Album-Rezension: Fleur East - "Love, Sax and Flashbacks"

Diese Künstlerin verfolge ich schon seit dem Jahr 2014. Da nahm Fleur East nämlich an X Factor, dem britischen Original, teil und erzielte einen phänomenalen zweiten Platz. Genau, sie gewann die Sendung nicht und ist jetzt trotzdem so erfolgreich wie eh und je, sogar etwas mehr als der eigentliche Gewinner Ben Haenow, den ich euch HIER vorgestellt habe. Fleur überzeugte die Juroren und das britische Publikum mit Songs wie "Girl on Fire" von Alicia Keys oder ihre Ausnahmeperformance von "Uptown Funk", durch die die Nummer erst so richtig durchstartete auf der kleinen, verschlafenen Insel (: Ihre erste eigene Single "Sax" veröffentlichte sie Ende letzten Jahres in UK und wurde dort zu einer der erfolgreichsten Titel des Jahres! Und jetzt ist die "saxy ;)" Fleur auch im restlichen Europa angekommen und chartet mit "Sax" in allen Playlists Europas. Doch wie ist der dazugehörige "Love, Sax and Flashbacks"? Überzeugt Fleur auch auf Albumlänge oder ist sie ein One Hit Wonder?

Das Album startet in bekannten Gefielden, denn "Sax" eröffnet auch die LP. Für mich ist die Nummer einfach purer Spaß, der sofort zum Tanzen einläd und total lang hängen bleibt. Seit November 2015 bekannt und trotzdem höre ich mich nicht satt.... das ist ein gutes Zeichen! Gleichzeitig erinnert der Song NATÜRLICH an den Sound von "Uptown Funk", dieser befindet sich ebenfalls auf dem Album, sozusagen als kleines Goodie für alle X Factor-Fans. Ebenfalls in diese Kategorie zählen Nummern wie "Gold Watch", eine sehr eingängige und typisch Fleur-hafte Nummer oder "More and More", bei der sich Fleur anscheinend von Whitney Houston oder Mariah Carey inspirieren hat lassen, schließlich treffen hier Funk, Pop und ihr einzigartiger Style aufeinander und heraus kommt ein Song, der perfekt in den Sommer 2016 passen würde.


Doch neben all den Uptbeat-Fun-Nummern, zeigt Fleur auch eine andere Seite, auch wenn diese ebenfalls sehr luftiglocker daherkommt: "Breakfast" ist eine etwas langsamere Nummer, die sich total auf ihre Stimme konzentriert und bei der Fleurs Sprechgesang richtig gut hervorkommt. Wer es versteht findet den Vibe total gut, für andere ist er vielleicht nicht ganz so stark wie "Sax" oder "Gold Watch". Ich mag den Track total und bin ein kleines wenig verliebt :D auf der selben Schiene fährt "Love Me or Leave Me", bei der Fleur mit ihrem Rap überrascht und der mir aus den selben Gründen gefällt, wie schon "Breakfast". Und wer auf Rappen steht, dem wird "Baby Don't Dance" gefallen. Hier treffen moderne Beats, Diplo-Sounds und Rap aufeinander und explodieren zu einem MEGA-Feuerwerk. Toll, wie Fleur es schafft, verschiedene Seiten des selben Genre immer wieder neu zu präsenteiren - das schaffen wenige.

Kommen wir aber zu meinen absoluten Lieblingstracks: "Paris", "Kitchen" und "Over Getting Over" sind meine absoluten Höhepunkte der Platte, besonders letzterer sticht total hervor und klingt so ganz anders, als alles bisher gehörte. Selbes gilt für "Paris" und "Kitchen". Hier weicht der "Sax"-Sound etwas und Fleur zeigt, was sie noch alles kann. Und genau das braucht ein Album... zwar präsentiert Fleur ja immer guten Sound, er ähnelt aber eben oft "Sax" und "Uptown Funk". Mit diesen drei Nummern beweist sie dann aber, dass sie nicht nur ein Genre bedienen kann - super!
Ebenfalls zu meinen Favoriten gehören "Tears Will Dry", "Like That" und "Know Your Name". Alle Songs befinden sich auf der hinteren Hälfte des Albums und bieten zwar nichts Neues, dafür überzeugen mich die Texte, die Geschichte hinter den Songs oder einfach nur der starke Refrain in "Like That". Ich mag Fleur einfach, weshalb mir die Songs gefallen. Für andere werden sie vielleicht zu Mainstream sein, ich finde sie toll.

Die einzigen Songs, die bei mir nicht so gut ankommen sind "Never Say When" und "Serious". Hier fehlt mit das gewisse Etwas, was die anderen Songs definitiv mitbringen. Das tut mir leid, aber ich konnte mich an sie einfach so gar nicht erinnern, nachdem ich mir die LP ganz angehört hatte.

Insgesamt gefällt mir das Album echt gut. Fleur versprüht Freude, gibt einem ein gutes Gefühl und es macht einfach Spaß ihr zuzuhören. Man merkt, dass sie ganz genau wusste, welchen Sound sie für die Platte haben wollte und den bekommt man: Pop meets Funk, Sax und ganz viel Dance! Das mag für den ein oder anderen langweilig und ermüdend sein, schließlich kriegt man das ja auch "nur" mit der Single geboten, für Menschen wie mich, die auf solche Sounds stehen, ist die LP ein wahrgewordener Traum. Die meisten Songs gehen rein, haben Ohrwurmqualität und bleiben hängen - mehr will man doch von Uptempo-Songs gar nicht, oder? Wer also ein gutes Vorprogramm für ein wildes Party-Wochenende haben will, der ist bei "Love, Sax and Flashbacks" genau richtig. Für alle anderen heißt es: "Sax" hören, für gut befinden und weiterlaufen ;-)


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