Album-Rezension: OneRepublic - "Native (deluxe Edition)"

OneRepublic, die Ausnahme-Band der letzten Jahre, sind wieder zurück! Vor einigen Wochen habe ich ja schon ihre Vorab-Single "If I Lose Myself" rezensiert und jetzt kommt (wie es sich gehört) auch die Album-Rezension zu "Native". Dieses ist schon ihr 4. Studioalbum, welches sich in Deutschland sofort auf Platz Nr. 4 der Album-Charts platzieren konnte und somit einen weiteren Erfolg der Band darstellt.
Vom Sound her erwartet uns einiges Neues, aber auch schon Bekanntes, vieles Positives und wenig Negatives - so und nicht anders habe ich das auch von OneRepublic erwartet. Für mich sind sie ja schon lange über "Apologize" hinaus und haben sich ihren Platz im Musikbusniess definitiv verdient! Doch kommen wir zum eigentlichen Album und begeben uns auf die musikalische Reise, welche uns auf "Native" erwartet.


1. Die Songs:

1.1. Counting Stars 5/5
Fröhlich, sommerhaft und frisch - "Counting Stars" verspricht ein tolles Album und ist ein perfekter Einstieg für "Native". Besonders der Anfang und die Bridge stechen hervor und machen Lust auf mehr! Der Refrain geht total leicht ins Ohr, weshalb ich mir den Song auch gut als Single vorstellen könnte.

1.2. If I Lose Myself 5/5
Wer sich die Single-Rezension noch nicht durchgelesen hat, kann das hier tun, ich kann nur noch sagen: SUPER!

1.3. Feel Again 5/5
Und fröhlich geht es auch weiter: "Feel Again" hat einen tollen Rhythmus zum Mitwippen und Mitklatschen, versprüht dabei gute Laune und reißt mit. Inhaltlich geht es (trotz der Guten-Laune-Stimmung) ziemlich tief, nämlich um eine Person, bei der man wieder etwas fühlt, sich auf sie einlassen kann und ihr vertrauen kann. Gehört zu meinen Favoriten auf der Platte.

1.4. What You Wanted 4/5
Dieser Song lädt zum Nachdenken ein, hört sich allerdings nicht traurig oder melancholisch an, sondern hat einfach das gewisse Etwas, was einem dazu bringt. Die Stimme von Ryan Tedder kommt außerdem total gut rüber und wird auch in den Mittelpunkt gestellt. Einzig die Bridge finde ich nicht so stark, aber das ist Geschmackssache.

1.5. I Lived 5/5
Sommer, Sonne, Sonnenschein - OneRepublic liefern bis jetzt einen Hit nach dem Anderen der genau SO klingt. Fenster auf, Sonne rein und genießen - das ist das Einzige was man machen kann :D "I Lived" überzeugt gleichzeitig mit seinen tollen Lyrics, denn wir alle haben viel erlebt und um das zu feiern, passt der Song perfekt!

1.6. Light It Up 3/5
Rockig und düster präsentieren uns OneRepublic "Light It Up". Mir persönlich gefällt der Song so mittelmäßig. Die Verzerrung der Stimme als auch die Gitarre im Hintergrund stören mich einfach und ich kann mich gar nicht auf den Inhalt konzentrieren. Fazit: Geht so.

1.7. Can't Stop 5/5
Die erste traurige Nummer, zumindest der erste Song, der sofort danach klingt. "Can't Stop" zieht einen sofort in seine Welt und lässt einen nicht mehr los. Man verliert sich in den wunderschönen Lyrics und taucht für etwas über vier Minuten ab. Einer meiner Favoriten!

1.8. Au Revoir 4/5
Dieser Song schließt nahtlos an "Can't Stop" an und spielt wohl fast in der gleichen Welt wie dieser. Mir gefällt's, allerdings kommt "Au Revoir" nicht an den Vorgänger ran. Trotzdem: guter Song, der durch seine Einfachheit und die Stimme Tedders überzeugt.

1.9. Burning Bridges 5/5
Vom Sound erinnert mich "Burning Bridges" etwas an "Waking Up", dem 3. Studioalbum der Band - das soll aber nichts Schlechtes heißen, denn "Burnding Bridges" kann durch sein tolles Arrangement und seiner Ohrwurmqualitäten überzeugen. Besonders der Refrain und die Bridge machen den Song einzigartig.

1.10. Something I Need 4/5
Der zehnte Track sticht auf dem Album hervor, da der Sound ganz anders ist als die, der anderen Songs. "Something I Need" ist in den Strophen eher langsamer, zieht allerdings im Refrain nach und verleitet zum Mitsingen. Super!

1.11. Preacher 5/5
Eine Sommer-Ballade vom Feinsten! "Preacher" hat etwas von "Can't Stop" kombiniert mit "I Lived" - Gefühl trifft auf Sommer, nachdenkliche Texte treffen auf sonnige Klänge und Mitsingcharakter. "Preacher" gehört für mich zu den besten Songs auf dem Album und ich wünsche ihn mir dringend als Single im Spätsommer 2013!

1.12. Don't Look Down -/-
Dieser Track ist der Kürzeste mit einer Laufzeit von 1:39 Minuten und dient wohl "nur" zum Beenden des Albums. Schöne Melodie, die wirklich etwas von einem "Ende" hat. Insgesamt finde ich zwar schade, dass der Song so kurz ist, allerdings ist es auch eine schöne Art ein Album enden zu lassen. Eine Bewertung halte ich allerdings nicht für angebracht.

1.13. Deluxe Edition bonus tracks
Die deluxe Edition bietet nochmal Akustik-Versionen der bereits bekannten Lieder "If I Lose Myself", "What  You Wanted" und "Burning Bridges" sowie zwei zusätzliche Songs. "Something's Gotta Give", ein eher langsamer Song, der ebenfalls sehr nachdenklich und dunkel ist, allerdings total überzeugen kann und auch gut aufs eigentliche Album gepasst hätte. Vom Stil her ähnlich wie "Light It Up", nur besser :-D
Der zweite Song, "Life in Color", ist eher rockig und steht somit ein bisschen im Kontrast zum restlichen Album. Trotzdem ist der Song gut, geht schnell ins Ohr und weißt einen tollen Refrain auf. Gut gefällt mir die Vielseitigkeit des Songs, den man wirklich zu jeder Gelegenheit hören könnte.
Insgesamt würde ich zwar sagen, dass die zwei Songs gut sind und auch die Akustik-Versionen können überzeugen, allerdings ist es auch kein Beinbruch wenn man "nur" die Standard-Edition hat. Fazit: Für wahre Fans ein Muss, für Liebhaber guter Musik genügt die "normale" Version.

2. Persönliches Fazit:
Für mich waren OneRepublic nie wirklich ein Act, den ich total verfolgt und mich schon Monate vorher auf den Album-Release gefreut habe. Es war vielmehr so, dass ich (wenn ich hörte, dass sie ein Album veröffentlichen würden) mir dachte: dann gucken wir mal, ob mir die Vorab-Single(s) gefallen und dann entscheide ich mich für oder gegen den Kauf der CD. Ende vom Lied ist, dass ich jetzt jedes ihrer Alben in meinem CD-Regal stehen habe und trotzdem kein wirklich großer Fan im klassischen Sinne war.
Vielmehr freue ich mich darüber, dass mich die Band nicht "hängen lässt" und jedes mal aufs Neue abliefert. Vor jedem Album konnten sie mich mit ihrer Single überzeugen und ich habe es nie bereut einen Longplayer von ihnen gekauft zu haben.
Besonders "Native" lässt mich sprachlos zurück, denn ich finde, dass es neben "Dreaming Out Loud" ihr bestes Album so far ist. Hit nach Hit liefert uns OneRepublic auf diesem und macht ihren Fans klar: ihr habt uns noch ganz schön lange an der Backe ;-) Die Highlights sind für mich "Counting Stars", "If I Lose Myself", "Feel Again", "I Lived", "Can't Stop", "Burning Bridges" und "Preacher". Der wahre Gewinner ist aber "I Lived" - ich glaube, ich habe mich verliebt :-)
Ich freue mich, dass es wirklich so gut ist und setze (spätestens jetzt) OneRepublic auf die Liste der Sänger und Bands, von denen ich mir jedes Album kaufe. Daher gibt es (wie soll es anders sein?) NATÜRLICH 5/5 Punkte und einen Platz an der "Wall of Glory".

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