Album-Rezension: Lana Del Rey - "Born to Die (The Paradise Edition)" Part I

Lana Del Rey ist einer der Newcomer der Jahre 2011/2012. Mit dem Song "Video Games" konnte sie sich weltweit hohe Positionen in den Charts sichern und auch ihr erstes Studioalbum "Born to Die" war in den meisten Top 10 der Welt vertreten. Dies ist jetzt eigentlich schon fast ein Jahr her und sollte - Ende Dezember 2012 - keine Rolle mehr spielen. Doch nun, 11 Monate später, veröffentlicht sie ihre EP "Paradise" und diese ist zusammen mit "Born to Die" in einem Re-Release-Package erhältlich (kann aber auch einzeln erworben werden). Da ich immer nur die Singles von Lana Del Rey kannte, habe ich mir gedacht: Da schnappe ich doch jetzt zu und kauf mir dieses Packt, dann habe ich gleich alles auf einmal (: Um die Rezension trotzdem noch übersichtlich gestalten zu können (bei einer Anzahl von 23 Stücken ist das gar nicht so leicht) habe ich mich dazu entschlossen, diese einfach in zwei Teile zu teilen: Zum einen die Rezension zu "Born to Die" (deluxe Edition) und zum anderen "Paradise".

1. "Born to Die" - Die Songs:

1.1. Born to Die 5/5
Mystischer Song am Anfang, der jedem bekannt sein durfte, denn er diente als zweite Single des Albums. Ein tiefgründiger Text, ein ausgesprochen komplexes Arrangement und ein "hymnenhafter" Sound beschreiben den Song eigentlich perfekt. Dafür kann es nur 5 Punkte geben.

1.2. Off to the Race 3/5
Die Stimme von Lana Del Rey kann zwar überzeugen, allerdings ist der Sound sehr überfordernd. Es gibt so viele Hintergrundgeräusche, dass man sich kaum auf ihren Gesang konzentrieren kann. Wenn man sich daran gewöhnt hat, geht der Song allerdings recht schnell ins Ohr. V. a. der Refrain ist sehr stark. Trotzdem für den Sound muss ich einfach Punkte abziehen.

1.3. Blue Jeans 4/5
Der Song wurde ebenfalls ausgekoppelt und kann auch überzeugen. Das "Hintergrundproblem", welches ich schon bei "Off to the Race" angesprochen habe, besteht zwar immernoch ein kleines bisschen, aber es stört nicht ganz so sehr wie dort. Daher ein guter Song mit einigen Schwächen, allerdings reicht es noch für 4/5 Punkten.

1.4. Video Games 5/5
Gehört zu meinen Favoriten und gefällt mir heute noch genauso gut wie vor einem Jahr. TOP!

1.5. Diet Mountain Dew 5/5
Der nächste Top-Song folgt zu gleich. Geht sofort ins Ohr, versprüht (auf eine eigenartige Weiße) gute Laune, lädt aber auch gleichzeitig zum Entspannen ein - komische Kombination, funktioniert allerdings total gut.

1.6. National Anthem 4/5
Der Song ist gut, allerdings stört mich hier irgendwie der "Sprech-Part". Er gefällt mir an manchen Stellen, an manchen Stellen kann er mich allerdings überhaupt nicht überzeugen.

1.7. Dark Paradise 5/5
Der Text geht schnell ins Ohr und auch der Song kann mich total begeistern. So "dark" ist der Track zwar nicht (wie ich es eigentlich erwartet hätte), allerdings macht der Text den Song sehr düster. Neben "Born to Die", "Video Games" und "Diet Mountain Dew" mein Favorit.

1.8. Radio 4/5
Sehr positiver Song, was eher außergewöhnlich ist für das Album. Der Track hat viele eingängige Parts, allerdings ist der Refrain, was die Instrumentalisierung angeht, ein bisschen "too much". Daher "nur" 4 Punkte (wobei das ja immernoch gut ist).

1.9. Carmen 2/5
Der Song fängt total gut an und dann kommt der Refrain: Ab diesem Zeitpunkt hat mir der Song nicht mehr gefallen und ich musste mich total zusammenreißen ihn zu Ende zu hören. Wäre für mich ein typischer Song, den ich einfach "überspringen" würde wenn ich im Auto sitze.

1.10. Million Dollar Man 4/5
Schöne Ballade, was nochmal eine andere Seite der Künstlerin zeigt. Allerdings gibt es einen Sound in dem Stück, der mich total stört und den Song schnell nervig werden lässt.

1.11. Summertime Sadness 5/5
Kennt wohl jeder, da er zu den Sommersongs des Jahres 2012 gehört. Gefällt mir gut und ist die stärkste Ballade auf dem Album.

1.12. This Is What Makes Us Girls 5/5
Diesen Song hätte ich mir wirklich als Single gewünscht. Schöner Text, der eine tolle Geschichte erzählt, der Sound ist hier perfekt (Gott sei Dank) und die Sprech-Parts sind hier (anders als bei "National Anthem") gut gelungen. Toller Abschluss eines tollen Albums!

1.13. Deluxe Edition-Songs
Auf der deluxe Edition sind nochmal drei neue Songs zu finden: "Without You", der total schnell ins Ohr geht, "Lolita", ein fröhlicher und schneller Song, der mich am Anfang etwas an den "James Bond"-Sound erinnert hat und "Lucky Ones", der eher durch Rey's Simme besticht als durch seinen Sound.
Alle drei Songs passen zu denen der Standard-CD und können überzeugen. Der Song "Lolita" gefällt mir hier am Besten, wobei auch die anderen zwei Tracks sehr gut sind.

2. Persönliches Fazit:
Insgesamt bin ich total begeistert von dem Album und könnte mich dafür wirklich ohrfeigen, warum ich mir dieses Album nicht schon früher zugelegt habe. Total viele Stücke können mich überzeugen, gehen total schnell ins Ohr (zumindest in meine) und sind dabei total unterschiedlich. Ich komme mir überhaupt nicht gelangweilt vor, da jeder Song ein neues Thema oder einen anderen Sound hat.
Wenn mich jemand nach Anspieltipps fragen würde, dann würde ich sagen: Hör dir einfach alles an, überspringe aber "Off to the Race" und "Carmen", da diese mich nicht so überzeugen konnten.
Der einzige Punkt, der mich etwas stört, ist der Sound bei manchen Liedern. Weniger ist ab und zu mehr, das sollten sich die Mischer von Lana Del Rey merken. Ich hoffe wirklich, dass solche Fehler nicht auf "Paradise" zu finden sind, denn sowas ist durchaus ein Grund, Punkte abzuziehen.
Doch bist jetzt bin ich von "Born to Die" total begeistert und hoffe es geht mit der EP genauso weiter. Zur Zeit würde ich dem Album 5/5 Punkte geben, dies ist aber nur eine vorübergehende Punktzahl, denn insgesamt soll ja " Born to Die - The Paradise Edition" bewertet werden.

Hier geht es zum 2. Teil der Rezension.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen