Album-Rezension: Justin Bieber - "Purpose"

Auf dieses Album hat die Welt gewartet: Justin Bieber legte 2015 ein fulminantes Comeback hin, nachdem einige Kontroversen um seine Personen durch die Schlagzeilen gingen. Er konzentrierte sich dann aber wieder auf die Musik und arbeite an seinem nunmehr 5. Studioalbum. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich kein einziges Album des Sängers kenne, weil ich einfach nicht seine Zielgruppe war. Mir war dieser Teenie-Pop einfach nicht so sympathisch, weshalb ich mich nie näher damit beschäftigt habe. Das änderte sich ziemlich schnell, nachdem ich "What Do Ü Mean", die erste Single "What Do You Mean" und den Nachfolger "Sorry" hörte - alle drei waren MEGA gute Songs, die alle anders klangen und trotzdem überzeugten. Ich war mega gespannt und musste natürlich sofort das Album haben.

Dies höre ich mir jetzt seit einer Woche an und ich bin zu einem Schluss gekommen: Justin is back und das so gut wie noch nie! "Purpose" ist ein modernes, kontemporäres und sehr frisches Album, welches sich vom Mainstream abhebt und eigene Einflüsse präsentiert. Nach dem ersten Song "Mark My Words" schien dies noch nicht so offensichtlich: ich war eher enttäuscht, da er nach den oben genannten Songs eher schwach daher kommt. Allerdings wird das ab dem zweiten Hören besser und ich mag den Song mittlerweile richtig gern. Tracks, die man eventuell kennen könnte sind die Promosingles "I'll Show You" und "Love Yourself". Ersterer ist lange nicht so dancig wie die Singles, zeigt aber eine ruhigere Seite von Justin und geht trotzdem irgendwie rein. "Love Yourself" dagegen ist für mich das Highlight auf dem Album: gar nicht dancig, sondern total akustisch, bei sich und sehr authentisch überzeugt Justin mit einem Song aus der Feder von Ed Sheeran - den muss man einfach lieben!

Weitere Highlights sind "The Feeling", gemeinsam mit der Sängerin Halsey, in die ich mich ein klein wenig verliebt habe und "Children", das besonders durch seine Instrumentalisierung überzeugt. "Life Is Worth Living"  ist die erste emotionale Nummer nach "Love Yourself" und geht auch unter die Haut - Justin überzeugt also auf diesem Album besonders mit seinen Balladen. Diese Songs kann ich mir SEHR gut als Singles vorstellen, die richtig durch die Decke gehen dürften. Außerdem gefällt mir die Abschluss-Ballade des Standardwerks, "Purpose". Nur mit Klavier und wieder ganz bei sich, ist Justin zwar nicht so gut wie auf "Love Yourself", allerdings trotzdem total emotional und überzeugend.


Das Album beinhaltet aber nicht nur Highlights, die Single-Material sind. "Company" und "No Pressure" sind beispielsweise gute Midtempo-Tracks, die man "runterhören kann", die allerdings nicht so mitreißen oder emotional berühren wie ihre "Konkurrenten" auf dem Album. Im Gesamtbild machen sie sich ganz gut, einzeln würden sie aber eher nicht so überzeugen. Selbes gilt für "No Sense", bei dem mir allerdings der Trap-Einfluss so gut gefällt, dass er trotzdem noch besser ist als "Company" und "No Pressure". Als ich diese drei Songs hörte (die allesamt eher in der Mitte der Platte zu finden sind), dachte ich zunächst, Justin hätte sein Album um drei bis vier Hits gebaut und der Rest könnte nicht überzeugen. Danach kamen allerdings nur noch Highlights, was meine Meinung dann demitierte - gut so, wie ich finde.

Für wahre Fans gibt es auch noch die Deluxe Edition, die insgesamt ganz gut, allerdings kein MUSS ist. Zwar besteht diese aus fünf neuen Songs und einem Akustik-Mix von "What Do You Mean", was als Deluxe Edition sehr stark ist, allerdings überzeugen eigentlich nur "Been You" und der Akustik-Mix. Aller anderen Songs sind ganz gute Geschichten, die mal mehr HipHop verarbeiten ("We Are") oder dubstepiger sind ("Get Used To Me"). Dabei ist "Trust" voll kurz, weshalb ich ihn eher für unnötig empfinde. "All In It" ist dann wieder ganz gut, weil er auch textlich nicht so sehr auf Wiederholung setzt, anders als vorher genannte Songs. Damit ist für mich die Deluxe Edition eher nicht so überzeugend.

Insgesamt gefällt mir "Purpose" allerdings sehr gut: ein Album, welches zwar klare Hits hat, allerdings auch als Gesamtwerk überzeugen kann und das anders klingt als bisheriges auf dem Markt. Justin entwickelte sich vom Teenie-Star zum etablierten Pop-Act, den er auf seinem jüngsten Album präsentiert. Dabei stellt man während des Anhörens auch immer wieder fest, was für ein großartiger Sänger, Justin ist. Den Einfluss des Produzenten Skrillex aus England hört man deutlich durch, was aber passt, schließlich hat man "Where Are Ü Now" im Kopf und erwartet sowas in die Richtung. Justin hat also alles richtig gemacht und darf definitiv stolz auf sich sein - und darf sich über einen neuen Fan freuen, nämlich mich.


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