Single-Rezension//ESC-Special: Mia Diekow - "Lieblingslied"

Und auch der nächste Kandidat singt auf Deutsch! Mia Diekow, deren Debütalbum "Die Logik liegt am Boden" schon letztes Jahr erschienen ist, will mit "Lieblingslied" in Malmö überzeugen, doch zunächst einmal Deutschland begeistern. Mit der "Girl next door"-Attitude, einem süßen Lächeln und einer gewissen Einzigartigkeit soll es klappen - und mit diesen Eigenschaften kann man sowohl die Musik beschreiben als auch die Künstlerin, die hinter dieser steckt!
Ob das funktionieren kann? Naja, wir werden sehen. Doch kommen wir erstmal zu dem Song an sich!


1. Der Song:
Ein bisschen Elektro gemixt mit sehr natürlichen Instrumenten verleihen dem Song etwas Besonderes. Die Mischung dieser zwei, eigentlich ziemlich unterschiedlichen, Richtungen kann durchaus überzeugen und versprüht einen gewissen Charme. Auch die verzerrten Stimmen im Hintergrund (seien es männliche oder weibliche Stimmen) sind sehr unterhaltend und einzigartig. So weit, so gut.
Kommen wir zu dem Text: Es geht um einen Mann, den die Sängerin kennengelernt hat und mit dem sie eine Affäre wohl hat bzw. hatte. Jetzt ist aus dieser Affäre anscheinend etwas mehr geworden - zumindest fühlt das der Mann. Und so spinnt sich die Geschichte weiter und weiter. Was mich ein bisschen stört: Die Reihenfolge bzw. der Aufbau der einzelnen Passagen, gefällt mir irgendwie nicht. Einzig der Refrain kann mich für sich einnehmen, weil hier Sound und Stimme zusammenpassen. In den Strophen hapert es ein bisschen, irgendwie wirkt alles nicht ganz so harmonisch wie ich es gerne hätte. Und da haben wir das Problem: Das Stück wirkt an manchen Stellen irgendwie verzerrt, sei es vom Rhythmus oder die Abstimmung zwischen Gesang und Musik.

2. Persönliches Fazit:
Insgesamt gefällt mir der Song nicht. Zwar gefällt mir die Instrumentalisierung, allerdings alles andere nicht wirklich. Ich verstehe die Energie und den Charme des Tracks, allerdings löst er bei mir nicht wirklich etwas aus. Weder mitwippen, noch irgendein Gefühl, welches ich beim Zuhören bekomme, entfacht "Lieblingslied" bei mir. Und ich glaube, dass ich da nicht der Einzige bin. V. a. kann ich mir vorstellen, dass Leute, die den Text und die Geschichte dahinter nicht verstehen, den Charme des Songs noch weniger verstehen.
Wie man unschwer erkennt: Der Song gefällt mir bis jetzt am schlechtesten. Daher kann ich auch nur 1/5 Punkte vergeben und sagen: Es muss auch schlechte Dinge geben, damit man die Guten wertschätzen lernt. Und nur weil es mir nicht gefällt, heißt es ja nicht, dass das restliche Deutschland es nicht gut finden darf ;)

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