Album-Rezension: Bruno Mars - "Unorthodox Jukebox"

Nachdem mir "When I Was Your Man" von Bruno Mars so gut gefallen hat MUSSTE ich mir einfach, wie schon angekündigt bei der Single-Rezension, das Album "Unorthodox Jukebox" kaufen. Warum nicht sofort am Erscheinungstag? Irgendwie hat mir "Locked Out of Heaven" nicht wirklich gefallen und musste mich erst mit dem neuen Sound anfreunden.
Doch nach der 2. Single des Albums war klar: Bruno Mars ist kein One-Album-Wonder, sondern ein Künstler, der sich seinen Platz im Musikbusiness durchaus verdient hat. "Unorthodox Jukebox" beinhaltet alles, was ein 2. Album beinhalten sollte: ein neuer und trotzdem altbekannter Sound, frische Vibes und emotionale Texte. Doch wie, was und warum erfahrt ihr, wie immer, jetzt!


1. Die Songs:

1.1. Young Girls 4/5
Der Einstieg in den Longplayer zeigt schon eine leichte Veränderung in Bruno Mars' Musik: Schnellerer Rhythmus, dumpfere Beats und etwas mehr Mainstream - so wird "Unorthodox Jukebox" eröffnet! Und mir gefällt's total gut. "Young Girls" ist jetzt kein Single-Kandidat im klassischen Sinne, sondern eher ein Track, der nach mehrmaligem Hören im Ohr hängen bleibt und dann zu überzeugen weiß.

1.2. Locked Out of Heaven 5/5
Wie schon gesagt: Mit diesem Song hatte ich anfangs Probleme, jetzt finde ich ihn allerdings SEHR GUT und höre ihn mir immer wieder gerne an.

1.3. Gorilla 5/5
Und auf dem Level geht es weiter: Langsamer als "Locked Out of Heaven" besticht "Gorilla" besonders mit seinem eingängigen Refrain, der auch die gesangliche Breite von Bruno Mars' Stimme zeigt. Der Song hebt sich außerdem noch einmal ab, da er etwas "dunkler" ist als die vorherigen Songs des Albums - trotzdem ist er nicht weniger gut.

1.4. Treasure 4/5
Ein bisschen Fifties gefällig? Hier reist Bruno Mars mit uns zurück in die Welt des Glamours und Souls. "Treasure" besticht mit eben diesem Sound. Zwar ist der Text nichts außergewöhnliches, der Sound ist aber einfach mitreißend und bereitet gute Laune.

1.5. Moonshine 3/5
Der erste Song, der mir einfach nicht gefallen WILL. Irgendwie ist er mir zu "oldfashioned", zu 90er und zu "normal". Der Refrain gefällt mir zwar eigentlich ganz gut, geht mir aber beim zweiten Mal schon auf die Nerven und somit fällt "Moonshine" (zumindest bei mir) durch.

1.6. When I Was Your Man 5/5
Zu dem Song muss ich ja nichts sagen, die Verlinkung zur Single-Rezension seht ihr ja (:

1.7. Natalie 5/5
SINGLE-KANDIDAT!!! "Natalie" ist für mich, neben "When I Was Your Man", der beste Song auf dem Album! Schnell, witzig und trotzdem ein toller Text - das Gesamtpacket stimmt hier einfach. Besonders das Klatschen gefällt mir total gut und spätestens beim Refrain ist man voll und ganz infiziert. BITTE BITTE BITTE als Single!!!

1.8. Show Me 4/5
Ein bisschen Reggae gefällig? Dann ist "Show Me" für euch genau das Richtige ;) Mir gefällt das Genre sehr und ich freue mich, dass immer mehr Stars diesen Einfluss mit einbeziehen. Und besonders Bruno Mars kaufe ich diesen Stil ab. Nicht gerade eine optimale Single, aber als Album-Track unwiderstehlich.

1.9. Money Make Her Smile 4/5
Bei diesem Song war ich mir nicht ganz sicher: irgendwie gefällt er mir, allerdings gibt es auch viele Kritikpunkt. So gefällt mir die Bridge nicht und auch einige Strophen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Trotzdem: Der Refrain überzeugt mich und nach mehrmaligem Hören gefällt mir "Money Make Her Smile" dann doch ganz gut. Der HipHop-Einfluss, welchen ich so von Bruno Mars nicht erwartet hätte, besticht eben doch mit seinen Beats und dem einzigartigen Sound.

1.10. If I Knew 4/5
Zum Abschluss gibt es eine sehr smoothe und leichte Nummer, die mich ebenfalls an die 50er erinnert. Leider fällt der Abschlusssong ziemlich kurz aus, kann jedoch trotzdem überzeugen und stellt für mich einen guten Schluss dar.

2. Persönliches Fazit:
Insgesamt gefällt mir "Unorthodox Jukebox" vielleicht nicht ganz so sehr wie der Vorgänger "Doo-Woops & Hooligans", kann jedoch trotzdem so sehr überzeugen, dass ich das Album total genießen kann und es mir mehrmals täglich (zumindest teilweise) anhöre. Besonders "Gorilla", "When I Was Your Man", "Natalie" und "Show Me" haben es mir angetan und versetzen mich in eine andere Welt. Schön finde ich, dass einige neue Einflüsse vorzufinden sind und nicht versucht wurde an alte Dinge anzuknüpfen. In einigen Punkten finde ich sogar, dass "Unorthodox Jukebox" besser durchstrukturiert ist als das Debüt-Album von Bruno Mars. Er schafft den Spagat, der so wichtig ist bei einem zweiten Album: Dem Alten treu bleiben, aber auch neue Dinge ausprobieren, sich als Künstler weiter definieren. Das tut er und zwar nicht allzu knapp und dafür muss es einfach Pluspunkte geben!
Bei der Punktevergabe wird es trotzdem kompliziert, denn eigentlich würde ich 4/5 Punkte vergeben mit dem Kritikpunkt: Das Album enthält nur zehn Tracks, was ziemlich kurz ist für einen Longplayer. Doch damit hätte ich ein TOTAL schlechtes Gewissen, da mir das Album so gut gefällt wie schon lange kein Anderes mehr.
Deshalb MUSS ich einfach 5/5 Punkte vergeben und nur die Anmerkung machen: Bruno? Das nächste Mal bitte mindestens 12 Tracks - danke!

P. S.: Damit bekommt Bruno Mars natürlich einen Platz an der "Wall of Glory"!

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