Unser Lied für Stockholm: Der Kandidatencheck - Woods of Birnam - "Lift Me Up (From the Underground)"

Herzlich Willkommen zum vorletzten (was?!) Kandidatencheck!
Ich kann es gar nicht glauben, aber das hier ist tatsächlich der vorletzte Check - so schnell vergeht die Zeit, in genau EINER Woche ist alle Spekulation vorbei, denn dann findet der deutsche Vorentscheid 2016 in Köln statt. Auch mit diesem Act: Woods of Birnam ist eine relativ unbekannte Band, die beim Vorentscheid ihre neue Single "Lift Me Up (From the Underground)" präsentieren werden. Ob diese für weitreichendere Erfolge sorgen wird, gilt es beim Vorentscheid herauszufinden. Doch wer ist die Band und wie ist ihre Geschichte?


Die Newcomer-Band, die eigentlich keine Newcomer mehr sind
Wer jetzt denkt: mal wieder so eine Newcomer-0815-Band, die keiner kennt, liegt total falsch. Woods of Birnam besteht aus den ehemaligen Mitgliedern der Zusammensetzung Polarkreis 18, die mit "Allein Allein" einen Rießenerfolg hinlegten und dem Schauspieler Christian Friedel. Dementsprechend ist die Band gar nicht so unerfahren und v. a. unbekannt wie man im ersten Moment denkt. Eigentlich nur als Live-Band für den Solosänger gedacht, entstand allerdings ein Band-Projekt, die zunächst eine Reihe an EPs veröffentlichten,bevor ihr Debüt-Album "Woods of Birnam" im Jahr 2014 veröffentlicht wurde. Darauf befindet sich auch ihre, wohl berühmteste, Single "I'll Call Thee Hamlet", der als Titelsong für den Til-Schweiger-Film "Honig im Kopf" diente und dadurch zu Aufmerksamkeit gelangte. Nach einer Deutschalnd-Tour, arbeitet die Formation an einem Nachfolgewerk und nimmt nun mit ihrem Radio-Pop-Song "Lift Me Up" am Vorentscheid teil. Vorgeschlagen wurde die Nummer von MDR Sputnik, einer von vielen jungen Radiosendern der ARD.



Die Bühne im Retro-Look
Die große Frage bleibt: kann "Lift Me Up (From the Underground)" beim deutschen Vorentscheid überzeugen? Der Song ist ein sehr popiger Radio-Track, bei dem man gerne mitwippt und gute Laune kriegt. Also genau das Richtige für lange Autofahrten nach einem stressigen Arbeitstag. Potenzial für einen regelrechten Radiohit ist also schonmal da. Allerdings macht mir der Track Sorgen wenn ich an eine Performance beim Vorentscheid und dann beim Eurovision Song Contest denke. Dort will man ja eher auffallen, sich gut in Szene setzen und aus der Masse herausstechen. Das braucht es um Zuschauer zu generieren und Televotes zu mobilisieren. Das könnte bei Woods of Birnam echt schwierig sein, da man wirklich gerne drüber hört und ihn zwar als nett und schön bezeichnet, ihn aber genauso schnell wieder vergisst. Bei der Inszenierung muss da also einiges passieren, damit die Zuschauer im Saal und zuhause als auch die Jurys total abgehen. Die Band auf der Bühne in stylischen Leder, eine Bühne, die ähnlich wie das Single-Cover bunt und trotzdem so Retro-50s-haft gestaltet ist und eine sagenhafte Live-Performance. Dazu muss man dem Sänger abkaufen, was er da performt und das Publikum so richtig mitreißen. Hier kann man auf große Effekte verzichten und sich wirklich auf diesen Band-Charakter konzentrieren, da es hier passt. Wenn so dieses lebensbejahende Gefühl des Songs transportiert wird, dann könnte es sogar was werden... aber ob es für den Sieg reicht?



Mit Radio-Pop zum Eurovision Song Contest?
Die Chancen beim deutschen Vorentscheid sind wirklich total offen. Schafft es die Band nicht, einen coolen und ansteckenden Auftritt hinzulegen, dann wird sie sich im hinteren Drittel platzieren. Bekommt sie genau das hin, dann ist gut denkbar, dass "Lift Me Up" in die Top5 kommt - bei schwächeren Performances anderer Teilnehmer sogar ins Superfinale unter die besten 3. Aber dann muss wirklich der gesamte Auftritt von vorne bis hinten anstecken. Ob es dann für den Gewinn reicht? Ich glaube nicht, aber hey? Vielleicht setzten Jamie-Lee, Avantasia oder Ella Endlich ihre Auftritte auch total in den Sand und dann ist da Woods of Birnam, die das Haus runterreißt. Alles im Bereich des Möglichen.
Nehmen wir also an, die Band gewinnt den Vorentscheid und fährt tatsächlich nach Stockholm. Wie würden sie international abschneiden. Wie ein Engländer sagen würde. "You either love it or leave it". Sprich: entweder der Act verkauft sich als DER Ohrwurm der Saison (und schafft es dann tatsächlich auch durch seinen Auftritt, ganz Europa zu überzeugen) oder er geht total unter. Spontan würde ich sagen, dass man ihn zwar ganz nett finden, allerdings als "nichts Besonderes" weiterreichen wird. Am Ende würde (im Glücksfall) ein Platz irgendwo in der Mitte herauskommen... zwischen 12 und 20. Wenn das Teilnehmerfeld eher schwach bleibt (wie beim Song Contest 2011) könnte man sogar (aber dann müsste wirklich ALLES passen) an der Top10 kratzen. Wahre Gewinnerchancen räume ich ihm aber nicht ein.
Fazit: guter Track, den man gerne mal hört, aber der beim ESC wahrscheinlich zu unauffällig und nett wirken würde. Wie bei Elaiza damals (obwohl ich diesen Act echt LIEBTE und immer noch großer Fan bin). Aber wie gesagt: bei einer guten Performance, bei der alles stimmt, kann man ihm durchaus Chancen einräumen. Ich behalte ihn deshalb im Auge und gebe ihn noch nicht ganz auf.



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