Rihanna - Sieben Jahre & sechs Alben

Gestern durfte die junge Dame aus Barbados einen VMA in der Kategorie "Best Video of the Year" für ihren Mega-Welt-Hit "We Found Love" mit nachhause nehmen. Seit 2005 liefert die Sängerin uns einen Hit nach dem anderen. Songs wie "Unfaithful", "Umbrella", "Don't Stop The Music", "Rude Boy", "Only Girl (In The World)", "S&M" und v. a. "We Found Love" werden wohl die Evergreens einer ganzen Generation. Sechs Alben veröffentlichte sie innerhalb von sieben Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Doch welches Album ist denn nun ihr Bestes? Gibt es einen klaren Gewinner in diesem Wettkampf wie bei den VMA's oder ist es ein dichtes "Kopf-an-Kopf"-Rennen?


Die Alben in einer kurzen Review:

1. "Music of the Sun"

Ein bisschen Reggae hier, eine Prise Pop da und einen Spritzer Dance oben drauf: Das sind die Zutaten für Rihannas Debüt-Album im Jahr 2005. Mit diesem Album wurde eine Grundlage geschaffen und ein erstes Bild von Rihanna als Künstlerin wurde möglich. Auch eine gewisse Einzigartigkeit in der Musik war zu erkennen, die sich klar vom damaligen Teenie-Pop abhebte. Die Debüt-Single "Pon de Replay" konnte sich sowohl in Amerika als auch in Teilen Europas (z. B. Deutschland)  in der Top10 platzieren.Trotzdem: Zu wenig Hitpotential auf dem Album, weshalb auch die 2. Single "If It's Lovin' That You Want" nicht mehr an die Erfolge der Debüt-Single anknüpfen konnte.

2. "A Girl Like Me"

Eine kleine Veränderung zum Vorgänger konnte man beim ersten Anhören schon feststellen: Weg vom Reggae, hin zum R&B und weiter mit dem Dance-Pop. Auch Rihanna selbst machte eine Wandlung durch: Sie stellte sich selbst als Erwachsenen dar und das konnte man auch an ihrer Musik erkennen, die deutlich gereift war.
 Das sollte sich bezahlt machen: Sowohl die Vorabsingle "SOS" als auch die 2. Single "Unfaithful" stürmten wie schon "Pon de Replay" vom Vorgänger die Top10 in Amerika und Europa. Die nächsten Auskopplungen, "We Ride" und "Break It Off" schafften es allerdings nur in Amerika in die Top20 bzw. Top10. Das Album wusste leider nur streckenweise zu überzeugen. Trotzdem: Eine klare Verbesserung zum Vorgänger.

3. "Good Girl Gone Bad"

Totalle Veränderung im Jahr 2007: Nicht nur die Haare von Rihanna waren verändert sondern auch der Musikstil. Eine komplett gereifte Rihanna, die sich ihrer Sexiness und ihrer Musik nur allzu gut bewusst war.
Sie lies mehr HipHop in ihre Stücke einfließen und damit gelang ihr der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere: Die 1. Single-Auskopplung "Umbrella" stürmte in fast allen Ländern an die Spitze der Charts. Auch die 2. Single "Don't Stop The Music" konnte sich, in weiten Teilen Europas, Platz 1 sichern. Sechs weitere Veröffentlichungen folgten ("Shut Up and Drive", "Hate That I Love You" feat. Ne-Yo, "Take a Bow", "If I Never See Your Face Again" feat. Maroon 5, "Disturbia" und "Rehab" feat. Justin Timberlake), die ebenfalls (bis auf den Song mit Maroon 5) die Top 10 auf der ganzen Welt erreichten. Doch nicht nur die Auskopplungen waren gut. Jeder einzelne Song auf dem Album konnte überzeugen Jeder hatte etwas anderes an sich, dass gefallen hat. Jeder war anders und trotzdem hatten sie alles eines gemeinsam: Sie alle waren Hits!

4. "Rated R"

Nach der schrecklichen Ereignissen mit ihrer ersten Liebe Chris Brown, veröffentlichte Rihanna im Jahr 2009 ihr nunmehr viertes Studioalbum "Rated R". Nach dem Hit-Album "Good Girl Gone Bad" hätte man ein ähnliches Album wie dieses erwartet. Doch ganz anders: Bei der Arbeit an "Rated R" war der Fokus nicht auf "Hits" gelegt, sondern auf das persönliche, einzigartige in Rihanna. All ihre Gefühle, die sie nach und während den Ereignissen mit Chris Brown wohl hatte, konnte man deutlich beim zuhören nachempfinden. Die Vorabsingle "Russian Roulette", eine düstere, dunkle Ballade stürmte die Top10 auf der ganzen Welt, obwohl der Song so gar nicht zu Rihanna passte. Die nächste europäische Single "Rude Boy" wurde ebenfals ein Hit und wird heute noch in vielen Clubs gespielt. Der Longplayer ist wohl das persönlichste Album von Rihanna - wohl auch das mit den meisten Ecken und Kanten. Außerdem gab es einen neuen Einfluss in ihrer Musik: dupstep. Diese (bis dato noch nicht wirklich bekannte) Musikrichtung machte ihre Songs sehr interessant und hörenswert.  Rihanna wollte kein Mainstream, sondern ganz klar Musik, die einzigartig ist und ihr Spaß macht.

5. "Loud"

Nur ein Jahr nach der Veröffentlichung von "Rated R" war Rihanna wieder zurück: Loud hieß das neue Werk und die erste Single "Only Girl (In The World)" wurde über Nacht zum Hit! Der Song konnte sich in vielen Ländern auf Platz 1 der Charts platzieren und gelang in den Restlichen ebenfalls in die Top10. Auch die nächsten Singles "What's My Name?" feat. Drake, "S&M" und "California King Bed" gelang der Einstieg in die Top10 der meisten Charts auf der Welt.
Ein Album voller Hits hatte uns die Sängerin versprochen und das war nicht übertrieben: Wie schon bei "Good Girl Gone Bad" hatte jeder Song eine einzigartige Note. Auch eine Weiterentwicklung war zu erkennen: Zu R&B, HipHop und Dance-Pop kamen Einflüsse aus unterschiedlichsten Richtungen wie z. B. dem (am Anfang sehr starken Einfluss) Reggae oder auch Eurodance hinzu.
Auch eine Fortsetzung von ihrem Megahit mit Eminem "Love The Way You Lie (Part II)" war auf dem Album zu finden. Jeder Song war auch hier wieder ein Hit!


6. "Talk That Talk"

Schon während ihrer "Loud World Tour" arbeitete Rihanna an ihrem sechsten Studioalbum "Talk That Talk". Die erste Auskopplung "We Found Love" wurde Rihannas erfolgreichste Single überhaupt. Wochenlang war der Song auf Platz 1 auf den Charts der ganzen Welt. Doch dann der Einbruch: die zweite und dritte Single  "You Da One" und "Talk That Talk" wurden auf Grund schlechter Verkäufe gar nicht erst für die Charts angemeldet. Lediglich die vierte Single "Where Have You Been" konnte sich in den Charts in den Top10 bzw. in den Top20 platzieren.
Trotzdem: Das Album ist der perfekte Mix aus dem vierten Studioalbum "Rated R" und dem Vorgänger "Loud". Party-Hymnen, Reggae-inspirierte Nummern, starke Balladen und auch rockige (teilweise vom dupstep inspirierte) Songs sind auf dem Top10-Album zu finden.

Der mäßige Erfolg der Singles liegt wohl daran, dass es langsam eine "Overdose" von Rihanna einsetzt. Trotzdem: Das Album weiß zu überzeugen und zählt definitiv zu eines ihrer Besten!

07. "Unapologetic"
Und auch 2012 lieferte RiRi wieder ein Album: dies trug den Namen "Unapologetic" und wurde das erste US-Nummer-1-Album der Sängerin. Außerdem lieferte sie mit zwei Singles MEGA-Erfolge ab: "Diamonds" ist wohl eine der erfolgreichsten Singles EVER EVER EVER und auch "Stay" feat. Mikky Ekko ist wohl ein Evergreen der Pop-Geschichte, den man in 50 Jahren auch noch hören wird (ganz, ganz sicher). Wer Näheres wissen möchte, der kann sich HIER in die Rezension klicken - insgesamt finde ich großartig, wie stringend Rihanna ihren Stil weiterentwickelt und auch dunklere Seiten ihrer Musik ausprobiert. Und auch vier Jahre nach Veröffentlichung höre ich mir das Album noch sehr gerne an. Hiemlicher Lieblingstrack, nach den oben genannten Singles, ist übrigens "Lost in Paradise". Natürlich ist er ein stinknormaler Dance-Track, den Rihanna auch schon mal besser hinbekommen hat, aber ich LIEBE ihn einfach. Einfach so. Weil ich es kann.

08. "ANTI"
Ganze vier Jahre mussten wir auf den Nachfolger von "Unapologetic" warten - so lange wie noch nie auf ein anderes Rihanna-Album. Eigentlich hoffte die #Navy auf eine 2015-Veröffentlichung, nachdem die Singles "FourFiveSeconds", "B**** Better Have My Money" und "American Oxygen" veröffentlicht wurden und es so schien als würde Rihanna wieder zu Höchstleistungen auflaufen. Falsch gedacht! Die Sängerin nahm sich noch einmal den Sommer über Zeit um an "ANTI" zu arbeiten und veröffentlichte erst Anfang 2016 ihr 8. Studioalbum - zunächst exklusiv auf TIDAL als Download und Stream und, aufgrund eines Werbedeals mit Samsung, sogar für genau einen Tag als kostenlosen Download. Physisch gibt es die CD ab 05. Februar als Deluxe Edition in eurem Plattenladen.
"ANTI" ist ganz und gar nicht so kommerziell wie seine Vorgänger und zeigt eine gereifte Künstlerin, die weiß, dass sie keine Hits mehr braucht sondern das macht, was sie für gut hält. Der aggressive, chillige und gleichzeitig experimentelle Sound geht bei mir voll rein und begeistert mich so sehr, wie das zuletzt nur "Rated R" hinbekommen hat - und eben genau aus dem Grund, weil diese beiden Alben einfach so hervorstechen in der Musikhistorie einer Rihanna. HIER geht es direkt zur Album-Rezension, in der ich euch ganz konkret meine Gedanken zur LP durchlesen könnt - viel Spaß!

Meine Meinung:

Ich hatte ja vor vier Jahren schon einmal ein Ranking veröffentlicht, nun sind zwei Alben dazugekommen und weitere Jahre vergangen, in denen ich mir natürlich das ein oder andere Rihanna-Album angehört habe. Deshalb hat sich auch einiges getan und deshalb auch dieses kleine #Update im Jahr 2016 - here we go!

1. "Rated R"
2. "ANTI"
3. "Talk That Talk"
4. "Good Girl Gone Bad"
5. "Loud"
6. "Unapologetic"
7. "A Girl Like Me"
8. "Music of the Sun"


Wie ihr seht: "Rated R" ist immernoch mien Lieblingsalbum, einfach weil ich mich hier voll und ganz in Rihanna verliebt habe und ich offiziell zur Rihanna-#Navy wurde - deshalb wird die LP wahrscheinlich auch für immer dort bleiben. Neu ist "ANTI" auf Platz 2... das Album ist einfach so genial und eigen, ich liebe es einfach SEHR. "Talk That Talk" ist für mich die perfekte Mischung aus Hits und Eigensinn, weshalb es wahrscheinlich auch das Album ist, was ich mir am häufigsten von allen Rihanna-Alben anhöre. Alle anderen Alben sind nicht schlecht - ganz im Gegenteil - ich höre mir sie aber nicht allzu häufig an. "Good Girl Gone Bad" und "Loud" sind richtige Hit-Alben, die auch in die Geschichte eingehen werden. So viel sei gesagt!

Das war's dann auch schon. Sagt mir doch mal: was sind eure Lieblingsalben von Rihanna und welches mögt ihr vielleicht auch gar nicht? Schreibt's mir in die Kommentare (:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen