Album-Rezension: Zoe - "Debut Deluxe"

Österreich musste letztes Jahr auch Bitteres wegstecken: da ist der ESC schon einmal bei ihnen in der Heimat und dann bekommen sie für ihren Act 0 Punkte - bitter und auch total unverdient, schließlich gab es meiner Meinung nach viel schlechteres beim ESC. Naja, so ist es ja immer und irgendwie hat man es dann doch nicht in der Hand. Das dachte sich auch der ORF und tat sein Bestes, um das Ergebnis des vergangenen Jahres ja nicht zu wiederholen. Der Vorentscheid war von allen deutschsprachigen Ländern wirklich der BESTE und hatte eine ganz tolle Gewinnerin: die 19-jährige Zoe konnte sich mit ihrem französischen Chanson durchsetzen und vertat die Nation nun beim 1. Halbfinale am gestrigen Abend. Und JUHU - Zoe schaffte es mit ihrem Song ins große Finale am Samstag!  Und um das gebührend zu feiern, sollte man sich durchaus mal das Album anhören - dort gibt es nämlich noch viel mehr zu hören als ihren Beitrag "Loin d'ici"!


Zoe schreibt und komponiert alle Songs gemeinsam mit ihrem Vater, so auch die Singles "Loin d'ici", welcher perfekt in den Sommer passt, "Quel filou", mit welchem sie schon beim österreichischen Vorentscheid 2015 teilnahm, als auch ihren österreichischen Sommerhit "Mon coeur a trop aimé". Außerdem gibt es ihren Song "Adieu" ebenfalls zu hören, das ist der Song mit dem ich auf Zoe aufmerksam geworden bin, weshalb er ein bisschen mein Liebling ist, wenn ich ehrlich bin. All diese Nummern haben großes Hitpotenzial, sehr starke Refrains und gehen einfach sofort ins Ohr. Weshalb ich auch total verstehen kann, dass man sie als Singles ausgewählt hat. Passend zu diesen Singles würde auch der Song "Devinez", der total schnell hängen bleibt und es eigentlich auch direkt nach "Loin d'ici" schwer haben sollte, dies macht der Track mit seinem leichten und dennoch deutlichen Beat allerdings wett und überzeugt damit wirklich komplett!

Doch natürlich kann Zoe nicht nur schnell, laut und mit Guter Laune: "Rien ne va plus" ist z. B. der perfekte Beweis, dass sie auch emotional und ergreifend kann. Beim ersten Hören hatte ich wirklich Gänsehaut und war einfach total gefässelt, so wie ich es schon beim Vorentscheid war, als ich Zoe dort gesehen habe. Besonders 2016 wusste sie zu überzeugen mit ihrem Charme und ihrer zurückhaltenden Art. Dabei ist es toll, dass sie mit schnelleren Nummern überzeugen kann, allerdings fände ich mal eine Ballade als Single wirklich nicht schlecht. Vielleicht denkt sie darüber nach dem ESC mal nach.

Und auch sonst weiß die Platte in ihren Bann zu ziehen: Zoe nimmt einen mit in eine französischsprachige Pop-Welt, die manchmal bunt, manchmal etwas erotischer und manchmal sogar etwas melancholisch sein kann. Dabei präsentiert sie alle Fähigkeiten und Talente, die eine Nachwuchssängerin haben muss: Kreativität, Eigensinn, eine unfassbare Interpretationsgabe und Wandelbarkeit. "Debut Deluxe" bietet alle Geschwindigkeiten, Stimmungslagen und Gefühle, die man sich vorstellen kann und eröffnet mir eine völlig neue Welt - denn eigentlich höre ich nicht wirklich französischsprachigen Pop!

Wer also mal was ausprobieren und die österreichische Frankreich-Dame kennenlernen will, der sollte mal reinhören... lohnen tut es sich auf jeden Fall (:

Listen by Lenny wünscht Zoe und Österreich viel Erfolg beim großen Finale
am 14.05.2016 - halten Österreich und Deutschland diesmal
zusammen?
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