Single-Rezension: Katy Perry - "Roar"

Schon seit geraumer Zeit poste ich auf Facebook die neusten Updates, was Katy Perrys neue Single "Roar" und das dazugehörige Album "Prism" angeht. Denn erst verbrannte sie ihre weltbekannte, blaue "California Gurls"-Perücke, dann beerdigte sie ihr Kleid mit den sich drehenden Dekoletee, brachte eine Katze zum Brüllen, bis dann in ihrem 4. Promo-Video ein Auszug der neuen Single zu hören war! Seit gestern (12. August 2013) hat das Warten nun ein Ende: "Roar", die Vorab-Single aus dem kommenden Album "Prism", ist weltweit als Download erhältlich und läutet eine neue Ära der Katy Perry ein - doch kann diese an die "Teenage Dream"-Zeiten anschließen oder lässt die Qualität nun doch etwas nach?
Landet Katy Perry mit "Roar" wieder einen #1-Hit, wie schon zuvor mit den ersten fünf Singles ihres 2. Studioalbums, oder ist sie davon weit entfernt? Und wohl das Wichtigste: Ist man als Fan enttäuscht wenn man sich die neue Single anhört oder bekommt man durch den Song immer mehr Lust auf "Prism"?

1. Der Song:
Wo fängt man an, wenn man "Roar" beschreiben möchte? Der Song ist ein leichter, verträumter und doch sehr starker Midtempo-Song, der perfekt zum Spät-Sommer passt (der ja jetzt langsam kommt). Dabei steht die Stimme Perrys eindeutig im Vordergrund und leitet den Song durch seine stampfenden Beats hindurch. Besonders gegen Ende explodiert der Song, sodass man ihn einfach gut finden muss und man besonders den Refrain im Gedächtnis behält.
Inhaltlich geht es in "Roar" um die Stärke in einem selbst, das man sein eigener Held sein kann und nach einer langen Zeit der Unterdrückung oder des "Sich-nicht-sicher-Seins" an dem Punkt angelangt ist, an dem man Dinge selber in die Hand nehmen und eigene Entscheidungen treffen kann. Mir gefällt der Text total gut, weil er einerseits sehr persönlich und andererseits sehr universell ist, denn jeder von uns braucht mal diese Selbstbewusstseinsschübe, oder?
Zusammengefasst finde ich das Wechselspiel zwischen Instrumentalisierung und Lyrics sehr gut und finde es sehr positiv, dass der Song etwas an den anfänglichen Sound von Katy Perry erinnert (damit meine ich jetzt den Sound von "One of the Boys" und nicht den von "Katy Hudson"). "Roar" ist erwachsen, frisch und zeigt zwar den Spaß, aber auch die Ernsthaftigkeit der Sängerin - ähnlich schon wie bei der letzten Single "Wide Awake", allerdings soundlich etwas heller.

2. Persönliches Fazit:
Was soll ich noch sagen? "Roar" ist der perfekte Übergang von "Teenage Dream" zu "Prism", da er verschiedene Sounds in sich vereint und trotzdem erwachsener wirkt als all seine Vorgänger. Während "Teenage Dream" und seine Singles noch in eine Phantasie-Welt abtauchte, kommt "Roar" viel persönlicher daher, stellt sich der manchmal harten Realität entgegen und sagt: "Ich bin bereit für alles, was kommen mag!". Der Sound des Songs passt zur Jahreszeit, ist frisch, hebt sich von den Songs in den Charts ab, ist ganz anders als seine Vorgänger und geht dabei noch ins Ohr - scheinbar muss Katy Perry ein Geheimrezept haben, wie man Hit-Songs verfasst.
Ich bin ja, wie oben erwähnt, großer Fan der Sängerin und war wirklich gespannt ob mir der neue Stil gefällt oder ob ich total enttäuscht sein wäre. Jetzt kann ich allerdings lächelnd sagen: für mich hätte die Comeback-Single nicht stärker und besser sein können. "Roar" ist vielleicht kein Song, der SOFORT ansteckt wie seiner Zeit "California Gurls", "Teenage Dream" oder "Last Friday Night (T.G.I.F.)", geht dafür aber viel tiefer als diese und löst genau die selbe Reaktion aus: Verständnis und das Gefühl: "Hey, das was sie singt, wie sie sich fühlt, das kenne ich von meinem eigenen Leben" - und genau das ist es, was man doch will von Musik, sich mit ihr identifizieren können.
Von mir bekommt sie, aufgrund dieser Leistung, 5/5 Punkte und damit kann ich erleichtert sagen: Katy Perry is back... finally! Dafür bekommt sie natürlich auch einen Platz an der "Wall of Glory" mit eben diesem Titel (:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen