Album-Rezension: Adele - "19" #AdeleWoche

Hallo und herzlich Willkommen zu dem ersten Beitrag der #AdeleWoche! 
Richtig gehört: diesen Freitag erscheint Adele's lang erwartetes 3. Studioalbum "25" und um uns die Wartezeit zu verkürzen stelle ich euch in dieser Woche ihre beiden vorherigen Alben "19" und "21" vor - diese kennen zwar schon die meisten, aber ich mag es, die ganze Historie eines Künstlers auf meinem Blog vertreten zu haben. Außerdem ist, besonders ihr Debüt-Album "19" gar nicht SOOO bekannt und eventuell schaffe ich es ja sogar, einige wieder zum Anhören des Albums zu bringen - wer weiß!
Kommen wir jetzt genauer zum Debüt: dies wurde im Jahr 2008 veröffentlicht und zeigte schon, dass aus dieser Sängerin etwas ganz Großes werden könnte.

Die LP konnte insgesamt vier Singles verbuchen: die bekannten Tracks "Hometown Glory", ein sehr rustiger und dennoch sehr moderner Pop-Song, "Chasing Pavements", für mich ein Vorgänger von "Someone Like You", auch wenn ihr total anders klingt, aber die selbe Intensität aufzuweisen hat und "Make You Feel My Love", DIE Ballade auf dem Album. Die Songs gehören definitiv zu meinen Lieblingen und zeigen eine sehr junge Adele, die nicht auf groß-inszenierte Stücke setzt, sondern nur mit Stimme und Akustik überzeugen kann. Die dritte Single "Cold Shoulder", klingt wieder sehr professionell produziert und macht einfach total viel Spaß beim zuhören. Diese ist dann auch etwas mehr instrumentalisiert als die restlichen Songs. Singletechnisch hat man hier wirklich ALLES richtig gemacht! Übrigens kennen, besonders wir in Deutschland, den Song "My Same". Diesen hat nämlich Lena (Meyer-Landrut) bei ihrem Casting für die Show Unser Song für Oslo performt und integrierte ihn später auf ihrem Debüt-Album "My Cassette Player" - Adele's Version klingt natürlich größer, allerdings kann man die Versionen gar nicht miteinander vergleichen, dafür sind sie zu unterschiedlich.

Doch auch die Album-Tracks haben es in sich und bieten auch schnellere Pop-Nummern: "Daydreamer", erster Song des Albums, hält was er verspricht und nimmt einen mit auf einen Tagestraum, den man genau so erlebt und dem man entspannt zuhört. "Melt My Heart to Stone" überzeugt durch seine langsame, sehr gefühlvolle und total an Regenwetter erinnernde Art und man muss an mehrern Stellen einfach genau hinhören und genießen - solche Songs hört man echt nicht oft. Favoritenalarm! "Right As Rain" klingt wie Jazz-Pop und macht total gute Laune. Wer mal nicht immer Herzschmerz hören will, dem ist dieser Song ans Herzen gelegt! Gleiches gilt für "Tired", ein sehr grooviger, mit modernen Klängen produzierter und sehr zeitgemäß-klingender Pop-Song, der total anders klingt als der Rest des Albums.

Wer es akustisch mag, dem werden "Best for Last", "Crazy for You" und "First Love" (total süß mit dem Glockenspiel im Hintergrund) gefallen, diese sind nur spärlich instrumentalisiert und konzentrieren sich größtenteils auf die Stimme von Adele. Besonders "Best for Last" gefällt mir total gut, einfach weil er so intelligent komponiert ist. Diese Richtung wird auf "21" später nicht mehr ganz verfolgt, da die Platte viel mehr Pop darstellt als ihr Erstlingswerk. Gerne, würde ich solche Nummern auch noch in Zukunft von ihr hören.

Insgesamt mag "19" kein Hit-Album sein, wie sein Nachfolger, doch er zeigt vor allem, wo Adele herkommt, wie ihre Anfänge klangen und welche Richtungen sie einschlagen wollte. An manchen Nummern erkennt man ganz klar, wie "21" entstanden ist: "Hometown Glory", "Chasing Pavements", "Melt My Heart to Stone" oder "Make You Feel My Love" sind Songs mit Hit-Potenzial, die besonders in Pop-Richtung gehen und aus dieser Einflüsse herausziehen und neu verarbeiten. Gleichzeitig erkennt man an dem restlichen Album, wie wenig Adele eigentlich braucht: Gitarre, Klavier oder Schlagzeug, zwei Backgroundsängerinnen und ihre Stimme - mehr nicht und trotzdem überzeugt sie als wäre es eine ganz aufwendig-produzierte Platte. Wer also die frühe Adele kennenlernen will oder sich neu verlieben möchte, der sollte definitiv (wieder) in "19" reinhören.


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