Hidden Treasure: Calvin Harris - "18 Months"

Nun gibt es mal wieder ein "Hidden Treasure", welches für mich eigentlich gar kein solches ist, da ich finde, dass der Künstler, der hinter diesem Album steht eigentlich ziemlich bekannt ist: Calvin Harris mit seinem 3. Studioalbum "18 Months". Warum landet er dann trotzdem bei dieser Kategorie? Weil das Album in Deutschland tatsächlich "nur" Platz 68 erreichen konnte - und das ist für mich ganz unverständlich, denn fast jeder Song ist für mich ein Hit, zumindest die Songs, die ein Feature aufweißen. Also an denen Calvin Harris mit anderen Küstlern zusammengearbeitet hat - und das sind nicht gerade wenige. Kommen wir also zum eigentlichen Album.


1. Die Songs:

1.1. Green Valey 4/5
Die Einstiegsnummer des Albums ist ein reiner Mix von Calvin Harris, der sehr ruhig anfängt, allerdings auch rasch schneller wird. Dabei wird man von einem kontinuierlichen "Oh" begleitet, dass aber eher die Instrumentalisierung begleitet. Insgesamt gefällt mir der Mix gut und stellt für mich eigentlich nur eine Einleitung in das Album dar.

1.2. Bounce (feat. Kelis) 4/5
Kommen wir nun zum ersten Feature des Albums: Das ist Kelis, die mir total unbekannt ist, die aber gut mit dem Harris-Stil einhergeht. Dabei kann v. a. die Instrumentalisierung überzeugen, Kelis' Stimme kann mich größtenteils überzeugen, schwächelt jedoch an einigen Stellen.

1.3. Feel So Close 5/5
Der erste Hit (zumindest meiner Meinung nach) auf dem Album! "Feel So Close" ist sowohl vom Mix als auch von der Stimme und dem Inhalt top und überzeugt durch seine eingängige Art und seinen "fröhlichen" Sound. An diesem Track bleibt man irgendwie hängen und hört ihn sich ein paar Mal an, weil er eben so gut ins Ohr geht.

1.4. We Found Love (feat. Rihanna) 5/5
Ja, gut, zu diesem Track muss ich wohl nichts sagen, denn jeder kennt ihn: "We Found Love" diente als erste Single aus Rihannas 6. Studioalbum "Talk That Talk" und lässt sich auch auf Harris' Werk finden - egal auf welchem Album, der Track ist und bleibt einer der Höhepunkte auf beiden Alben, wenn nicht sogar DER Höhepunkt.

1.5. We'll Be Coming Back (feat. Example) 5/5
Und auf hohem Niveau geht es auch weiter! DIE zwei Newcomer-DJ's auf einem Track, geht nicht? Oh doch, denn genau das bietet "We'll Be Coming Back": Calvin Harris und Example arbeiteten an diesem Song zusammen und das Resultat ist eine MEGA Party-Nummer, die richtig Lust macht sofort eine Party zu schmeißen. Toller Track, v. a. die Instrumentalisierung ist hier wieder sehr stark (wie bei den meisten Calvin Harris-Tracks).

1.6. Mansion 5/5
Der nächste "Just Instrumental"-Song, der jedoch um einiges besser ist als "Green Valey", obwohl dieser schon gut war. Scheint eine perfekte Überleitung von "We'll Be Coming Back" zum nächsten Song "Iron". Gefällt mir richtig gut und würde ich gern öfters im Club hören.

1.7. Iron (feat. Nicky Romero) 5/5
Etwas härtere Elektro kommt zusammen mit dem Sänger Nicky Romero. Das gefällt mir total gut, da die Instrumentalisierung als auch die Stimme stark ist, es aber nicht "too much" ist.

1.8. I Need Your Love (feat. Ellie Goulding) 5/5
Ist ja schon seit Wochen auf meiner Playlist und das nicht umsonst! "I Need Your Love" ist eines DER Highlights auf diesem Album. Die mystische Stimme von Ellie Goulding gepaart mit den Dance-Beats von Calvin Harris stellen eine unglaubliche Mischung dar!

1.9. Drinking from the Bottle (feat. Tinie Tempah) 5/5
Die aktuelle Single in UK und gleichzeitig ein weiteres Feature, diesmal mit dem Rapper Tinie Tempah - und das hört sich wieder einmal frisch, neu und einfach nur gut an! Party-Sound vom aller Feinsten, neben "We'll Be Coming Back" und "We Found Love" DIE Partyhymne schlechthin.

1.10. Sweet Nothing (feat. Florence Welch) 5/5
Die Frontfrau von "Florence + the Machine", Florence Welch, durfte ebenfalls einen Song mit Calvin Harris aufnehmen, der auch schon als Single ausgekoppelt wurde und ein Mix aus Alternative und Dance darstellt, was mir persönlich total gut gefällt. Der Track ist allerdings nicht mit "Spectrum (Say My Name)" zu verwechseln, ein Track aus dem Album "Ceremonials" der Band "Florence + the Machine, die ebenfalls in einem Calvin Harris-Mix als Single ausgekoppelt wurde.

1.11. School 4/5
Nach den ganzen Features wurde es jetzt mal wieder Zeit für einen "reinen" Mix. "School" ist dabei sehr relaxed und entspannt, wobei er im Refrain auch etwas funkiger und tanzbarer wird.

1.12. Here 2 China (feat. Dillon Francis und Dizzee Rascal) 5/5
Und wieder ein Track, der einen Rapper als Gast hat und ein bisschen so klingt wie "Drinking from the Bottle", allerdings etwas elektronischer und härter als dieser.


1.13. Let's Go (feat. Ne-Yo) 5/5
Und der nächste Track, der voll und ganz überzeugen kann. "Let's Go" mixt dabei R'n'B mit den typischen Harris-Klängen, die man von von ihm eben gewohnt ist. Steht den anderen Songs wirklich in nichts nach, er hebt sich viel mehr etwas ab durch die R'n'B-Einflüsse.


1.14. Awooga 5/5
Nach dem eher "soften" Song mit Ne-Yo kommt ein etwas härterer Mix, der für mich der beste reine Mix auf dem Album ist. "Awooga" braucht gar keine Stimmen um zu überzeugen, der Mix spricht einfach für sich.


1.15. Thinking About You (feat. Ayah Marar) 5/5
Hier gibt es einen Track, der wirklich mehr durch seinen Text besticht als durch seinen Sound und das ist eher der Einzelfall bei Calvin Harris. Die Stimme von Ayah Marar gefällt mir total gut, da sie sehr rein, aber auch sehr tief, wirkt. Tolle Abschlussnummer, die für mich umso stärker zeigt: Calvin Harris weiß wie man ein Album nur mit Hits fühlt!


2. Persönliches Fazit:
Ich bin total begeistert: Keine mittelmäßige Nummer lässt sich auf "18 Months" finden, es gibt keine größeren Kritikpunkte, alle Nummern sind einzigartig, haben einen anderen Einfluss, andere Stimmen, andere Beats, klingen super produziert und lassen sich ohne Ausnahme immer wieder gut anhören. Auch die "reinen Mixes" sind sehr stark und es soll was heißen wenn ich, kein Fan von nur Instrumentals, das schon sage.
Außerdem ist jedes Feature sehr gut, können überzeugen und klingen total anders. Man sollte meinen, dass bei so vielen Künstlern auf einem Album die Gefahr besteht, dass sich alles nach einer gewissen Zeit gleich anhört, dies ist aber überhaupt nicht der Fall, denn jeder Künstler kommt aus einem anderen Genre, hat seinen eigenen Sound und seinen eigenen Charakter. Nur Calvin Harris besticht immer wieder durch seinen typische Dance-Sound, der allerdings ebenfalls niemals gleich klingt.
Deshalb verstehe ich es auch gar nicht, dass das Album in Deutschland nicht erfolgreicher war als Platz 68, denn man verpasst echt was, wenn man sich das Album nicht einmal anhört. Ich vergebe daher 5/5 Punkte und somit ist Calvin Harris ein verdientes "Hidden Treasure" mit seinem Album "18 Months".


P. S.: Damit bekommt er auch einen Platz an der "Wall of Glory" und den Titel "Bestes Dance-Album"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen