Album-Rezension: Adele - "21" #AdeleWoche

Hallo & herzlich Willkommen zur zweiten Rezension in der #AdeleWoche!
Nun zu einer Rezi, die ich eigentlich gar nicht schreiben müsste, weil wirklich jeder, zumindest Teile des Albums kennt: Adele veröffentlichte 2011 ihr 2. Studioalbum, welches sie, nachdem "19" wirklich tolle Erfolge einheimsen konnte (immerin sprang ein Grammy für die beste weibliche Gesangsperformance raus), mit wirklich großen Produzenten und Songschreibern einsang: Ryan Tedder, Fraser T. Smith oder Paul Epworth sind nur einige der vielen Beteiligten an dem Album. Dies hörte man der Platte auch an, sie wurde viel popiger und strahlte eine Aura aus, die darauf schließen lies, dass man einen Erfolg damit erzielen wollte. Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, wie ich in den CD-Laden gegangen bin und natürlich "Rolling in the Deep" aus dem Radio kannte und dann das Album da stehen sah. In diesem Moment wusste ich es nicht, aber ich sollte mir ein Album kaufen, welches die Musikwelt veränderte.



Adele knackte wirklich jede bestehenden Charts auf der Welt, sahnte alle bestehenden Preise ein und wurde weltweit zum Star: "Rolling in the Deep", "Set Fire to the Rain" und "Someone Like You" wurden zu weltweiten Hits, die wirklich jeder von Deutschland bis nach Indien, von Australien nach Amerika und von Timbuktu bis zur Antarktis wahrscheinlich JEDER hörte. Hinzu kamen die erfolgreichen US-Singles "Rumor Has It" und "Turning Tables", letzteres ist mein Lieblingstrack überhaupt und beschert mir immer wieder Gänsehaut, jedes Mal aufs Neue. Die Songs gehen wirklich in die Musikgeschichte ein, ich bin mir fast sicher, dass in 100 Jahren Schulen diese Songs vorspielen werden und sie als Evergreens beschreiben - sogar sehr sicher.

Ein weiteres Highlight für mich ist "Don't You Remember"... wie einfach, nachzufragen, ob sich das Gegenüber nicht erinnern könne, warum er sie geliebt hat und wie eindrucksvoll es Adele schafft, dies in einen Song zu packen. Mir bleibt der total hängen und überzeugt mich selbst nach vier Jahren immer noch so, wie beim ersten Mal. Sehr schön finde ich außerdem auch "Take It All". Dieser klingt irgendwie nach großer, edler 50s-Sängerin, ein Bild was ich so schon öfter von Adele im Kopf habe (so Shirley Bassey-mäßig :D). "He Won't Go" ist dagegen wieder nicht weniger emotional, dafür viel cooler und lässiger mit einer gehörigen Ladung Spaß, was die Instrumentalisierung angeht. Der einzige, nicht von Adele verfasste Track, "Lovesong" ist so verletzlich, so emotional vorgetragen, dass ich jedes Mal ganz in mich kehre und so ganz für mich sein kann - einzigartig!

"One and Only" und "I'll Be Waiting" sind nicht ganz so stark wie der Rest, trotzdem gehören sie für mich irgendwie dazu. Man kann sie genießen, sie klingen anders als alle anderen Songs und verleihen "21" einen tollen Ablauf. Man kann sich das Album von vorne bis hinten durchhören, ohne einen Song ausblenden oder überspringen zu wollen. Ich weiß noch genau, nach dem ersten Hören war ich total geflasht, nach dem zweiten verliebt und nach dem dritten total süchtig. Ich höre mir das Album nach 4 Jahren immer noch an und nicht nur ich bin so verrückt, es gibt noch mehr Menschen, die sich so verbinden können mit der LP und Adele nachempfinden. Adele bezeichnete es selber als Trennungsalbum, aber ich glaube, dass es viel mehr als das ist. Es geht einem nah, man fühlt sich verstanden und die Songs passen zu so vielen unterschiedlichen Situationen, obwohl sie über Trennungen geschrieben worden sind.

Hier schreibe ich jetzt nicht "hört euch das Album unbedingt an", schließlich hat das wahrscheinlich jeder schon mindestens tausend Mal gemacht! Ich liebe das Album, ich höre es mir gerne an und ich freue mich SO SEHR auf dessen Nachfolger. Klar, man darf ihn eigentlich nicht mit "21" vergleichen, tut das aber bestimmt unbewusst. "21" war so einzigartig, eingängig, emotional und so persönlich, das noch einmal versuchen zu wollen, wäre Quatsch. Und wie Adele eindrucksvoll zeigt, weiß sie genau, wie es weitergehen muss: "Hello" ist so ganz anders wie "21" und zieht trotzdem einige Parallelen - genau DAS musste man nach so einem großartigen Album machen, um dem neuen eine frische Note zu verleihen und dem Alten gerecht zu werden.




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