EP-Rezension: Mandy Capristo - "Closer"

Mit der Band "Monrose" hatte Mandy Capristo schon in frühen Jahren großen Erfolg in Deutschland. Die Singles "Shame" und "Hot Summer" der Band platzierten sich auf Platz 1 der deutschen Charts. Die vier Alben der Band gelangten allesamt in die deutschen Top10. Damit wurde "Monrose" zu den wenig erfolgreichen Bands des Castingformats "ProSieben". Nach der Trennung wurde es still um die drei Bandmitglieder, die alle versprochen hatten auch solo weitermachen zu wollen.
Die Erste, die das versucht hat: Mandy Capristo. Ihr Debüt-Album "Grace" stieg in die Top10 der Album-Charts. Auch die erste Single war (für eine deutsche Künstlerin) erfolgreich. Hier präsentiert sie nun ihre erste EP "Closer".


1. Songs:

1.1. Closer (Radio Edit)


Den Text finde ich sehr gut, auch der Sound gefällt mir. Hier zeigt Capristo eine etwas rauere und rockige Seite, die man so von ihr nicht erwartet hätte. Ein paar Kritikpunkte hätte ich allerdings trotzdem: "Closer" zieht sich etwas, da der Höhepunkt des Songs erst am Ende erfolgt. Das ist auch der Grund warum der Song nicht sofort im Gedächtnis bleibt. Trotzdem: Ich mag den Song, er hat etwas einzigartiges und hebt sich vom Mainstream-Pop ab.

1.2. Closer (Acoustic Version)


Hier wird "Closer" als Ballade präsentiert, ohne das Rockige, was (wie ich finde) den Song eigentlich ausmacht. Allerdings kommt hier Capristos Stimme besser rüber, man hört was wirklich in ihrer Stimme steckt. Allgemein finde ich das Arrangement besser als auf der Single-Edition. Begleitet wird sie dabei von Piano und Cello. Mit so wenig, so viel Emotionen zu transportieren kann nicht jeder Sänger - Capristo schon.

1.3. Hurricane (Acoustic Version)


Ein echtes Highlight auf der EP! Sehr emotionaler Song, der unter die Haut geht. Der Refrain ist sehr eingängig und auch vom Sound weiß der Song in der akustikschen Umsetzung zu überzeugen! Einfach TOP!

1.4. Overrated (Acoustic Version)


Die Albumversion ist eher mittelmäßig, die akustische Umsetzung gefällt mir da um einiges besser. Wie schon bei "Hurricane" singt die Künstlerin mit sehr viel Gefühl, die Zeilen "Single-life is overrated/alone is overrated" brennen sich sofort ins Gedächtnis ein und man kann sofort mitsingen.

1. 5. Be You


Ein bisher unveröffentlichter Song, der in Zusammenarbeit mit einer Kostemtikkampagne enstanden ist. R&B/Dance-Pop-Nummer, die zwar einen sehr leichten Aufbau vorweißt, trotzdem aber sehr gut ist. Anders als "Closer" geht dieser Song sofort ins Ohr und hebt sich außerdem durch den Sound stark von den anderen Nummern ab.

2. Persönliches Fazit:

Ein persönliches Fazit ist für mich hier wirklich schwer. Warum? Nunja: 1. Ich habe Capristos Album "Grace" gekauft sowie gehört und ich muss sagen, dass es ein Album ist, welches ich nicht missen möchte. 2.  "Closer" war für mich ein guter Album-Track, eigentlich nicht mehr. Ich war überrascht als Capristo verkündete "Closer" wäre die zweite Single.
Doch irgendwie muss ich zu einem Fazit kommen: Ich glaube nicht an einen großen Erfolg von "Closer", dafür ist er zu "schwer" und hat nicht genug zu bieten. Doch das nur am Rande, denn hier wird ja schließlich nicht die Single "Closer" bewertet sondern die ganze EP.
Fest steht für mich: Closer kann (nach mehrmaligem Hören und auch auf dem Album) überzeugen. Die Akustik-Version beweist, dass er auch "leicht" wirken kann. Aber auch die restliche EP kann mich überzeugen. "Hurricane" geht sofort ins Ohr, "Overrated" weiß ebenfalls zu überzeugen und auch "Be You" gefällt mir sehr gut. Insgesamt für mich eine gute und auch hörenswerte CD.
Deshalb vergebe ich für die gesamte EP 4/5 Punkten.

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