Dienstag, 21. März 2017

Album-Rezension: "Guten Morgen Freiheit" von Yvonne Catterfeld

© Veritable Records
Yvonne Catterfeld legte in den letzten Jahren eines der Comebacks überhaupt hin! Die Erfurter Sängerin hatte Anfang der 2000er große Erfolge mit Songs wie "Für dich" und "Du hast mein Herz gebrochen" und begeisterte Tausende an Fans im Sturm. Doch dann wuchs die Sängerin aus ihrer Musik und scheinbar auch ihrer öffentlichen Person heraus und nabelte sich zuerst komplett ab. Nach einigen Jahren veröffentlichte sie dann das jazzige "Blau im Blau" und Fans wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Es wurde still um die Sängerin und als die deutsche Musikszene schon fast nicht mehr mit ihr gerechnet hätte, kehrte Yvonne zurück - nämlich mit der Sendung Sing mein Song. Hier überzeugte sie Millionen Zuschauer mit Covern und stellte auch nochmal ihr 2013er Album "Lieber so" vor - welches ich schon bei ursprünglicher Veröffentlichung liebte. Ab diesem Zeitpunkt fand Yvonne den Mut eigene Entscheidungen zu treffen: Sie trennte sich von ihrem Manager, gründete ihr eigenes Label Veritable Records und arbeite an einem Album, welches zu 100 % sie darstellte. Das hören wir nun, unter dem treffenden Namen "Guten Morgen Freiheit".

Und tatsächlich kann man den Unterschied sehr deutlich hören: Yvonne verarbeitet Raggae-Sounds mit HipHop-Beats und Pop-Klängen und spricht dabei nicht nur über die liebe Liebe, sondern äußert durchaus auch gesellschaftskritische Inhalte, die sie als reife und reflektierte Frau darstellen. Besonders deutlich wird das natürlich mit der Vorab-Single "Irgendwas", die davon spricht, immer mehr haben zu wollen, obwohl man gar nicht weiß, wozu. Doch auch Songs wie "Besser werden" und besonders "5 vor 12" im Duett mit Teesy zeigen, wie man in Pop-Musik auch, was Politik und Wirtschaft angeht, Stellung beziehen kann. Dabei ist es gar nicht so frontal "auf die 12" wie im ersten Moment angenommen: Mal äußert Yvonne mit leisen Tönen Kritik, mal macht sie sich lustig über allwissende Politiker und mal merkt man diese Kritik durch die emotionale Darbietung des Gesangs. Eins haben alle Songs aber gemeinsam: Sie sind wunderbar geschrieben, haben Niveau und weißen eine wirklich qualitativ hochwertige Produktion auf.


Doch auch gute Laune kann Yvonne: Der Titeltrack "Guten Morgen Freiheit" zaubert mir jedes Mal aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht und steigert damit meine Laune ungemein. Wenn ich einen Lieblingstrack benennen müsste, dann wäre dieser Song definitiv eine Option. Thematisch ähnlich, aber etwas leichtsinniger und musikalisch total anders ist "Freisprengen", der davon handelt, wie sich Yvonne von all den Dingen trennt, die ihr nicht gut tun, um sich selbst wieder zu finden. Diese Songs machen einfach Spaß, gehen ins Ohr und zeigen eine nicht ganz so nachdenkliche und dennoch tiefsinnige Sängerin mit viel Charisma.
Aber wie schon versprochen: Auch Liebe hat Yvonne nicht verlernt, singt aber über diese sehr viel selbstbewusster und gereifter als früher. Ein persönliches Highlight für mich ist "Tür und Angel", bei dem ich immer an einen ganz besonderen Menschen denken muss und mir deshalb Gänsehaut bereitet. Selbes Gilt auch für "Was bleibt", den die Sängerin für ihren Sohn komponiert hat, doch auch "Pass gut auf dich auf" hat Gänsehaut-Potenzial vom feinsten und sollte als Abschlusssong noch einmal genauer angehört werden. Insgesamt sind das die Songs, die für mich die Platte rund machen und mich dazu verleiten, sie immer und immer wieder anzuhören.


Aufmerksamen Lesern der Titelliste mag aufgefallen sein, dass es einen Song doppelt gibt: "Mehr als ihr seht" wird nämlich in zwei verschiedenen Versionen vorgetragen. Einmal in der Solo-Version, in der Yvonne, so scheint es zumindest, von allem los reißt und völlig ungeniert einfach das anspricht, was sie wirklich denkt. Diese Selbstsicherheit tut dem Song gut und verleiht ihm eine ganz besondere Rolle auf der LP. Noch viel besser finde ich dabei Part 2 des Tracks, der einen Rap-Part von MoTrip liefert, der noch einmal einen oben drauf setzt und unbedingt SO als Single veröffentlicht werden muss. Überhaupt sind die Gastsänger und - rapper auf "Guten Morgen Freiheit" eine wahre Wucht: Bengio, Chima, MoTrip und Teesy verleihen den Songs ihre ganz eigene Note und harmonieren wunderbar mit Yvonne. Es ist interessant zu sehen, wie Yvonne jeden dieser Stile zu ihrem eigenen macht und man ihr als Zuhörer wirklich abkauft, dass sie diesen lebt. Wahrscheinlich weil sie genau das tut: Die Stile lebt. Als Fan kennt man sie ja noch von früher (auch als Nicht-Fan tut man das bestimmt) und da ist es einfach so ungewohnt, all diese Musikrichtungen von ihr zu hören. Sie selbst sagte ja, sie seien schon immer in ihr gewesen, aber nie durchgekommen. Gut, dass sich diese nun entschieden haben herauszukommen und uns Zuhörer zu begeistern.



Wie man merkt: Ich bin verliebt und fühle mich in der neuen Welt von Yvonne total wohl. Ich war schon vom Vorgänger "Lieber so" begeistert und konnte mir nur schwer vorstellen, wie Yvonne diese Platte toppen will. Allerdings musste ich beim anhören von "Guten Morgen Freiheit" gar nicht an den Vorgänger denken, denn sie ist so anders, so experimentell und so frisch, dass es eine ganz eigene Liga darstellt. Ich möchte gar nicht sagen, welches Album mir besser gefällt - denn sie sind beides Meisterwerke! Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich nächste Woche auf ein Konzert der Sängerin gehen werde und mir die Songs alle live anhören kann. Bis dahin höre ich mir die LP wieder und wieder an und würde euch empfehlen, dasselbe zu tun - es lohnt sich!

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Montag, 20. März 2017

Single-#Update im März 2017

Herzlich Willkommen zum neuen #Update!
Mensch, die Monate vergehen zu schnell: Eigentlich wollte ich genau zum 15. März mein neues #Update hochladen, eben genau an dem Tag, an dem ich es eigentlich jeden Monat hochlade. Jetzt war ich aber letzten Februar in England, weshalb das #Update für den vergangenen Monat später kam und weshalb ich total in Verzug geraten bin :D Wie dem auch sei, kein großes Gelabber mehr, her mit den Songs, die ich im März rauf und runter gehört ab - im wahrsten Sinne des Wortes!


Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die Playlist ist voll von Songs mit ESC-Bezug. Die Vorentscheidssaison 2017 war nämlich im vollen Gange und ich habe es total gefeiert - entschuldigt also, wenn es voll von solchen Nummern ist :D Reinhören lohnt sich aber, denn es sind wahre Perlen dabei (:


1. Levina - "Perfect Life" (Madizin Mix)
Ja, ich bin ein ESC-Fan. Schuldig, im Sinne der Anklage. Und ja, ich war eigentlich für den anderen Song beim Vorentscheid (ich denke auch immer noch, dass "Wildfire" die bessere Wahl für Kiew gewesen wäre). Dennoch: Ich mag es einfach, hinter unserem Song stehen zu können und ganz ehrlich: Levina ist hübsch, der Song ganz gut und ich muss mich eh damit beschäftigen. Und letzte Woche veröffentlichte die junge Sängerin dann auch noch einen Remix von Madizin, der ja bekannt dafür ist, "Geiles Leben" von Glasperlenspiel so geremixed zu haben, dass dieser zum Hit wurde. Und auch "Perfect Life" klingt in seiner Version einfach nur mega! So höre ich mir den Track wirklich VIEL lieber an als in der Single-Version. Ich hatte ja gehofft, man nimmt den für den Eurovision Song Contest, aber wie jetzt bekannt wurde, gibt es wohl eine andere Version zum ESC - allerdings ist diese NICHT der Madizin Mix. Schade, denn hier vergeudet man mal wieder Potenzial - but what do I know? Aber alles mit Ruhe, wer weiß, vielleicht verarbeitet der Remix ja einige Elemnte von Madizin und wir haben unsere perfekte Version zu "Perfect Life" - es wäre uns deutschen ESC-Fans zu wünschen.



2. Nathan Trent - "Running on Air"
ESC-technisch geht's weiter - und zwar noch die nächsten drei Songs lang. Auch Österreich hat über seinen Vertreter abgestimmt... also naja, eine Jury hat das gemacht, aber gut: Nathan Trent ist der Auserwählte und präsentiert am 11. Mai seinen Song "Running On Air" im 2. Halbfinale. Mir gefällt die Einfachheit des Tracks und dieses Gefühl, dass man gar nicht versuchen will, auf die lauten Töne zu gehen. Diese Unaufgeregtheit macht den Song aus und tut gut auf meiner Playlist. Auf eurer ja vielleicht auch (: Ich wünsche Österreich damit viel Erfolg und hoffe, wir sehen uns im Finale am 13. Mai 2017 ;-)


3. Loreen - "Statements"
Der Schock in Schweden war groß: Loreen, die ESC-Siegerin 2012 und Interpretin von "Euphoria", nahm erneut am Vorentscheid teil. Das Publikum rechnete mit einem klaren Finaleinzug, doch es kam anders: Loreen schaffte es zunächst nur in die "2. Chance-Runde" und schied dann überraschend aus. Sehr schockierend, denn ich mag "Statements" total. Der Song ist sehr aggressiv und stößt den Zuhörer vielleicht zunächst etwas vor den Kopf, aber ich liebe Loreen's Stimme bei dem Titel und die Einbindung von orientalischen Klängen ist subtil, aber wichtig, um dem Track das gewisse Etwas zu verleihen. Mir gefällt's und ich hätte das sehr gerne in Kiew gesehen. Schade, Schweden, denn der jetzige Vertreter (Robin Bengtsson mit "I Can't Go One") ist zwar ganz nett, aber einfach nicht mehr. Immerhin hat Loreen auf meiner Playlist weiterhin Bestand. Danke dafür!


4. Ace Wilder - "Wild Child"
Auch in Schweden entdeckt und sofort geliebt: Ace Wilder mit "Wild Child". Gut gemachter Pop á la Icona Pop oder Charlie XCX begeisterte mich die Sängerin bereits im Jahr 2016 mit "Don't Worry" und auch 2017 gelang ihr das selbe Gefühl bei mir auszulösen. Dieser Song klingt nach Sommer, Spaß und ist wie zum Mitsingen gemacht. Auch das hätte ich gerne in Kiew gesehen. Verpasste Chance Nummer 2, Sverige! Dennoch: Ace gehört wohl zum Standardinventar einer jeden Eurovision-Vorentscheids-Saison und ich möchte sie gar nicht mehr missen!

5. Sia - "Helium"
Es wird emotional. Und zwar gleich zwei Mal. Sia nahm für den Fifty Shades Darker-Soundtrack die emotionale Ballade "Helium" auf, der im Film wunderschön inszeniert ist und mir sofort auffiel. Natürlich musste ich den Song sofort haben und seitdem läuft er im Prinzip rauf und runter. Die ganze Zeit. Besonders wenn es draußen schmuddelig ist und regnet. Denn genau zu so einem Wetter passt er, auch wenn die Geschichte eine andere ist. Hier geht es nämlich eigentlich darum, wie sehr man einen anderen Menschen liebt und diesen braucht - und genau das zum Schwachpunkt werden kann. Trotzdem geht man das Risiko ein und lässt damit zu, verletzt zu werden. Wenn aus diesem Gefühl aber "Helium" entsteht, dann ist es das Risiko definitiv wert!

6. Lea Michele - "Love Is Alive"
Gefühlvoll geht es weiter. Lea Michele habe ich euch bereits im Februar vorgestellt, da noch mit Songs aus ihrem 1. Album "Louder". Nun kündigte sie für April ihr 2. Werk "Places" an und veröffentlichte die erste Single "Love Is Alive", die mich total an große Sängerinnen wie Céline Dion und die frühe Mariah Carey erinnert. Wunderschön gesungen mit einer grandiosen Instrumentalisierung und einem tollen Aufbau - da muss man einfach reinhören. Und trotz des eher klassischen, dennoch traurigen Sounds, hat der Titel etwas sehr Positives. Ach, ich freue mich auf die gesamte LP!


7. Little Mix feat. Machine Gun Kelly - "No More Sad Songs"
Diesen Song habe ich gar nicht soooooo oft gehört, aber er ist einfach zu gut, um ihn vor euch zu verheimlichen. Little Mix begeisterten mich ja mit ihrem Album "Glory Days", welches ich euch quasi schon seit Monaten aufs Auge drücke und auch ihre neue Single "No More Sad Songs" gehört zu meinen Favoriten auf der Platte. Diesmal präsentiert sie sich aber als Remix mit dem Rapper Machine Gun Kelly und begeistert auch da. Das Video soll bald schon veröffentlicht werden und ich bin gespannt, was es zu bestaunen gibt. Mal sehen, was sich die Mädels ausgedacht haben :D

8. Melanie C - "Dear Life"
Letztens fuhren wir zu einer Freundin und im Radio wurde groß die neue Single von Melanie C angekündigt - richtig, die Melanie C von den Spice Girls. Ich kenne keine Alben von ihr, doch der Song konnte mich wirklich überzeugen. "Dear Life" hat etwas sehr Reflektiertes und klingt modern und frisch, dennoch aber typisch Mel C. So richtig beschreiben kann ich es gar nicht, aber ich würde mir wünschen, dass der Song mehr Beachtung finden würde. Ich persönlich fühle mich in die frühen 2000er versetzt, gleichzeitig klingt der Track aber trotzdem nach 2017. Wie das geht? Hört selbst!

9. Louisa Johnson - "Best Behavior"
Diese ehemalige X Factor-Gewinnerin macht einfach ihr Ding und hat sichtlich Spaß mit ihrer Musik. Louisa Johnson kann man mit ihren Songs "So Good" und "Tears" schon auf meinem Handy vorfinden, jetzt reiht sich "Best Behavior" nahtlos ein. Der Song ist eine Mischung aus coolen RnB-Sounds und eingängigen Pop-Einschlägen, die insgesamt einfach einen Chartbreaker formen. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das gesamte Debüt-Album, welches sofort nach Erscheinen bei mir eintrudeln werden.


10. Zara Larsson - "One Mississippi"
Oh. Mein. Gott. Wie gut ist Zara Larsson bitte? Nachdem die schwedische Sängerin im letzten Jahr quasi ständig die Charts bestimmte, beispielsweise mit "Lush Life", "This One's For You", "Ain't My Fault" oder "I Would Like" (oder tausend anderen Tracks), liefert sie nun ihr vielfach erwartetes 2. Studioalbum "So Good" ab und ich muss sagen: Ich. Liebe. Es. So muss sich Pop im Jahre 2017 anhören. Eine Album-Rezension folgt noch, bis dahin präsentiere ich euch hier mein Highlight: Die Ballade "One Mississippi", die eine emotionale Liebesgeschichte von Anfang bis Ende erzählt. *Seufz* - ich bin verliebt und gleichzeitig traurig *.*

11. Yvonne Catterfeld - "Guten Morgen Freiheit"
Wie schon auf Facebook erwähnt, erschien am 10. März das neue Album von Yvonne Catterfeld, "Guten Morgen Freiheit". Ich bin ja großer Fan der Sängerin seit ich sie mit "Für dich" kennengelernt habe und habe sie seitdem eigentlich immer mal wieder verfolgt und geguckt, ob denn schon was Neues draußen ist. So stieß ich auch 2013 auf ihre LP "Lieber so", welches ich herausragend fand. Doch die Platte sollte nur der Anfang sein: Es folgte die Teilnahme bei Sing mein Song, ein anschließender Coaching-Job bei The Voice und die Gründung ihres eigenen Labels Veritable Records. Und jetzt - vier Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums - erschien ENDLICH ihr neues Studioalbum. Dabei gefällt mir eigentlich die gesamte Platte, aber der Titeltrack hat es mir irgendwie besonders angetan. Vielleicht liegt es am schönen Video oder einfach an der positiven Message, aber "Guten Morgen Freiheit" gefällt mir nicht nur, sondern weckt mich auch jeden Morgen. Das heißt schon was!


12. Kygo & Selena Gomez - "It Ain't Me"
Kennt ihr noch meine Jogging-Lieder? Also Lieder, die ich gerne anhöre, wenn ich gerade laufe und mir die Seele aus dem Leib schwitze? Was sich wie Lieder anhören, die eigentlich nicht gut sein können, sind mir fast die liebsten, denn sie bleiben ganz lange auf meiner Playlist. Eben so ein Lied ist "It Ain't Me" von Kygo und Selena Gomez. Mir gefällt wirklich alles an dem Track: Der Aufbau mit den ruhigen Strophen und dem ausbrechenden Refrain; die Story, die der Song erzählt als auch die Stimme von Selena Gomez auf dem Track.

13. Ed Sheeran - "Galway Girl"
Natürlich darf auch dieser junge Mann nicht fehlen: Ed Sheeran dominiert die Popwelt 2017 und wird von so gut wie jedem gehört. Richtig so, denn sein neues Album ist einfach grandios! Dabei habe ich euch auf die Playlist einen meiner Lieblingstracks gepackt: "Galway Girl" erzählt die verrückte Geschichte eines Mädchens, die in einer irischen Band spielt, sich aber in einen Engländer verliebt. Lustig, typisch irisch und sehr, sehr eingängig, könnte ich mir vorstellen, dass das der neue Radio-Hit wird. Gut, dass sich Ed dazu entscheiden hat, ihn als nächste Single auszukoppeln ;-)


14. Elif - "Doppelleben"
Schon im letzten Monat vorgestellt und immer nach brandaktuell: Elif und ihre Single "Doppelleben". Ich habe das Gefühl, dass mit jedem Hören der Song noch besser wird, weil man viel mehr Details raushört. Elif liefert schon seit Jahren qualitativ hochwertigen Pop, der ihre Wurzeln verarbeitet und gleichzeitig auch auf moderne Einflüsse eingeht. Für mich eine Meisterleistung und quasi Pflicht, wenn man auf deutschen Pop steht. Und wenn nicht, sollte man trotzdem reinhören, es lohnt sich nämlich extrem.

15. Roger Cicero - "In diesem Moment"
Als Abschluss meiner kleinen, aber feinen #Playlist habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgesucht: Denn letzten Freitag wurde posthum das Best of von Roger Cicero, "Glück ist leicht", veröffentlicht. Ich war nie der aller größte Fan, habe aber Roger immer für seine Eigenständigkeit und Mut bewundert. Viele seiner Songs haben mich außerdem durch die verschiedensten Lebenslagen gebracht: "Frauen regier'n die Welt" war der erste Eurovision Song Contest, den ich so richtig aus eigenem Antrieb verfolgt habe, zu "Zieh die Schuh aus" und "Ich atme ein" habe ich nach Sing mein Song abgedanct und sein bisher unveröffentlichter Song "Eine Nummer zu groß" verlieh mir Gänsehaut beim ersten Hören. Tja, und "In diesem Moment" ist für mich einfach ein kleines Meisterwerk, weshalb er in diese Playlist aufgenommen wurde.

Danke Roger, für großartige Musik, inspirierende Worte und wundervolle Momente, die ich mit dir und deiner Musik hatte und weiterhin haben werde.



Das war's auch schon - welche Songs hört ihr euch im Moment rauf und runter an? Lasst es mich wissen (:
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Buchrezension: "Fuchsgott" von Nicky P. Kiesow

© Nicky P. Kiesow
Titel: Fuchsgott
Autor: Nicky P. Kiesow
Verlag: Independent
Seiten: 65
Ausgabe: eBook/Taschenbuch
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 15. März 2017
Preis: 0,99 €/4,00 €
ISBN-10: 1543260179
ISBN-13: 978-1543260175
Hier könnt ihr es kaufen: Amazon




Klappentext laut Amazon:
In diesem Teil tritt Sisandra in den Vordergrund. Nachdem sie Erebos entkommen ist, muss sie sich eine Hetzjagd mit ihren Verfolgern liefern. Außerdem bleibt Sisandra nichts anderes übrig, als sich um ihre aufgelöste Fuchsgöttin Ava zu kümmern. Wird es Sisandra rechtzeitig gelingen, wieder mit Ava in Einklang zu kommen?


Meine Meinung:
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt - ein herzliches Dankeschön an sie (:


Schon seit einigen Monaten stelle ich euch jedes Mal wieder den neuen Teil der Fuchsreihe vor und werde nicht müde darüber zu sprechen, wie süß diese Reihe ist. Und ehrlich: Jedes Mal aufs Neue bin ich total verliebt in die Figuren, die Geschichte und die großartige Welt, die Nicky erschaffen hat. Während sich die vorherigen drei Bände Fuchsgeist, Fuchsfluch und Fuchsseele besonders auf May und ihren Fuchsgeist Ren konzentrierten, rückt nun ihre Schwester Sisandra in den Mittelpunkt des Geschehens. Was uns da erwartet und warum die Geschichte spannend und interessant ist, obwohl man mit dieser Schwester weniger anfangen kann als mit May, erfahrt ihr jetzt.

Achtung! Es folgt eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Jeder, der also die vorherigen drei Bände NICHT gelesen hat, sollte sich nicht spoilern und diesen Teil erst lesen, wenn er die Geschichte bis Band 4 kennt.
Sisandra ist die Flucht gelungen: Nachdem sie von zwei Wölfen über Meilen verfolgt wurde, gelangt sie endlich zu einem Dorf im Wynterland, in dem sie aufgewachsen ist. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander, denn wir lernen einerseits Sisandra und ihre Geschichte besser kennen, andererseits erfahren wir aber auch, wie der Clan versucht, die Wölfe zu stoppen das gesamte Land zu zerstören.

Wie bereits gesagt: Sisandra ist einem von den ersten Bänden eigentlich recht unsympathisch, da sie sich vorwiegend über andere stellt und meint, etwas Besseres zu sein, nur weil sie von einer Fuchsgöttin erwählt wurde. Allerdings liefert der 4. Band Geschichten rund um ihre Vergangenheit und zeigt wichtige Beziehungen aus dieser in der Gegenwart. So lernen wir alte Freunde, einen heißen Verlobten und eine ganz besondere Verbindung zu einer Person kennen, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte - allerdings gefällt sie mir sehr, sehr gut und ist mit Grund meiner Begeisterung für den neuen Band.

Wie immer ist der Schreibstil ganz wunderbar flüssig und die Kapitel so gestaltet, dass sie gleichzeitig viel verraten, aber überhaupt nicht langatmig wirken. Ich habe jeden Moment in der Welt genossen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie es Nicky schafft diese so süß wie nur irgend möglich zu beschreiben. Auch die Charaktere sind wunderbar beschrieben und gepaart mit der faszinierenden Welt der Tiergeister ergibt sich eine ganz wunderbare Szenerie.

Mein Fazit:
Ehrlich gesagt gefällt mir dieser Band am besten von allen bisher veröffentlichten Teilen. Ja, ich mag May und Ren total und freue mich auch schon wieder, sie in den nächsten Bänden hoffentlich noch näher kennenzulernen und endlich Licht in die gegenwärtige Situation zu bringen. Allerdings genoss ich es diesmal sehr die Figur kennenzulernen, die eigentlich nur eine Leere Hülle zu sein schien und total undurchsichtig für mich war. Jetzt aber lernt man sie als Mensch kennen, der Fehler macht und über seine Schwächen Bescheid weiß. Gleichzeitig bringt Nicky die Geschichte noch einmal auf ein ganz anderes Level und experimentiert mit den Figurenkonstellationen. Die Autorin findet den Mut und geht ganz ungewöhnliche Wege, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die bestimmt viele Leser überrascht hat. Dabei sollte an einer solcher Storyline gar nichts ungewöhnliches sein. Chapeau dafür und unbedingt mehr davon! Wer wissen will, auf was ich anspiele, der muss unbedingt diesen Band lesen - oder mit der zuckersüßen Reihe überhaupt mal anfangen <3

Aus all diesen Gründen gibt es deshalb von mir 5 von 5 Punkten und eine dringende Leseempfehlung!

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