Album-Rezension: Meghan Trainor - "Thank You"

Meghan Trainor haut ein Ding nach dem anderen raus!

Da kommt sie einfach so daher, liefert einen Welthit mit "All About that Bass", liefert mit "Lips Are Movin'" einen MEGA Radio-Hit und veröffentlicht dann das Top10-Album "Title", das kommerziell ein Rießenerfolg wird - und auf Platz 1 der US-Album-Charts landete. Für ein Debütalbum wirklich erstaunlich. Anschließend ließ der Erfolg aber nicht nach: die Singles "Dear Future Husband" und "Like I'm Gonna Lose You" wurden ebenfalls zu (US-)Hits und nicht mal ein Jahr später veröffentlichte Meghan ihr Debüt-Album mit brandneuen Songs und einer DVD neu. Dies schien der Höhepunkt der noch sehr jungen Karriere zu sein, doch Ms Trainor ist nicht zu stoppen! Im März diesen Jahres veröffentlichte Meghan die erste Single aus dem neuen Album, "No" überraschte Fans und Kritiker und bescherte Meghan Trainor ihre nächste Top10-Single weltweit. Und jetzt halte ich das zweite Album "Thank You" in den Händen und schreibe eine Rezension darüber - vor nicht mal einem halben Jahr stellte ich euch die Special Edition zu "Title" vor... so schnell kann's gehen!

Nun höre ich mir das Album schon seit circa einer Woche an und ich bin so fröhlich wie schon lange nicht mehr: Meghan schafft es die Magie ihres Debüts zu erhalten und trotzdem neue Einflüsse und Stimmungen zu vermitteln. Bereits "No" zeigte, wie anders und eigen Meghan sich präsentiert und trotzdem total den Zahn der Zeit trifft. Sie scheint gerade so etwas wie das Sprachrohr vieler junger Menschen zu sein und steht deshalb zu sich, ihrem Aussehen und Entscheidungen und genießt es, einfach sie selbst zu sehen. Schön eine Künstlerin zu haben, die genau deshalb so erfolgreich ist. Gleiches gilt aber auch für die 2. Single "Me Too" - viel elektronischer und viel mehr für den Club gemacht und trotzdem genauso eigen und anders wie "No" damals. Persönlich gefällt mir der Song fast noch besser als "No", wobei ich wirklich beide Songs sehr schätze. Für mich sind es - ohne Zweifel - die beiden Highlights des Albums.



Dieser Spaß, der beiden Songs durchaus zugrunde liegt, wird in vielen Songs erhalten: "Watch Me" ist der perfekte Einstieg für die LP. Sie macht Spaß, hat viele Beats und passt zum RnB-Sound der ersten Single. Gleichzeitig bekommt man richtig Lust zu tanzen. Gleiches gilt für "I Love Me", gemeinsam mit LunchMoney Lewis. Wer die Songs des Gastmusikers kennt, der kann sich vorstellen wie der Track ist: ironisch, selbstbewusst und eingängig. Alles Attribute, für die beide Sänger bekannt sind. Mit mindestens genauso viel Spaß, aber etwas ruhiger und erwachsener präsentieren sich die Songs "Woman Up" und "Dance Like Yo Daddy". Diese sind vielleicht nicht die Hits, die man bisher gehört hat, allerdings passen sie einfach zu Meghan und bringen einen trotzdem zum Lachen.

Doch nicht nur Spaß, Party und Selbstbewusstsein kann Meghan Trainor vermitteln: auf "Thank You" zeigt sie auch ihre gefühlvolle Seite und präsentiert die Liebesballaden "Hopeless Romantic", "Kindly Calm Me Down" und "Just a Friend to You". Diese sind eher akkustisch gehalten und konzentrieren sich auf Meghans Stimme. Natürlich sind sie kein Vergleich zu "Like I'm Gonna Lose You" mit John Legend, allerdings sind sie auch ganz anders aufgebaut. Während letzterer total in die Pop-Richtung geht, bleiben die "Thank You"-Balladen in einer simplen Akkustik-Fassung und heben sich somit sehr schön von den durchproduzierten Hits ab. Angenehm und frisch, was das Durchhören des Albums noch viel besser macht. "Kindly Calm Me Down" dürfte dabei SEHR GERNE als Single im Herbst/Winter erscheinen und könnte dann doch an frühere Erfolge anknüpfen ;-) denn zumindest bei mir zählt er zu den Lieblingen des Albums <3



Zwischen den schnellen und langsamen Seiten des Albums sind die Tracks "Better", "I Won't Let You Down" und "Champagne Problems" anzuordnen. Diese sind wieder elektronischer, allerdings noch lange keine Party-Tracks. Sie fallen jetzt nicht unbedingt groß auf, gefallen aber trotzdem und passen sehr gut in die Stimmung des Albums. Besonders "I Won't Let You Down" kann ich mir sehr gut als Single im Sommer vorstellen - zurückgenommen, einfach im Vergleich zum Rest und trotzdem sympathisch - so kennen und lieben wir Meghan!

Allerdings gibt es nicht nur positive Aspekte an diesem Album: so finde ich die Platzierungen der Tracks ab und zu unpassend. So steigt man sehr kraftvoll mit "Watch Me", "Me Too" und "No" ein, nur um danach mit den Songs "Better" und "Hopeless Romantic" auszubremsen, um dann doch mit "I Love Me" wieder Fahrt aufzunehmen. Irgendwie macht das nicht wirklich Sinn. Selbes gilt auch für den Rest des Albums. Und auch qualitativ war "Title" mit mehr Hitmaterial bespickt. Von Anfang an konnte man klar sagen, welche Songs durch die Decken gehen werden. Diesmal braucht man dafür etwas mehr Vorstellungskraft oder es gibt einfach nicht ganz so viele, wie auf dem Debüt.



Übrigens habe ich mir das Album natürlich in den Deluxe-Variante gekauft, somit erhielt ich noch drei zusätzliche Songs. Diese passen zum Albumtitel "Thank You", der gleichzeitig einer der Songs auf der Deluxe Edition ist. Thematisch orientieren sich diese an der Dankbarkeit, die Meghan Trainor ihrer Mutter, ihrne Freunden und ihren Fans aussprechen möchte. "Mom" fällt mir dabei besonders auf, hier hört man sogar die Mutter der Sängerin per Telefon zugeschallten. Sehr süß und total menschlich. Außerdem gefällt mir "Thank You" mit R. City auch sehr gut. Der Song klingt nach Freiheit, Sonne und sehr viel Harmonie - perfekt für den Sommer und eine süße Liebeserklärung an die Fans! Musikalisch geht alles total in die Doo-Woop-Richtung, die man bereits von der Sängerin kennt. I'M LOVING IT!

Ihr seht: Meghan Trainor hat einen tollen Nachfolger geschaffen, der sich zwar vom Vorgänger unterscheidet, allerdings auch bei einigen Einschlägen alte Muster erkennen lässt. Außerdem schafft sie es, immer wieder Hits zu schreiben und trotzdem ihre Eigenständigkeit nicht zu verlieren. Auch wenn es auf "Thank You" nicht ganz so viele offensichtliche Hits gibt wie auf "Title", bin ich wahrscheinlich noch viel mehr begeisterter als damals beim Debüt. Was wahrscheinlich einfach daran liegt, dass ich mir das Album einfach GERNE anhöre. Ich hab meinen Spaß mit dem Longplayer und fühle mich sehr gut in den Sommer begleitet, denn natürlich macht eine solche Platte besonders viel Spaß, wenn man die Sonne genießen kann und es an der 30 Grad-Marke kratzt - es muss ein TRAUM sein dieses Album am Strand anzuhören. Genau darauf freue ich mich am meisten (:


Wer immer noch nicht genug bekommt von MTrain: "Thank You" gibt es bei MediaMarkt als Special Edition mit zwei zusätzlichen Tracks: "Goosebumps" und "Throwback Love", die musikalisch natürlich perfekt dazupassen, nur eben nicht stark genug für die reguläre Version des Albums waren, für Fans aber ein absolutes Muss sind!
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