Unser Lied für Stockholm: Der Kandidatencheck - JOCO - "Full Moon"

Herzlich Willkommen zum vierten Kandidatencheck!
Heute geht es um eine Newcomerband, die vielen noch nichts sagen dürfte, weshalb sie wohl auch den Vorentscheid nutzen möchten, um ihre Musik zu promoten. Die Rede ist von der Band JOCO, die sich in den Niederlanden bei ihrem Studium kennengelernt haben und von den zwei Leadsängerinnen und Schwestern Josepha und Cosima Carl geführt werden. Ihre Musik beschreiben sie als Indie Pop und von skandinavischen Klängen beeinflusst. Beim Vorentscheid treten sie mit dem neuen Track "Full Moon" an, den sie wohl über den Festival-Sommer geschrieben haben und der wahrscheinlich auf einer Premium-Version ihres Debütalbums "Horizon" erscheinen wird. Ob es wohl beim ESC für die Band auch einen satten Vollmond geben wird?

Von der Indie-Band zum Label-Projekt
Ursprünglich wollte die Band ein Album mit dem Namen "Mind Affair" durch Crowdfunding veröffentlichen, von dieser Idee sahen sie aber ab. Dafür erhielten sie einen Plattenvertrag bei Columbia und präsentierten im Juni 2015 ihr Debütalbum "Horizon", als auch ihre Songs "Why Didn't I See" und "Pilot". Daraufhin traten sie bei verschiedenen Festivals auf und promoteten ihr Werk. Zum großen Durchbruch kam es allerdings nicht, ich konnte keine Chart-Positionierung finden und auch nicht wirklich viel Informationen. Egal, die Band ist eben doch noch neu und darum geht es ja auch gar nicht.
Es geht um den Song und den sollte man sich mal näher anschauen bzw. anhören.


"Full Moon" - ein bildhafter Titel?
Die Band schrieb den Song über den Festivalsommer hinweg und präsentieren ihn das erste Mal direkt am Vorentscheid. "Full Moon" ist dabei ein zweistimmig gesungener Song, der einen sehr eingängigen Refrain hat und ein lockeres "hey", welches den Song wohl radiotauglich machen soll. Ich finde den Song jetzt ganz okay, er haut aber nicht wirklich um und bleibt auch nicht total im Ohr hängen. Gut, der Refrain geht rein, allerdings glaube ich nicht, dass man sich nach neun Songs an ihn erinnern wird - geschweige denn nach 27/28 Acts.
Doch kommen wir zu Inszenierung: bei dem Titel denkt man sofort an einen Mond im Hintergrund und einer blauen Bühne - allerdings fände ich das viel zu sehr Cliché (manchmal ist das meiner Meinung nach sinnvoll, wie z. B. bei Alex Diehl). Nein, ich finde, dass man bei JOCO voll auf den Live-Charakter setzen sollte. Die Mädels an Instrumenten, die Band im Hintergrund, eine frische Farbe (vielleicht doch mit Planeten, aber dann eher sehr warm gehalten) und das war's. Ich glaube nämlich, dass die Band live wirklich gut ist und man die Zuschauer damit sehr wohl beeindrucken kann.
Ob's dann aber zum Sieg reicht?

Mit "Full Moon" der irischen Sonne entgegen
Um die Frage zu beantworten: nein. Ich denke, es wird bestimmt nicht zum Sieg reichen. Der Song geht einfach nicht so leicht rein und ist für viele vielleicht etwas zu gewöhnlich und nichtssagend. Auch wenn die Aufmachung gut wäre, der Song ist einfach kein Hit und geht wohl als großer Außenseiter ins Rennen ums Ticket nach Stockholm - so wie Elaiza damals. Den selben machen die Deutschen kein zweites Mal, oder?
Doch nehmen wir mal den unwahrscheinlichen Fall an, dass es wirklich für Stockholm reicht: wie groß sind dann die Chancen von JOCO im Finale? Gering. Wenn nicht sogar katastrophal. Wie gesagt, die Band wäre der volle Außenseiter sowohl beim Vorentscheid als auch in Stockholm. Eben genauso wie bei Elaiza. Hier und da würde es vielleicht ein paar Punkte geben - aber mehr als Platz 15 dürfte dann nicht drin sein(und schon hier müsste das Teilnehmerfeld ziemlich mittelmäßig sein um auf Platz 15 zu landen). Man würde also Gefahr laufen, dass man die Geschichte vom letzten Jahr wiederholt. Und mich schmerzt es wirklich, das zu sagen - ich finde die beiden Sängerinnen nämlich total sympathisch und wie gesagt: persönlich mag ich den Track irgendwie gerne.
Fazit: ganz schön, einzigartig und süß, allerdings keine wirklichen Chancen. Deshalb: "NO WAY!" fahren die nach Stockholm.


Hier kommt ihr zu meinen vorherigen Kandidatenchecks:





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Rachel Platten - "Wildfire"                              Silbermond - "Leichtes Gepäck"

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