Eurovision Song Contest 2016: Ein Fazit


Jetzt ist er schon wieder vorbei, der Eurovision Song Contest 2016. Ein ganzes Jahr liegt zurück, seitdem in Wien das Jubiläumsjahr gefeiert wurde, indem Deutschland als Letzter mit 0 Punkten abschnitt. Ein Jahr voller Vorfreude, Nervosität, Ungewissheit und Aufregung, was uns in Schweden alles erwarten würde. Und ganz viel ist passiert: ein neues Voting-System, ein Vorjahressieger als Moderator, Eurovision-Pre-Partys in ganz Europa, eine Direktnominierung, die dann nach zwei Tagen zurückgezogen wurde und ein Castingsternchen, dass für kurze Zeit Lena-Vibes in Deutschland auslöste. Und auch auf meinem Blog war davon was zu sehen. Ich verfolgte die wilden Gerüchte rund um den deutschen Vorentscheid mit großer Spannung, erstellte Vorberichtserstattungen zum deutschen Vorentscheid und seinen tatsächlichen Kandidaten und lieferte auch Einschätzungen, Favoriten und Rankings zum eigentlich Event des 61. Eurovision Song Contest - das alles nimmt nun mit diesem Beitrag ein Ende, denn das Event ist vorbei und ein jeder ESC-Fan ist nun in den sehr komischen Phase der Umorientierung von einem ESC zu einem anderen.


1. Die Show
Doch bevor die Gerüchteküchen zum deutschen Vorentscheid und dem 62. Eurovision Song Contest losgehen, kommen wir doch erstmal zur vorherigen Ausgabe: ich muss sagen, dass die Show die wohl beste war, die ich seit langen gesehen habe. Einzig 2011 war ich so begeistert von der Show, wohl lediglich, weil sie in Deutschland stattfand. Danach fand ich den ESC jetzt nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Dieses Mal war das anders. Sowohl die Moderation, die Bühne, die Produktion, das Design, die Präsentationen als auch das neue Voting-System nahm ich durchweg positiv war. Mans und Petra führten locker leicht durch den Abend, sangen, tanzten und erzählten großartige Witze und nahmen trotzdem ihren Job ernst - viel besser als in Wien, wo alles doch etwas steif rüber kam. Und an dieser Stelle sei noch einmal gesagt, dass die Bühne wirklich grandios war. Sie bot für alle Acts eine gute Präsentationsfläche und sah ganz oft total anders aus als im vorherigen Auftritt. Gleichzeitig war ich wirklich positiv überrascht von der neuen Abstimmungsmethode. Die Unterscheidung zwischen Jury- und Televoting war wirklich super, so konnte man erkennen, wie das Ergebnis zustande kam und hatte gleichzeitig einen RIEßIGEN Spannungsbogen - ich meine, ich habe wirklich mitgefiebert, ob nun Russland genug Punkte bekommt, um die Ukraine noch zu überholen. Ihr nicht?


Und apropos Ukraine: ich habe mich für das Land und besonders für Jamala wirklich gefreut. Ja, der Song ist politisch. Ja, es gäbe bestimmt sicherere Ausrichtungsorte als die Ukraine. Und ja, es gibt viel Diskussion, inwiefern der ESC politisch sein darf oder nicht und ob der Sieg der Ukraine nun zum Weltfrieden beiträgt oder eben nicht. Oft wird gesagt, dass Jamala nur deshalb gewonnen hätte, weil man ein Signal an Russland schicken wollte. Doch das kann ich nur verneinen. Jamala hat gewonnen, weil sie die Zuschauer an dem Abend berührt hat. "1944" überzeugte durch seine Geschichte, durch die Präsentation und nicht zuletzt durch Jamals unglaublichen Gesang. Dieses Paket kam nunmal sowohl bei Jurys als auch bei den Televotern an. Bei mir im Freundeskreis löste der Song zunächst sehr zwigespaltene Meinungen aus, viele fanden die orientalischen Klänge total Fehl am Platz, andere mochten die emotionale Performance der Ukrainerin. Doch an dem Finalabend vor einer Woche war wirklich restlos jeder begeistert, auch die, die den Song eigentlich nicht leiden konnten. Eben weil, Jamala den Track so überzeugend, so emotional und so bewegend vortrug. Deshalb war der Sieg vielleicht auch ein politisches Zeichen, dennoch überzeugte Jamala auch musikalisch einfach voll und ganz. Genauso wie Conchita Wurst, die natürlich ein politisches Zeichen setzte, die allerdings auch und vor allem musikalisch überzeugte. Diese Kombination macht es. Nicht nur eine Seite davon.

02. Der deutsche Act
Doch nicht nur der Gewinner war großartig: viele Lieder konnten mich in diesem Jahr überzeugen: Frankreich, Bulgarien, Kroatien, Dänemark, Österreich und eben besonders die Gewinnerin konnten ich wirklich TOTAl überzeugen und laufen bestimmt auch noch in einigen Monaten ab und zu auf dem Weg in die Arbeit, die Universität oder auf Reisen auf meinem MP3-Player. Eben, weil sie so gut sind und sie mich so begeistern konnten. Doch nicht nur die fremden Beiträge waren für mich ein Ohrenschmaus, auch der deutsche Song von Jamie-Lee, "Ghost", hat es mir angetan und ist für mich der beste ESC-Beitrag seit Jahren. Und dennoch...


schaffte der Track keinen besseren Platz als den letzten. Bitter. Und sehr traurig. Besonders für unser Talent Jamie-Lee, die sich wirklich nichts vorzuwerfen hat. Aufmachung, Performance, Bühnenbild, Gesang - all das hat gestimmt, kam aber in Europa einfach nicht an. Deutschland liebte und liebt "Ghost", Europa eben weniger. Eine große Analyse bedarf es hier nicht. Der deutsche Beitrag traf 2016 einfach nicht den Zahn der Zeit. Nicht, weil er schlecht performt wurde oder man sich führ ihn schämen müsste. Nein, ganz im Gegenteil. Er passte hatl einfach nicht. Oder war zu eigen. Völlig egal, er konnte jedenfalls nicht das liefern, was Europa hören wollte. Das ist Analyse genug. Jamie-Lee braucht sich dafür aber nicht zu schämen. Sie hat in einem Jahr das erlebt, was andere in ihrem ganzen Leben nicht erleben: eine unglaubliche Resonanz nach ihren TVOG-Auftritten, eine Top20-Single und ein Top20-Album und einen wahnsinning guten Auftritt auf Europaebene. Welche 18-Jährige kann das schon von sich behaupten? Für Jamie-Lee wird es weitergehen: die Sängerin geht im Oktober auf Tour, arbeitet dann an einem zweiten Album, bringt vorher eventuell noch eine Single heraus (bitte, bitte "Wild One" oder "Remember the Rain" :D) oder macht ihr Abitur - in jedem Fall wird sie ihren Weg gehen und braucht sich keine Vorwürfe machen.

03. Konsequenzen für Deutschland & den ESC 2017
Doch was für Konsequenzen muss der NDR bzw. die ARD für die nächste ESC-Saison ziehen? Denn seien wir ehrlich: wir Deutschen haben in den letzten vier Jahren nicht gerade tolle Leistungen beim Wettbewerb erbracht. Das beste Ergebnis ist der 18. Platz von Elaiza 2014, davor belegte Cascada einen niederschmetternden Platz 21 und in den letzten beiden Jahrgängen belegten wir dann sogar den letzten Platz. Irgendwas scheint der verantwortliche Sender falsch zu machen. Und zwar ganz gehörig falsch zu machen. Was muss geschehen, um diesem Negativ-Trend zu entkommen? Denn eins ist klar: die Acts trifft nicht die Schuld. Sowohl Ann-Sophie als auch Jamie-Lee präsentierten einen aktuellen, modernen und sehr gut vorgetragenen Song, der richtig auf die Bühne gebracht wurde. Besonders Jamie-Lee konnte mit einem Gesamtpaket nach Stockholm reisen und sich auf gute Visuals verlassen. An was liegt es also?

Die einfachste Antwort: es kann nur an den Songs gelegen haben. Sieht man sich die Top10 der letzten Jahre an, dann waren dort immer nur Songs vertreten, die im Ohr hängen blieben, die etwas einzigartiges hatten oder eben sofort zum Mitsingen animierten. Und genau das, war einfach in den letzten Jahren nicht der Fall. Vielleicht ausgenommen 2014, da landeten Elaiza mit "Is It Right" einen wahren Radiohit. Dass der dann beim ESC so schlecht abschnitt, war der harten Konkurrenz zu verdanken. Trotzdem erhielt er immerhin Punkte, da er im Ohr blieb. Ebenso Lenas Siegertitel "Satellite", "Euphoria" von Loreen, "Only Teardrops" von Emmelie de Forest oder "Heroes" von Mans Zermerlöw. Alles Songs, die hängen bleiben, die ab dem ersten Hören irgendwie bekannt sind. Und natürlich stimmte dann nicht nur der Song, sondern auch die dazugehörige Performance. Entweder sehr visuell (beide Schweden oder auch Dänemark) oder total schlicht. Aber wichtig war dern Song. Der musste gut sein, im Ohr bleiben und im Radio laufen können. Ausnahme waren hier Conchita 2014 und die diesjährige Gewinnerin. Doch eigentlich stimmt das gar nicht. Auch sie hatten/haben einen Song, der hängen bleibt, der ins Ohr geht und begeistert. Diese haben aber vielleicht nicht aufgrund eines Hitsongs gewonnen, sondern weil sie eben doch einen politischen Kern haben, der eine Message für die Zuhörer bereit hält. Doch auf solche Songs kann man nicht bauen, sie kommen einmal alle paar Jahre vor und treffen dann eben ein gesellschaftlich relevantes Thema. Sowas kann man nicht erzwingen. Sowas muss von selbst entstehen.

04. Mögliches Vorentscheidungskonzept 2017
Deshalb sollte man sich darauf konzentrieren, einen Vorentscheid auf die Beine zu stellen, der Songs präsentiert, die sofort hängen bleiben und die qualitativ hochwertig sind. Deren Instant Appeal von Anfang an hoch sind und die Inszenierungsmöglichkeiten für die große Bühne bieten - je nachdem, was sie eben hergeben. Das kann die Arbeit mit vielen Effekten, Licht und Nebel sein, aber eben auch eine ganz zurückgenommene Sache, mit ein paar Lichtern und schönen Kamerfahrten. Total abhängig vom Song. Solche Songs zu finden, ist natürlich schwer, schließlich kann man Erfolge schlecht herbeizwingen, trotzdem hört man relativ schnell heraus, welche Songs Potenzial haben oder eben nicht. Wenn es richtig läuft, ist man sofort begeistert und hat ihn den ganzen Tag im Kopf.


Wie soll also ein solcher Vorentscheid für 2017 aussehen? Ich würde mir eine Show wünschen, die 10-12 Songs präsentiert, die vorher von einer Jury ausgewählt worden sind. Gerne mit einem Federführer, der ganz genau weiß, was für eine Art Song er sucht. Ähnlich wie Stefan Raab das 2010-2012 gemacht hat. Er wusste, was man zur Zeit hören möchte und traf damit den Nerv der Zeit. So sehr, dass es für den Sieg reichte. Einen solchen Federführer gilt es zu finden. Das kann ein Produzent, ein Musikexperte oder ein professioneller Musikjournalist sein. Oder eben ein Entertainer wie Stefan es war. Solche Federführer sind wichtig, da sie eine Vision haben, eine klare Vorstellung davon, was erfolgreich ist und was nicht. Bisher fehlt genau dieser Ansatz. Die Verantwortlichen betonen immer, dass sie nach Qualität suchen, so richtig stimmen tut das aber nicht. Sie haben 2016 z. B. auf Unterschiedlichkeit zwischen den Acts geachtet, nicht auf deren mögliche Chancen in Stockholm. Außerdem haben sie immer wieder gesagt, dass sie auf die Plattenlabels angewiesen sind, denn das was ihnen halt nunmal in den Kram passt, muss eben genommen werden. Und genau DAS ist die Schwierigkeit bzw. das Problem. Man kann nicht einfach Kandidaten nominieren, weil sie "gerade halt ein Album veröffentlichen". Schön und gut, aber man tut sich eben keinen Gefallen, wenn sie zwar gerade ein Album haben, welches sie promoten könnten, dass allerdings einfach nicht ankommt. Dann lieber ablehnen und andere Möglichkeiten heranziehen.

05. Wünsche für die Vorentscheidung:
Und hier kommen wir schon zu meinem nächsten Wunsch: ich finde, der NDR sollte einen Aufruf starten. Jeder Sänger, jede Sängerin und jede Band sollte eine Möglichkeit haben, ihren Song zum Fernsehsender zu schicken. Völlig egal, ob sie bereits unter Vertrag bei einem Label ist oder nicht. Außerdem sollte der Sender selber nach möglichen Produzenten, Songwritern und Künstlern suchen, die sie geeignet halten, um Deutschland beim ESC zu vertreten. Und zusätzlich zu diesem Optionen, können dann die Plattenfirmen mögliche Kandidaten vorschlagen, die eben "gerade ein Album fertig produziert haben". Solch eine Mischung und Bandbreite muss her. Denn dann kommen sowohl Indie-Acts, Mega-Hits und Chart-Musik zusammen. Unter denen kann man dann auswählen und eine Bandbreite bieten. Übrigens würde ich dabei vermehrt auf relative Nonames setzen - da entsteht dann kein Druck, man hat viel Spielraum und kann ein frisches Gesicht zum ESC schicken - Lena, hallo!

Außerdem würde ich mir doch wünschen, dass man den Vorentscheid etwas anders promotet: so sollten die Acts nacheinander mit einer Woche Abstand bekannt gegeben werden. Jeder Act wird dabei mit seinem Song präsentiert, dieser geht auf Radio-Tour, besucht Morgenmagazine und hat Auftritte, bei dem das Stück präsentiert wird. Gleichzeitig könnte man auf der offiziellen deutschen Eurovision-Website Livestreams veranstalten, den Kandidaten interviewen und über die Entstehungsgeschichte des Songs informieren. So hätte man ein rundes Bild und man könnte richtig mitfiebern, welche Acts nun noch dazukommen. Eine Werbeplattform würde entstehen und man würde immer mehr Fans gewinnen, die mit Spannung die News verfolgen. Gleichzeitig könnte man hier auch uns Blogs mitheranziehen, schließlich leisten wir ja auch Arbeit. Ich würde mich freuen :D

Sonst sollten einige gute Ideen von 2016 übernommen werden: die Zusammenarbeit mit den Kunsthochschulen sollte beispielsweise beibehalten werden. Man kann wirklich viel kritisieren, aber die Inszenierungen waren im Vorentscheid 2016 wirklich toll! Nicht nur die von Jamie-Lee :D Auch gut: nur wenige Zwischenacts und die Vorstellungsvideos am Anfang. Das war authentisch und rund!
Was man allerdings dazunehmen sollte: Jurys. Ja, richtig gehört. Diese sind nunmal seit einigen Jahren ein Bestandteil vom ESC, warum also dann nicht auch beim Vorentscheid? Am besten fände ich es, wenn diese zu 50 % mitentscheiden, welche drei Acts ins Superfinale einziehen dürfen. Die endgültige Entscheidung, soll dann wieder zu 100 % vom TV-Publikum getroffen werden. So hat die Jury zwar "Macht", kann aber keine Entscheidung treffen, die angefochten werden könnte.

06. Promotion nach dem Vorentscheid
Außerdem finde ich, muss an der Promotion nach dem Vorentscheid gearbeitet werden: alle Acts seit 2010 haben immer ein Album aufgenommen und haben (bis auf 2015) auf Pre-Eurovision-Partys verzichtet. Das ist total schade. Warum? Weil sich so der Künstler so richtig auf die Eurovision-Experience einlassen kann. Für das Abschneiden vom ESC bringt es nichts, aber man kann sich bei den Fans etablieren, ähnlich wie Zoe aus Österreich in diesem Jahr. Diese war ganz weit unten bei den ganzen Rankings, kaum war sie in Amsterdam und in Israel, waren die Fans Feuer und Flamme und sie konnte mit einem anderen Gefühl dahin gehen. Genau ein solcher Effekt sollte man versuchen zu erreichen. Ein Album könnte da warten. Oder man produziert einen Vorentscheid bereits Ende Januar und hat dann einfach mehr Zeit, für Album UND Promo.


Insgesamt wünsche ich mir also quasi ein Vorentscheid wie letztes Jahr, allerdings mit einer von Grund auf anderen Herangehensweise. Frischer, jünger, revolutionärer und einfach zielorientierter. Mein größter Wunsch wäre wieder eine Castingshow wie 2010 oder 2012, das bleibt wohl aber Wunschdenken. Auch so eine Sendung wie Lena 2011 gemacht hat, mit einer Künstlerin/einem Künstler und mehreren Songs wäre toll, aber nach dem Xavier Naidoo-Skandal ist wohl auch so etwas sehr unwahrscheinlich.

Man wünscht sich einfach eine andere Richtung, einen anderen Ansatz. Etwas gewagtes, dennoch beständiges und irgendwie frisches. Eben wie bei Lena damals. Aber nicht genau wie Lena. Denn was Raab mit Lena richtig machte, war, dass man sich zuvor anschaute, was zu der kleinen 18-Jährigen passt. Und das war nunmal schlicht. Andere brauchen da mehr. Und das gilt es in einer Zusammenarbeit herauszufinden.

Ihr seht: es gibt Verbesserungsmöglichkeiten. Diese sollten wahrgenommen werden. Denn es muss sich was ändern. Das haben die Ergebnisse der letzten beiden Jahre gezeigt. Daher:

Lieber NDR, ich hoffe, dass man sich für 2017 ein ausgeklügeltes System ausgedacht hat, bei dessen Ende ein internationales Produkt herauskommt, welches dann auch noch gut vermarktet und unterstützt wird. Es muss erst einmal Spannung in Deutschland wegen des Vorentscheids aufgebaut werden, bevor man dann im zweiten Schritt internationale Fans und Märkte in Angriff nimmt. Dass das nötig ist, haben besonders die letzten beiden Jahre gezeigt.


Bis dahin genieße ich jetzt die restliche Musikwelt und freue mich auf eine neue ESC- und Vorentscheidungssaison 2017, mit der ich mich ab September wieder beschäftigen werde - es sei denn, wir erhalten vorher neue Informationen, besonders zum Vorentscheid, wovon ich jetzt aber nicht ausgehe.
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