Unser Lied für Stockholm: Der Kandidatencheck - Gregorian - "Masters of Chant"


& schon sind wir beim achten Kandidatencheck!
Die Zeit vergeht, der Vorentscheid rückt immer näher und die Spannung steigt: wer vertritt Deutschland beim 61. Eurovision Song Contest und versucht dort die Schmach vom letzten Jahr wieder gutzumachen? Vielleicht entscheidet sich Deutschland für ein Experiment und schickt diese Formation: Gregorian veröffentlichen seit den 1990ern Alben und sind damit, besonders im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und die Schweiz), sehr erfolgreich! Vier Top10-Alben, fünf Mal Gold und über 200 Wochen in den deutschen Album-Charts - wenn das mal nicht auch beim ESC funktionieren kann, oder? Das dürften sich zumindest die Kollegen vom NDR gedacht haben und schicken sie mit "Master of Chant" ins Rennen... ob das funktioniert?

Von Enigma zu Gregorian und noch viel weiter:
Anfang der 90er kam Frank Peterson, ein Hamburger Produzent, auf die Idee gregorianische bzw. mittelalterliche Sounds in einem Projekt zu verarbeiten und schuf die Gruppe Enigma, die dann auch ein Album veröffentlichte. Später wurde die Band zu Gregorian umbenannt und weitere Alben veröffentlicht - diese konnten sich von Beginn an in den Charts platzieren und trugen immer den Namen "Master of Chant" (ab dem 2. Album dann immer versehen mit den Kapiteln II, III, IV, usw.), allerdings brach man aus diesem Konzept auch einige Male aus. Übrigens stammen die Musiker fast alle aus Großbritannien - egal, in Deutschland ist quasi ihre "musikalische Heimat" ;-) Im Prinzip ändert sich die Musik nicht, sie ist immer wieder von gleichen Elementen beeinflusst und ändert sich im Wesentlichen nicht. Ab und zu gibt es mal eine Frauenstimme oder einen Tenor, was das Ganze für mich etwas auflockert - eben so wie bei "Master of Chant", hier hat man sich einen rumänischen Opernsänger geholt.


"Master" of Presentation?
"Master of Chant" hört sich für mich wie alle anderen Stücke von Gregorian an, sie sind halt mal nicht gecovert, sondern es handelt sich um ein Original. Schön finde ich den Tenor, den man extra dazugenommen hat in der neuen Euroversion. Das war's dann aber auch schon. Der Track geht nicht rein und es ist jetzt auch kein Song, den man sich immer wieder anhören möchte. Die Inszenierung ist klar: die Sänger treten in ihren Gewändern auf. Drumrum Nebel, Feuerkelche und ein paar gut positionierte Lichter - schon hat man die Show. Klar, der Track ist kein Highlight, aber es wird bestimmt beeindruckend. Dabei vergeht der Song sogar wirklich schnell - eben weil man irgendwie fasziniert ist und schon sind die 3 Minuten vorbei. Ich mag den Track echt nicht so, aber war trotzdem erstaunt, dass es nicht ganz so gruselig ist wie Die Priester aus dem Jahr 2013 :D

"Master" of Eurovision?
Die Chancen auf den Sieg beim Vorentscheid? Ich glaube nicht daran. Das Publikum hat Die Priester, Santiano, Unheilig und FAUN abgelehnt, Gregorian wird das genauso gehen. Ganz nett, alles klar und weiter - nicht wirklich eine Option für den deutschen Repräsentanten aus deutscher Sicht. Und ich muss sagen: ich fände es auch nicht toll. Bei einem Gewinn wäre mir der deutsche Beitrag halt egal, weil ich weder Fan davon bin, noch den Song gut finde.
Und für den wirklich sehr unwahrscheinlichen Fall, dass das tatsächlich nach Stockholm fährt? Tja, ich glaube, dass es auf breiteres Interesse stoßen würde als hier in Deutschland. Würde bestimmt ein paar Punkte geben, aber für die Top10 würde es nicht reichen - die Flop10 von hinten wohl eher :D
Deshalb: "NO WAY!" kommt das nach Stockholm. "NO WAY!"



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Beyoncé - "Formation"                          Rihanna - "ANTI"

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