Album-Rezension: Adele - "25" #AdeleWoche


Yeahiii!!! Das Finale der #AdeleWoche ist endlich da: am Freitag wurde Adeles drittes Studioalbum "25" veröffentlicht und ist seit dem nicht mehr aus den Album-Charts wegzudenken: egal welche iTunes-Albums-Charts man sich ansieht: Adele ist dort überall Platz 1. Egal ob in China, Russland, Deutschland, England oder der USA: The Queen of Heartbreak is back! Ganz nebenbei gilt das auch für ihre Single "Hello", diese hält sich immer noch wacker auf Platz 1 der Singles-Charts weltweit. Schon in meiner Ankündigung zu "25" konntet ihr lesen, wie gespannt ich auf das neue Werk war und jetzt erfahrt ihr, ob sich diese Spannung auch positiv aufgelöst hat oder eher nicht.

Die Platte fängt (wie sollte es auch anders sein?) mit "Hello" an und das finde ich auch total gut. Seit drei Wochen höre ich mir diesen Track nun an und bin immer noch nicht gelangweilt. Er gehört in die Kategorie "moderne Klassiker", von denen man weiß, dass man sie in 30 Jahren immer noch hören wird (ebenso wie bei "Rolling in the Deep" oder "Someone Like You"). Nach dem atemberaubenden Opener kommt nur DER Pop-Track des Albums, "Send My Love (To Your New Lover)". Mit diesem Track zeigt Adele, dass sie auch große, eingängige Pop-Songs drauf hat und liefert gemeinsam mit Max Martin einen total Ohrwurm ab. Für den Sommer sollte man diesen Song im Auge (bzw. Ohr) behalten.


Weiter geht es mit "I Miss You", einem dunklen und sehr tiefgründigen Midtempo-Track, der beim ersten Hören nicht so wirklich hängen bleibt, beim zweiten und dritten Mal hört man aber noch intensiver hin und genau da entfaltet er seine wahre Magie. Der Track ist vielleicht kein Single-Material, aber er gefällt auf dem Album total gut und ist für die LP unabkömmlich. "When We Were Young" ist dagegen ganz anders: emotional, eingängig und tiefsinnig ab dem ersten Hören wäre er ein guter Kandidat für die 2. Singleauskopplung. Dafür spricht ebenfalls, dass Adele diesen schon vor Albumveröffentlichung als Live-Version auf verschiedenen Plattformen hochlud und ihn gestern bei Saturday Night Live in Amerika performnte. Es darf also gespannt weiterverfolgt werden.

Adele wäre nicht Adele wenn sie nicht immer wieder mit großen Songwritern zusammenarbeiten würde, mit denen es schon einmal geklappt hat. Ein Beispiel dafür ist Ryan Tedder mit dem sie "Remedy" aufgenommen hat. Dieser ist eine Piano-Ballade, die einfach nur durch Adeles Stimme bestimmt und total emotional performt wird. Der Song haut mich nicht so um wie seine Vorgänger "Turning Tables" oder "Rumor Has It", passt aber trotzdem einfach zum Album.
Auch typisch Adele: die Metaphern rund um's Wasser. Schon "Set Fire to the Rain" avancierte nach Singleveröffentlichung zum Hit und ich bin mir sicher, dass diese zwei Songs auch mächtig einschlagen dürften. "Water Under the Bridge" ist ein toller Midtempo-Track, dessen Refrain total mitreißend ist und der durch die Coolness von Adele besticht. Noch besser gefällt mir dabei "River Lea", den ich mir als Single wünsche. Sehr eingängig und mit einem tollen Rhythmus wirkt dieser auch live bestimmt mega!

"Love in the Dark" ist eine Nummer, die wieder anders ist als der Rest des Albums und die mit mehr Gefühl besticht. Als Single wäre dieser Track interessant, weil man diese Songart von Adele noch nicht kennt. Außerdem hat er was dunkles und trotzdem beständiges.... gleichzeitig läutet er den gefühlvolleren, langsameren Teil der Platte ein. Denn mit "Million Years Ago" müssen spätestens jetzt die Taschentücher gezückt werden: dieser erzählt von der Jugend und wie man die Unbeschwertheit dieser Zeit vermisst. Musikalisch wird der Song nur mit Gitarre vorgetragen und ist für mich mein ganz persönliches Highlight unter den Highlights :D

Auch sehr schön und mindestens genauso emtional, allerdings auf anderem Level, ist "All I Ask", der sehr romantisch ist und von einem sehr viel glücklicheren Ort kommt als noch "Someone Like You". Gleiches gilt für "Sweetest Devotion", ein Track der etwas mehr in die Soul/Gosspel-Richtung geht und der an ihren Sohn gerichtet ist... spätestens hier muss man zum zweiten Mal die Taschentücher rausholen. Man merkt den beiden Songs an, wie gewandelt sich Adele hier präsentiert. Während sie bei "21" noch total unglücklich und mit gebrochenen Herzen sang, zeigt "25" eine gereifte, erwachsene Frau, die weiß was sie will und im Leben angekommen ist - schön, dass man dies so gut durchhören kann ohne an Qualität zu verlieren.

Adele hat mit "25" alles richtig gemacht und zeigt, dass man nach einem Wahnsinngserfolg wie "21" trotzdem noch erfolgreich Musik machen zu können ohne abzuheben. Dabei versucht sie erst gar nicht am Vorgänger anzuknüpfen sondern spricht mal wieder genau über das, was sie selber auch bewegt. Und wahrscheinlich ist genau das ihr Erfolg. Man fühlt sich direkt mitgenommen und weiß, was die Sängerin meint. Ich habe mir am Freitag die Sendung "Adele at the BBC" angesehen, eine Sendung die extra zur Album-Veröffentlichung in England produziert wurde. Hier stellte Adele ihre größten Erfolge, aber auch neue Songs vor und feierte den Album-Release! Sie sang u. a. "Rolling in the Deep", "Someone Like You", "Skyfall" und neue Songs wie "Hello", "When We Were Young" und "Million Years Ago". Auch hier zeigte sich, wie schnell man sich mit Adele connected und ihr sofort jedes Wort glaubt, was aus ihrem Mund kommt. Eine Magie, die nicht jeder bei tausenden von Menschen auslöst.





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