ESC-Special 2013: El Sueno de Morfeo - "Contigo hasta el final (With You Until The End)" (Spanien)

Und der nächste Big Five-Kandidat wird (bevor der Beitrag zum 1. Halbfinale online geht) genauer unter die Lupe genommen: Spanien schickt El Sueno de Morfeo zum ESC, eine Band, die in Spanien mit ihren Pop/Rock-Songs schon große Erfolge verbuchen konnte, so platzierten sich ihre ersten drei Longplayer in den Top5 der Album-Charts und auch einige Album-Auskopplungen schafften einen Einstieg in die Top10 der Single-Charts. Mit ihrem ESC-Song "Contigo hasta el final (With You Until The End)" meldet sich die Band zurück und möchte gleich ganz Europa von ihrem Stil überzeugen. Doch schafft es ein Pop/Rock-Song mit Folk-Einflüssen wirklich, aus allen Ecken Europas Punkte zu bekommen?


1. Der Song:
Beim ersten Hören des Songs dachte ich mir: ein Dudelsack in einem spanischen Lied? Habe ich mich vielleicht vertan? Aber nein, tatsächlich hört man am Anfang und auch während des Stücks genau dieses Instrument. Unerwartet, aber immerhin ein Überraschungsmoment. Danach fängt das Stück sehr ruhig an, die Sängerin hat eine sehr sanfte und junge Stimme, die zwar sehr beruhigend, allerdings auch sehr dünn wirkt. Ich mache mir da ein bisschen Sorgen, dass bei der Live-Performance ihre Stimme unter den ganzen Instrumenten untergeht.
Insgesamt ist der Song sehr schön, er passt zum Sommer, baut auch Energie auf und weist eine schöne Mischung aus Pop, Rock und Folk auf, die ich jetzt von Spanien nicht unbedingt erwartet hätte. Doch eine große Sorge habe bei dem Ganzen....


2. Persönliches Fazit:
Ich glaube nämlich, dass der Song zu ruhig und zu 0815 ist. Natürlich, er ist nett zum Anhören, hat eine beruhigende Wirkung und versprüht seinen ganze eigenen Charme, aber er reißt nicht mit, lässt einen nicht aufhören und schafft es nicht, lange im Ohr zu bleiben - und das ist wohl das größte Problem, was man beim Eurovision Song Contest haben kann. Man muss im Gedächtnis der Leute bleiben und ich bezweifle, dass das dem Song gelingt. Ich persönlich mag ihn zwar trotzdem, finde ihn aber bei dem Wettbewerb einfach Fehl am Platz. Dazu kommt auch noch die oben angesprochene Sorge mit der dünnen Stimme der Sängerin -  ich hoffe inständig, dass ich mich zumindest in diesem Punkt irre und sie über die ganzen Instrumenten zu hören ist.
Wenn ich mir das Stück "privat" oder "nur" als "normale" Single angehört hätte, dann würde ich, aufgrund der tollen Stimmung des Songs und seinem Charme, 4/5 Punkte vergeben. Mit einem Blick auf Malmö allerdings, kann ich leider bloß 3/5 Punkte vergeben, weil ich einfach glaube, dass der Song bei den ganzen Dance-Nummern und großen Balladen untergehen (und vergessen werden) wird - hoffen tue ich es allerdings nicht.

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