Single-Rezension: Ann Sophie - "Black Smoke"

Was habe ich nicht alles berichtet über den deutschen Vorentscheid: von vorherigen Einschätzungen bis hin zu Live-Tickern gab es wirklich alles, was das deutsche ESC-Herz höher schlagen lässt. Und nach einem turbulenten Vorentscheid und viel Berichterstattung in den letzten Wochen, wurde es doch immer ruhiger um Ann Sophie, die Zweitplatzierte, und ihrem Song "Black Smoke" - so ruhig, dass es der Song gerade einmal auf Platz 29 der Singles Charts schaffte. Für eine Newcomerin mag dies schon ein erster Erfolg sein, doch schaut man sich die Siegerbeiträge des Vorentscheids in den letzten Jahren an, stellt man fest: seit Lena schafften es alle Beiträge in die Top 10 und wurden teilweise zu richtigen Radiohits.
Was fehlt also "Black Smoke" um zu eben diesem zu werden? Ist der Song wirklich schlechter als die vorherigen Beiträge? Oder liegt es vielleicht gar nicht am Song, sondern vielmehr an der Geschichte, die man mit ihm verbindet?

Ich bin schon seit dem Vorentscheid (um genauer zu sein seit Veröffentlichung der Single, dies passierte nämlich schon einige Tage vorher) ein Fan von "Black Smoke". Der Song ist cool, bezieht verschiedene Elemente mit ein, klingt mal Oldschool und mal total frisch - dabei überzeugt nicht nur die Instrumentalisierung, sondern auch der Text ist sehr schlau geschrieben worden und hat eine Einzigartigkeit an sich, die irgendwie begeistert - manche mehr, manche weniger. Und selbst wenn man mit dem Ergebnis des Vorentscheids nicht zufrieden ist (darüber habe ich hier ja schon berichtet), muss man einfach eingestehen: Ann Sophie hat eine MEGA Stimme und bietet eine Bandbreite, die nicht jeder Pop-Sänger vorzuweisen hat.

Und genau dieses Gesamtpaket überzeugt mich so sehr, dass ich diesen Song seit Anfang März ständig anhöre - jeden Tag, mehrere Male in verschiedenen Versionen: einmal in der Studio-Version, der Live-Gewinner-Version oder auch in der akustischen Version aus dem ARD-Morgenmagazin oder der Talkshow DAS!.
Doch wenn man sich die physische CD holt, dann gibt es noch viel mehr: als B-Seite bekommt man (natürlich) den zweiten Song "Jump the Gun" - der ist aus dem Clubkonzert oder auch von "Unser Song für Österreich". Diesen performte sie nämlich damals als erstes. Und auch dieses Lied ist stimmlich absolut auf den Punkt. zwar gefällt mir hier die Live-Version sogar nocht etwas besser als die Studio-Version, die doch eher ein wenig überproduziert klingt, doch trotzdem erkennt man das Talent von Ann Sophie sehr gut.



Wer also unvoreingenommen an die Geschichte herangeht, wird auf eine junge Sängerin treffen, die Talent, Stimme, Bühnenpräsenz und Wiedererkennungswert und einen SUPER Ohrwurm im Gepäck hat - gute Voraussetzungen für ein tolles Abschneiden im Mai oder, und das wünsche ich hier noch viel mehr, langfristigen Erfolg.

P. S.: Während der ECHO-Verleihung vor einer Woche kündigte Ann Sophie übrigens schon ihr erstes Studioalbum an, welches noch VOR dem Eurovision Song Contest, vermutlich am 24.04.2015 erscheinen soll. Dieses hat den passenden (und hoffentlich auch für Wien zustimmenden) Namen, 
"Silver Into Gold".

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