Single-Rezension: Grace Capristo - "One Woman Army" #1womanarmy

Mandy Capristo feiert seit sie 16 ist einen Erfolg nach dem anderen: mit Monrose erreichte sie Hit-Singles wie "Shame", "Hot Summer", "What You Don't Know" oder "Like a Lady", im Jahr 2011 dann der Anfang ihrer Solo-Karriere mit dem Top10-Album "Grace" und den Singles "The Way I Like It" und "Closer". Mandy sorgt also schon immer für große Überraschungen und eine Stimme, wie keine andere auf dem deutschen Musikmarkt. Nach einer erfolgreichen Tour, sowohl als Solo-Act als auch mit Peter Maffay und Tabaluga, folgte lange Zeit... nichts. Mandy ließ ihre Fans lange warten und teaste nur immer wieder aus dem Studio. Fast vier Jahre lang Stille können sich eigentlich nicht einmal große Weltstars leisten, geschweigedenn eine deutsche Künstlerin im Pop-Bereich.


Doch dann das schon lang nicht mehr Geglaubte: Mandy veröffentlicht am 21.03.2016, ihrem 26. Geburtstag, eine neue Single... doch nicht als Mandy Capristo, wie in der Zeit von "Grace", sondern als Grace Capristo und dem außergewöhnlichen Song "One Woman Army". Mandy erklärte in Interviews, sie wolle endlich für sich selber einstehen, eigene Verantwortung übernehmen und neben ihrer Künstler-Rolle, auch als Unternehmerin tätig werden. Dazu gehört, dass Mandy alle Songs selber schreibt und über alle kreativen Ideen selber entscheidet. So hat sie nicht nur "One Woman Army" geschrieben, sondern wurde auch als Regisseurin für das Video tätig. Doch wie ist die neue Grace und wie gut ist "One Woman Army" wirklich?

01. Der Song
"One Woman Army" erinnert an Musik von Lorde, der frühen Madonna und besonders an die Tracks vom fünften Album der Queen herself, Beyoncé. Grace mischt RnB-Sounds mit harten Beats, eingängigen Lyrics und wohlwollenden Pop-Klängen. Dabei besticht sie durch ihre sehr markante, einzigartige und atemberaubende Stimme und hat so einen hohen Wiedererkennungswert. Die Strophen sind dabei eher ruhig gehalten, man hat das Gefühl, Mandy möchte, dass man genau hinhört und jede Zeile auch wirklich versteht. Im Refrain geht's dann etwas mehr ab, Mandy führt dort hin und trägt diesen Teil lediglich mit ihrer Stimme, bevor es produktionstechnisch interessanter wird.


Inhaltlich geht es dabei um die Emanzipation von ehemaliger Bevormundung und vorgeschriebenen Regeln und Gesetzen. Dabei spricht sie auch negative Erfahrungen in ihrem Leben an und wie sie damit umgegangen ist. Sie ruft auf, niemals aufzugeben und niemals nach unten zu sehen. Im Refrain besingt sie dann, dass niemand ihr Herz, ihre Seele und ihre Liebe (wahrscheinlich für die Musik) wegnehmen kann und sie so stark wie eine ganze Armee sein kann. Der Inhalt ist wirklich erfrischend und sehr gut getextet. Schon auf "Grace" empfand ich den Titeltrack, den Mandy als einziges auf dem Album selber geschrieben hat, am besten, weshalb ich mich jetzt umso mehr auf Songs freue, die aus ihrer Feder stammen. Doch wie hat sie es geschafft, den Song in ein Video zu wandeln?

02. Das Video
Das dazugehörige Video fängt ganz schlicht an. Man sieht Mandy wie sie sich in ihrem Schlafzimmer anzieht, zwischendurch flackern Bilder auf, in denen Mandy in einem schwarzen Gewand zu sehen ist. Anschließend geht Mandy in eine Kirche, betet und läuft anschließend los. Sie tritt in ein Büro, erhält einen Vertrag, den sie dann lediglich verbrennt. Dabei sieht man, wie Mandy im Hochzeitskleid an den Altar schreitet und am Ende des Videos eine weiße Taube in die Luft steigen lässt.


Das Video ist sehr symbolisch: Mandy in schwarz repräsentiert wohl ihr altes Ich, mit all den Lastern, Verpflichtungen und Kompromissen. Das weiße Kleid ist dann wohl der Neubeginn, nachdem sie ihren Plattenvertrag (was sonst sollte sie dort verbrennen?) verbrennt... passend dazu mit neuem Namen (Grace Capristo) und neuer Stilrichtung. Lustig dabei, dass die Plattenfirma in Form einer italienischen Maffia dargestellt wird... aber gut, Mandy macht schließlich alles selber, von Plattenfirmen keine Sicht. Sie veröffentlicht Video und Song per Spinnup, eine Plattform, bei dem Künstler ohne Plattenvertrag, ihre Musik auf iTunes, Google Play, Amazon und Spotify veröffentlichen können.
Mandy will's wissen und riskiert alles... und ist dabei so gut wie NIE!

Ihr seht schon: Mandy... entschuldigung, Grace hat in meinen Augen alles richtig gemacht: neues Image, neuer Stil und neue internationale Standards. Wenn das nicht den nötigen Erfolg bringt, dann weiß ich auch nicht. Jeder der die Single noch nicht gehört hat, sollte definitiv mal reinhören und sich das Video gönnen - glaubt mir, ihr werdet euch (erneut) verlieben <3

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