Single-Rezension//ESC-Special: Cascada - "Glorious"

Mit dieser Rezension kennen wir dann schon 1/3 aller Teilnehmer - wie schnell die Tage vorbei gehen. Die vierte Anwärterin für den Deutschland-ESC-Thron ist eine uns sehr bekannte Künstlerin, da diese schon national als auch im Ausland große Erfolge verbuchen konnte: Cascada! Ja, genau die Cascada die uns seit "Everytime We Touch"  regelmäßig mit Partysongs beliefert und uns Gründe gibt, Feiern zu gehen. "Glorious" heißt der Track mit dem sie in Malmö an den Start gehen und bestenfalls auch gewinnen möchte.
Doch schafft es ein "alter Hase" in Malmö Punkte für Deutschland zu holen?



1. Der Song:
Wie nicht anders zu erwarten tritt Cascada mit einer Pop/Elektro-Hymne zunächst in Hannover an. Dabei ist der Aufbau ebenfalls nicht sehr überraschend: Ein leitender Beat im Hintergrund, in den Strophen eher etwas ruhiger (allerdings nicht zu ruhig), in den Strophen eher lauter und dynamischer und bevor der Song im Höhepunkt explodiert, wird es in der Bridge ganz ruhig. Trotzdem: Diese Struktur funktioniert und man kann sich darauf verlassen, dass man nicht enttäuscht wird. Bei den vorherigen Songs fehlte mir ja oft der Höhepunkt. wo einfach alles - also sowohl der Sound als auch die Stimme - explodiert! Genau DAS macht Cascada - und da ist sie bis jetzt die Einzige.
Inhaltlich geht es um das jung sein, das Leben zu genießen und zu leben, bevor es zu spät ist, ganz nach dem Vorsatz: "We are young and wild and free".  Zwar ist das Thema schön, allerdings finde ich es sehr ausgelutscht und nichts mehr Neues. Ein weiterer Kritikpunkt wäre, dass das Ende zu abrupt kommt. Auf einmal wird einfach runtergedreht und das ist das Ende. Dies kann man zwar bei der Performance sehr gut ausnutzen, allerdings stört es bei "reinem" Hören.

2. Persönliches Fazit:
Ich mag Cascada wirklich gerne. Jeden Dance/Pop-Song den sie abgeliefert hat, gefiel mir ganz gut und war eigentlich immer auf meinem Mp3-Player. Und auch "Glorious" ist da schon gelandet. Trotzdem: Mich stören ein Paar Dinge an dem Song. Da wäre z. B. der Text und die Geschichte die das Lied erzählt. Diese ist (wie oben schon geschrieben) sowas von gestern und irgendwie hat man wo anders schon mal fast die gleiche Story gehört. Darüber kann man aber hinwegsehen. Da wäre aber noch das abrupte Ende zu beachten, welches total verstörend ist (zumindest für mich). UND dazu kommt noch, dass wir uns mit diesem Song im gleichen Musik-Genre wie die Vorjahressiegerin Loreen befinden und das der selbe Stil zwei Mal hintereinander gewinnt, wage ich sehr stark zu bezweifeln.
Doch Letzteres werde ich gar nicht berücksichtigen, denn wie schon oft geschrieben: Hier geht es wirklich NUR um den Song, nicht um seine Chancen beim ESC, denn das werde ich noch einmal ab 14. Februar diskutieren.
Und der Song an sich ist für mich einfach nur Mittelmaß. Es mag sein, dass Cascada bekannt ist und dadurch ein Paar Vorteile in Malmö haben könnte, aber wenn man sich wirklich NUR den Song anhört, ohne die Person dahinter, dann wird man vermutlich feststellen: Ganz nett, allerdings nichts Neues - und genau dieses "Neue" bräuchten wir für den Eurovision. Daher vergebe ich 3/5 Punkte und bin trotzdem noch guter Dinge, dass wir einen guten Act für Malmö finden werden - für mich wäre das Cascada allerdings nicht.

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