Album Rezension: Lana Del Rey - "Born to Die (The Paradise Edition)" Part II

Und sogleich geht's weiter, denn wie schon erwähnt gibt es nun die EP "Paradise" von Lana Del Rey. Diese kommt eben (wenn man das will) als Packet mit dem oben rezensiertem "Born to Die", was sich dann "The Paradise Edition" schimpft, oder eben alleine mit dem Namen "Paradise" erscheint.
Als Begründung für das Packet "Born to die (The Paradise Edition)" wurde genannt, dass die EP das Gegenstück zum Album sei und es insgesamt ein bisschen positiver sein soll (und auch etwas verträumter). Ob diese mich genauso begeistert kann wie das Debüt-Album "Born to Die" könnt ihr hier nachlesen:


1. Die Songs:

1.1. Ride 4/5
Starker Song, der sehr viel Power hat und mal richtig zeigt, was Del Rey für eine Stimme hat. Dabei kann er sowohl von der Instrumentalisierung als auch mit dem Inhalt überzeugen. Das Arrangement ist sehr stark und sehr viel "erdiger" als ihre bisherigen Songs, was heißt das man die genutzten Instrumente stärker heraus hört.  Auch die Story weiß zu überzeugen und entführt einen ein kleines bisschen in eine andere Welt. Allerdings fehlt mir hier der Ohrwurm-Charakter, das Markante am Song.

1.2. American 4/5
Traumhaft-mystischer Song, mit nachdenklichem Sound und Lyrics. Auch hier steht die Stimme Del Rey's im Vordergrund und wird durch das schöne Arrangement perfekt begleitet. Hier ist es der fehlende Höhepunkt, der mich davon abhält dem Song 5 Punkte zu geben.

1.3. Cola 4/5
Ja, die Lyrics sind schockierend, besonders die ersten Zeilen des Songs (ausführen möchte ich das Thema an dieser Stelle jetzt nicht), aber sonst finde ich an dem Song nichts schockierendes. Der Sound ist gut, besonders die Bridge kann mich hier von sich überzeugen.
Allerdings finde ich, dass sich bis jetzt die drei Songs sehr stark ähneln und sich keiner davon wirklich abhebt, dennoch können sie alle überzeugen und sind insgesamt gute Songs. Ich würde mir bloß einen SEHR GUTEN Song wünschen, aber vielleicht kommt das ja noch.

1.4. Body Electric 5/5
Der Song ist ebenso mystisch und geheimnisvoll wie "Ride", "American" und "Cola", allerdings finde ich hier die Lyrics sehr viel stärker und auch der Ohrwurm-Faktor ist größer. Für mich einer der besten Songs auf der EP.

1.5. Blue Velvet 4/5
Guter Song, mit einem starken Refrain und tollem Arrangement.  Einfach ein schönes, gutes und modernes Cover eines alten Klassikers, das sie dazu auch noch sehr gut interpretiert hat.

1.6. Gods & Monsters 5/5
Für mich - neben "Body Electric" - der beste Song der EP. Auch hier stimmt wieder alles: Sound, Stimme und Lyrics, alles passt, doch das Arrangement ist der wahre Grund für 5 Punkte. Der Song hebt sich ab und ist was anderes.

1.7. Yayo 5/5
Ich weiß nicht was "Yayo" heißt, aber es gefällt mir total :-D Der Sound ist einzigartig, komplett anders als die anderen Songs auf der EP, trotzdem total gut.

1.8. Bel Air 4/5
Der Song ist der "Verträumteste" von allen, sticht aber dadurch auch hervor. Hintergrundgeräusche wurden eingebaut um dem Song Tiefe zu verleihen, was ich nur teilweise gelungen finde. Schöner Abschluss einer guten EP.

1.9. Burning Desire (iTunes bonus track) 3/5
Der Sound ist total schlecht, was mich ein bisschen an die Qualität einiger Songs auf "Born to Die" erinnert. Ich bin froh, das dieser Track nur ein Bonus-Track ist und es nicht auf die eigentliche EP geschafft hat.

2. Persönliches Fazit:
Zunächst einmal nur zur EP: Diese ist als eigenständiges Werk gut. Es gibt zwar nicht so viele Ohrwürmer wie auf "Born to Die", allerdings gehen die Songs mehr in die Tiefe, beschäftigen sich mit einem Thema mehr und wissen auf ihre ganz eigene Art zu überzeugen. Besonders hervorstechend, finde ich "Body Electric", "Gods & Monsters" und "Yayo", da sie sich nochmal vom Rest der Platte abheben und etwas spezieller sind als der Rest. Für die EP an sich würde ich 4 Punkte vergeben und, wie schon am Anfang erwähnt, sagen: Gut und hörenswert (:
Doch kommen wir nun zu dem Fazit zu "Born to Die (The Paradise Edition)". Ich finde das Packet an sich einfach nur BOMBASTISCH: "Born to Die" vereint viele Hits auf einem Album, wobei es auch noch ein paar ungehörte Schätze für "Nicht-Fans" gibt, mit "Paradise" wird das ganze auch noch für Fans (und natürlich auch für "Neue") interessant und rundet das Packet erst richtig ab. Der Titel der EP ist außerdem Programm: Man könnte wirklich meinen, dass sie das Gegenstück zum Album wäre, da die Songs viel verträumter und positiver klingen als die auf dem Longplayer "Born to Die".
Das Album hat von mir vergangenen Freitag 5/5 Punkte bekommen, die EP an sich 4/5. Da ich finde, dass das Packet so stimmig und passend ist, kann es von mir an dieser Stelle nur 5/5 Punkte geben und damit mein Ratschlag: Auf geht's, wer gute und einzigartige Musik hören will, der ist hier genau richtig.

P. S.: Für diese Leistung bekommt das Packet (natürlich) einen Platz an der "Wall of Glory".

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