ESC-Special 2013: Amandine Bourgeois - "L'Enfer Et Moi" (Frankreich)

Frankreich - für mich persönlich ein Land, das ich beim Eurovision Song Contest irgendwie nie so im Kopf habe. Von vornherein denke ich mir da: Frankreich? Da kommt eh nichts Vernünftiges bei raus! Ich weiß, das hört sich jetzt mit Vorurteilen geladen an, aber ich weiß selber nicht, warum ich mir das jedes Jahr denke. Die Acts wollen einfach nicht in meinen Kopf und so richtig im Unrecht bin ich dabei auch nicht: Frankreich hat seit 1977 keinen Contest mehr gewonnen und die meisten Platzierungen in den letzten Jahren waren eher schlecht als Recht.
Wie dem auch sei: dieses Jahr schickt das Land, welches den Eurovision immer noch als Grand Prix Eurovision de la Chanson bezeichnet, eine laszive Pop/Rock-Nummer an den Start und hofft somit, den Pott nachhause zu holen. Der Titel heißt dabei "L'Enfer Et Moi" (übersetzt so viel wie Die Hölle und ich) und wird von der Sängerin Amandine Bourgeois vorgetragen.


1. Der Song:
Wie schon gesagt: Der Song ist eine Rock/Pop-Nummer, die allerdings nicht wirklich einen spannenden Aufbau hat: der Song "plätschert" so vor sich hin, es gibt kein ergreifendes E-Gitarren-Solo, kein Schlagzeug, welches in den Mittelpunkt gestellt wird und auch der Gesang weißt nicht wirklich einen Höhepunkt auf.
Zwar ist die Stimme der Sängerin gut und ich kaufe ihr auch diesen Stil ab, allerdings passiert einfach zu wenig. Der Song würde vielleicht als Hintergrundmusik in einer Parfüm-Werbung gut ankommen, für sich alleine sieht es dann aber eher durchwachsen aus.
Zwar gibt es wesentlich schlechtere Beiträge (davon konnte man sich ja gestern ein Bild machen ;-)), allerdings finde ich es besser, wenn man mal was wagt, anstatt so eine lahme Nummer zum Eurovision Song Contest zu schicken.


2. Persönliches Fazit:
Nachdem ich von Schweden sehr begeistert war und auch Spanien sehr sympathisch daher kam, war ich eigentlich guter Dinge, dass Frankreich mir dieses Jahr (ausnahmsweiße :D) auch gut gefällt - leider wurde diese Erwartung nicht erfüllt. Dafür ist das Lied einfach zu "dahin gesungen", es fehlt das Einzigartige, das Catchige und das Besondere. Auch die Stimme der Sängerin (die eigentlich gut ist) reißt das nicht mehr heraus.
Für mich ein klarer Flop dieses Jahr, der wahrscheinlich eine Platzierung im hinteren Drittel erreichen wird -  von mir gibt es daher 1/5 Punkte.

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