978-3959670463
Erscheinungstermin: 22. August 2016
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon.de




Klappentext laut Amazon:
Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

Meine Meinung:
Ich habe Thriller erst mit 23 Jahren für mich entdeckt. Das liegt nicht daran, dass mich das Genre vorher nicht interessierte, sondern an der Tatsache, dass ich in der Vergangenheit wohl eher zweitklassige Thriller zum Lesen hatte. Doch nachdem ich auf YouTube das Buch bei Andrea Koßmann entdeckte, war ich sofort interessiert. Ich las mir den Klappentext durch und zwei Tage später kam das Buch per Post zu mir ins Haus. Sofort begann ich zu lesen und konnte es innerhalb der vier Tage wirklich kaum aus den Händen legen.

Die Geschichte ist ja schon an sich spannend: Anna kommt gerade nach Helgoland zurück, der Ort, an dem sie die schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens gemacht hat. Plötzlich erwartet sie ein Paket mit grausamen Inhalt und die Suche nach dem Täter beginnt. Dabei ist sie auf der Insel auf sich gestellt, lediglich ihre zwei Polizeikollegen können ihr helfen. Wer jetzt schon denkt, dass dies an Spannung nicht mehr überboten werden kann, hat weit gefehlt. Denn nicht nur der Täter ist unbekannt - auch das Opfer kann nicht identifiziert werden.
Zwischendurch erhalten wir dann immer wieder Einblicke in die Vergangenheit von Anna, die anscheinend irgendetwas mit dem aktuellen Fall zu tun hat. Außerdem verfolgen wir auch das Treiben von Katharina Loos, die auf der Insel feststeckt und bei ihrem Arbeitgeber, bei dem sie als Putzfrau angestellt ist, unterkommt. Wie und ob die beiden Geschichten zusammenhängen, muss jeder selbst herausfinden. Doch so viel sei gesagt: Das Finale lohnt sich und ließ mich beeindruckt und atemlos zurück.

Die Entwicklung der Figuren hat mir dabei insgesamt wirklich sehr gut gefallen, auch wenn sich meine Sympathien während des Lesens verschoben haben. Konnte ich mich anfänglich noch total mit Katharina Loos identifizieren, ließ dieses Gefühl immer mehr nach, aufgrund der Entscheidungen, die die Figur getroffen hat. Diese waren meiner Meinung nach nicht verständlich und schon gar nicht logisch. Gegen Ende wurde das Bild etwas besser, trotzdem machte sie für mich eine Negativentwicklung durch. Ganz anders bei Anna Loos. Man hat das Gefühl jeden Gedanken ihrer Figur nachempfinden zu können, leidet mit ihr, wenn sie mal wieder einen Migräne-Anfall erleidet und fragt sich ständig mit ihr, welchen Hinweiß man jetzt übersehen haben könnte. Auch wenn Anna keine übermäßig emotionale Frau ist, leidet man doch mit ihr mit und fühlt sich mit ihr wohl.

Neben der Geschichte konnte mich aber vor allen Dingen der Schreibstil überzeugen. Denn das Buch konnte man wirklich einfach "runterlesen", wie man so schön sagt. Es las sich sehr flüssig, die Sätze waren nicht zu lang und nicht zu kurz und die Wortwahl war passend. Die Kapitel, die in Tage unterteilt sind, waren zwar etwas länger, dafür gab es viele Unterkapitel und Perspektivenwechsel. Ganz großartig sind die Zeitsprünge, die der Autor macht. Denn in den spannendsten Momenten der aktuellen Recherche, kommt plötzlich eine Geschichte aus der Vergangenheit, die für die aktuelle Story relevant ist. Ohne Vorwarnung, ohne Absatz. Von einem Satz zum anderen springt man mal plötzlich acht Jahre zurück und erschreckt jedes Mal wieder. Großartig und sehr spannend!

Mein Fazit:
Ich war dem Buch ab Seite 1 wirklich verfallen. Die Geschichte wird aus vornehmlich zwei Perspektiven wahrgenommen, zusätzlich erhält man Einblicke in die Vergangenheit, die die Gegenwart ja wiederum beeinflusst. Gleichzeitig hat man wirklich über den größten Teil des Buches keine Ahnung, wer der Täter bzw. das Opfer ist. Ich hatte zwar drei Theorien, wovon eine tatsächlich aufging, allerdings nicht, weil der Autor irgendetwas verraten hatte, sondern, weil ich ab einem bestimmten Zeitpunkt keiner Figur, bis auf den beiden Protagonisten, traute. Wer also auf großartige Thriller steht, die nicht ganz so blutig sind, der ist hier genau richtig. Elf Tage als Polizistin. Wer danach noch ernsthaft den Beruf ergreifen will, der hat meinen Respekt verdient!

Das Buch erhält von mir 4,5 Punkte. Einen halben Punkt ziehe ich ab, weil ich mich mit manchen Handlungen der Figuren einfach so gar nicht einverstanden erklären kann. Doch sonst habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und lese kommende Thriller des Autoren gerne wieder (:

Wer an meinen Gedanken während des Lesens von "Hell-Go-Land" interessiert ist, kann HIER klicken - da kommt ihr zu meinen Leseeindrücken.

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