Rezension: Namika - "Hellwach EP"

Am Mittwoch kamt ihr in den Genuss von "Nador" - zumindest wenn ihr die Rezi dazu gelesen und danach SOFORT in das Album reingehört habt. Sollte dem so sein, werdet ihr euch außerdem daran erinnert, dass Namika ihre "Hellwach EP" angekündigt hat - mit ihrer neuen Single "Hellwach" in der Bundesvision Song Contest-Version und vier noch nicht veröffentlichten Tracks, die allesamt eher in die HipHop-Richtung gehen sollen. Und da das so passt, schließlich findet morgen auch schon der BuViSoCo statt, welchen ihr mit mir zusammen auf meinem Blog im Live-Ticker gucken könnt, dachte ich mir, ich schreibe eine Rezension ganz allein für die EP - los geht's!

01. "Hellwach (BuViSoCo Version)"
Schon auf dem Album "Nador" konnte mich der Song begeistern und zählte für mich zu den Hits der LP. Allerdings fehlte eine Bridge und ich konnte mir nur schwer vorstellen, ob der Song bei den Zuschauern morgen gut ankommen wird. Dann veröffentlichte Namika das Video zur neuen Single-Version und schwups! Da haut sie einfach mal eine gerappte Bridge raus und der Song hat echtes Gewinnerpotenzial beim Bundesvision Song Contest! Immer noch sehr eingänig und die Bridge ist quasi die Kirsche auf der Sahnetorte - ich freu mich auf den Auftritt!

02. "Mein Film"
Dieser Song stellt einen guten Mix aus Namikas Pop-Songs und Rap-Parts dar - in den Strophen rappt sie sich die Seele aus dem Leib, im Refrain singt sie so wie wir es aus "Nador" vermehrt kenne. Dabei zeigt "Mein Film" den Spaß, den sie offensichtlich an dem Song hat. Der Song ist echt gut, kann zwar nicht ganz so überzeugen wie "Na-Mi-Ka" oder "Hellwach" ist aber einfach schön anzuhören, wiel ich sie echt gerne rappen höre. Die ganzen Anspielungen auf die Filme sind ebenfalls gut gemacht und total lustig inszeniert. Zu dem Video gibt es ebenfalls ein Video auf YouTube, mir gefällt's obwohl es sehr an das obrige Video erinnert. Auf der CD gibt es übrigens den Song mit MoTrip - dieser bricht das Rappen über Filme und rappt was von Erfolg, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit. Das passt sehr gut zum Song und wertet den Song noch einmal auf - TOP!

03. "Na-Mi-Ka"
Dieser Song ist so unglaublich gut, dass ich gar nicht verstehe, warum er nicht als offizielle Single veröffentlicht wurde. In "Na-Mi-Ka" stellt sich die Sängerin vor und defniert so ziemlich alles, was sie mal erreichen möchte - das ist so gut gemacht, da viele der Eigenschaften mit den Teilen des Songs anfängt (also ein Teil mit "Na", der andere mit "Mi" und der letzte mit "Ka"). Beschreiben kann man gar nicht wie gut das ist, man muss es einfach gehört haben! Für mich mit Abstand mein Lieblingssong! Zu dem Video gibt es ein tolles Video auf YouTube - total simpel und trotzdem sehr elegant, passend zum Song: "Mein Sound elegant, aber laut" ;-)



04. "Immer Noch Wir" (feat. Ali As)
Dieser Song konnte mich zunächst noch nicht so überzeugen (ähnlich wie schon "Herzrasen", "Stoptaste" oder "Broke" auf "Nador"), allerdings hab ich mich ab dem 2. Hören irgendwie reingehört. Der Song soll etwas ironisch rüber kommen und entspannt klingen - allerdings ist mir das zu viel Produktion drin. Manchmal versteht man Namika kaum und auch der Text ist manchmal nicht ganz auf dem Punkt. Ali As ist dann eine positive Überraschung und rückt das Stück irgendwie in das richtige Licht... Fazit: Guter Song mit einigen Schwächen, die man mit der Zeit überhört.

05. "Zehn Vor Vier"
Der Track schließt sich der Kritik von "Immer Noch Wir" an, er braucht ein bisschen um zu überzeugen: Instrumentalisierung ist ziemlich gut, das Stück dreht sich um die viel zu kurze Zeit in jedem unserer Leben. Dabei finde ich auch hier den Track viel zu überproduziert, total komisch, da auf "Nador" wirklich alles gepast hat. Aber gut, auch hier ist es so: man muss sich den Track mehrmals anhören, dann gefällt er.

Ich weiß nicht, ob ich jemanden die CD UNBEDINGT empfehlen würde, nur so viel: wer auf guten, deutschen HipHop steht und mal hören will wie gut das auch Frauen machen können, der sollte mal definitiv reinhören. Allein "Na-Mi-Ka" ist es schon wert, ganz angehört zu werden und auch der Mainstream-Song "Hellwach" in der Bundesvision Song Contest-Version macht definitiv Lust auf Tanzen und Mitsingen - genau das, was man wahrscheinlich erreichen möchte und was besonders jungen Leuten zusagen dürfte. Mir gefällt's aus zwei Gründen: ich mag es zum einen, wenn Frauen rappen. Deshalb stehe ich so auf Nicki Minaj oder auf Little Simz (die einen Gastauftritt auf "Crystal Sky" von Lena hat). Zum anderen finde ich Namikas Sound echt erfrischend mit ihren coolen Beats, tollen Texten, guten Stimme und einem großartigen Rap-Talent. Ich bin wirklich gespannt, wie sie live wirkt und ob sie auch ein so großes Performance-Talent an den Tag legt (:

Noch mehr Na-Mi-Ka!:
Hier geht's zur Rezension ihres Albums "Nador" - viel Spaß!
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