Samstag, 29. April 2017

Buch-Rezension: "Paper Prince - Das Verlangen" von Erin Watt

© Piper Verlag
Titel: Paper Prince - Das Verlangen
Autor: Erin Watt
Verlag: Piper
Seiten: 368
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 3. April 2017
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 3492060722
ISBN-13: 978-3492060721
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon




Klappentext laut Amazon:
Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Meine Meinung:
Was nimmt mich diese Reihe mit! In den letzten Wochen habe ich mich auf Facebook als auch auf meinem Blog über den ersten Teil "Paper Princess" geäußert und habe sogar eine Rezension veröffentlicht - wobei das nicht ganz stimmt, denn ich habe weder eine Sternebewertung abgegeben, noch den Beitrag auf Amazon oder Lovelybooks gepostet - denn dafür müsste ich eine Sternebewertung abgeben und das wollte ich nicht. DENN: Ich möchte dieses Buch niemanden im klassischen Sinn "empfehlen". Vielmehr möchte ich meine Eindrücke schildern und dann kann jeder für sich entscheiden, ob er es liest oder eben nicht. Mein Beitrag zum ersten Teil hat sich darauf fokussiert, dass kein Leser andere Leser für ihre Meinung angehen sollte - denn jeder soll das lesen, was er möchte. In diesem Beitrag möchte ich versuchen darzustellen, was mir genau an Band 2 der "Paper"-Reihe fasziniert - und warum mir genau dieser sogar NOCH besser gefallen hat als der erste Teil.

In "Paper Prince" geht die Geschichte im Hause Royale weiter. Wir erfahren, wie es mit Ella und Reed weiter geht, was für Spielchen die Zwillinge spielen und wie Easton in dem ganzen Tumult versucht, sich selbst wieder zu finden. In diesem Teil tauchen wir noch intensiver in die Familiengeschichte der Royals ein und lernen dabei auch das Oberhaupt Callum etwas besser kennen. Dieser war mir von Anfang an suspekt, weshalb es mich gefreut hat, dass er für mich als Figur etwas greifbarer wurde und ich seine Handlungen durch Darstellungen seiner Ambitionen und Hintergründe besser nachvollziehen konnte. Unsere Hauptprotagonistin Ella zeigt sich dabei immer noch gewohnt selbstbewusst und wächst sogar noch etwas über sich hinaus - ich habe es wirklich genossen, ihr dabei zuzusehen (:

Band 2 übernimmt natürlich einige Aspekte seines Vorgängers, tatsächlich empfinde ich sogar, dass das ganze Highschool-Drama hier noch einmal intensiver dargestellt und durchlebt wird, was mich total abgeholt hat, denn wie bereits gesagt, stehe ich da TOTAL drauf. Deshalb habe ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen können und es auch nach drei Tagen beendet. Der Suchtfaktor ist, aufgrund eines flüssigen Schreibstils, der detailliert über Geschehnisse und Gefühle berichtet, sich gleichzeitig aber auch  auf das Wichtigste konzentriert, groß und dürfte bei so einigen für schlaflose Nächte sorgen, denn die Royals wissen, wie sie einem um den Finger wickeln müssen.

Die kontroversen Themen, die noch beim ersten Teil scharf kritisiert wurden, sind übrigens meiner Ansicht nach total in den Hintergrund geraten. Es passieren keine ganz so furchtbaren Dinge mehr, sondern alte Geschehnisse rücken noch einmal in den Vordergrund und werfen ihre Schatten auf gegenwärtige Ereignisse. Schön zu sehen, dass die Autorin zu wissen scheint, wie sie ihre Geschichte erzählen möchte und dabei immer nur so viel preis gibt, wie sie das für richtig hält. Manchmal habe ich das Gefühl, sie hätte mich total in der Hand und wüsste ganz genau, was sie mit mir macht. Das führt dazu, dass ich mich total wohl fühle und ihr da total vertraue - auch wenn sie mir mit einem total Cliffhänger ein klein wenig das Herz gebrochen hat.

Cover: © Piper Verlag

Mein Fazit:
Was fasziniert also an der Geschichte rund um Ella und den Royals? Zum einen ist es ein leicht verständlicher Schreibstil, den man schnell gelesen hat. Zum anderen ist es diese Highschool-Drama-Atmosphäre, die mich immer noch total an den Film "Girlsclub" erinnert und die sehr extrem-gezeichneten Figuren, die zunächst total klischeebehaftet wirken und erst im Verlauf der Geschichte, ihr wahres, meist sehr viel tiefgründigeres Gesicht zeigen. Wie in diesem Fall Callum oder im ersten Band Reed. All diese Komponenten, gepaart mit einer Stimmung, die tatsächlich etwas an eine Seifenoper erinnert, sind es, die mich fesseln und die Spannung auslösen. Ich bin total begeistert und freue mich jetzt schon sehr auf den dritten Band!

Und auch hier wieder: Lest es, wenn ihr auf diese Komponenten steht - lasst es, wenn nicht :D

Übrigens habe ich gehört, es sollen noch weitere Teile folgen - stimmt das oder kann mir irgendjemand etwas dazu sagen?

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Donnerstag, 27. April 2017

#LIVE-Leseeindruck: "Brausepulverherz" von Leonie Lastella

Herzlich Willkommen zu einem neuen Leseeindruck (:
Schon lange gab es keinen solchen Beitrag mehr und ich habe wieder total Lust auf diese Art von Post. Perfekt also, dass ein Debütroman einer Autorin aus dem FISCHER-Verlag erscheint, welches mir durch effektive Werbung des Verlags aufgefallen ist :D Vor einigen Monaten erreichte nämlich eine Leseprobe nicht nur mich, sondern auch andere Blogger. In dieser Leseprobe gab es nicht nur einen Ausschnitt aus dem Buch "Brausepulverherz" zu lesen, es wurde auch die Autorin Leonie Lastelle vorgestellt, die einige Fragen zu ihrem Roman beantwortete. Ich war vom Cover entzückt, von dem kleinen Auszug begeistert und fragte den Roman an - und so landete er letzte Woche bei mir Zuhause (Danke, lieber FISCHER-Verlag) und wartet seitdem bei mir, um verschlungen zu werden.

© FISCHER-Verlag

Wie bereits geschrieben ist es der Debütroman von Leonie Laestella, die in dem Roman ihre eigene Liebesgeschichte zu verarbeiten scheint: Sie selbst lernte nämlich im Italien-Urlaub ihren heutigen Mann kennen und aus einem harmlosen Sommerflirt wurde die ganz große Liebe - ich schmelze gleich dahin, so wunderschön romantisch ist das. Sie wirkt jung, frisch, lebensfroh und total quirlig, weshalb ich wirklich gespannt bin, ob man diese Charakterzüge auch im Roman durchblitzen sieht und wie realitätsnah sie die Geschichte rund um Jiara erzählt. Apropos Jiara, ihr wollt ja wissen, um was es geht - hier also der Klappentext laut Amazon:

Wenn das Herz kribbelt und bitzelt, wie Brausepulver auf der Zunge …

Brausepulverherz von Leonie Lastella ist der perfekte Roman für alle, die zwischen Sommer und Ferien, zwischen Zuhause und Woanders, zwischen aufgedreht und gechillt, zwischen verknallt und entliebt die ganz große Liebe suchen.

Jiara lebt eigentlich in Hamburg, jobbt aber den Sommer über in einer Trattoria an der italienischen Riviera. Ihr ansonsten so strukturiertes Leben steht Kopf, als sie Milo trifft. Na ja, von einem „Treffen“ kann hier nicht die Rede sein, eher von einer Explosion, einem Tsunami, einem Feuerwerk. 
Nein, Letzeres wäre dann doch zu kitschig.
Sofort ist da dieses Knistern und Kribbeln. Nur manchmal fühlt es sich eher an wie viele kleine Stromschläge 
– so grundverschieden sind die beiden. Und eigentlich darf das alles nicht sein: Jiara hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft in Hamburg – oder?

Ein wunderbarer Roman über die große Liebe, die Welt aus den Angeln hebt!


Cover + Leseprobe: © FISCHER-Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Etappe 1: S. 7 bis 104
So, gestern Abend (am 27. April 2017) habe ich dann mit dem Roman angefangen und war erstmal von dem italienischen Ambiente mehr als begeistert - man fühlt sich wirklich wie im Urlaub auf Italien, zumindest so, wie ich mir das vorstelle, denn selbst war ich leider noch nie in dem Land. Man merkt den Ausführungen an, dass die Autorin eine tiefe Verbindung zu dem Land hat und es mit all seinen bunten Facetten kennt! Doch nicht nur in den Beschreibungen des Landes merkt man die Vertrautheit, auch die italienische Lebenseinstellung, das Dolce Vita, kommt total durch und wirkt sich auf mich sehr entspannend aus - ein bisschen wie im Sommerurlaub.

Inhaltlich lernen wir Jiara kennen, die bei ihrem Freund aus Kindheitstagen Dario jobbt und zwar in dessen Trattoria. Jiara liebt die Stimmung und Hektik dort und genießt ihr Traumleben in der italienischen Mittelmeerstadt. Unverhofft besucht Milo seinen besten Freund Dario und Jiara und er stoßen das erste Mal aufeinander - dabei knistertet es gewaltig. Doch eigentlich geht das ja gar nicht, denn Jiara liebt doch ihren langjährigen Freund Jonas und hat mit ihm ein geregeltes Leben in Hamburg. Sie entschließt sich Milo gekonnt zu ignorieren, scheitert aber jedes Mal wieder daran, denn die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen.

Eigentlich wollte ich ja schon nach 50 Seiten einen Eindruck schildern, leider passierte bis dahin sehr wenig, weshalb ich dann doch noch 50 Seiten mehr las. Ich hatte einige Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, denn ich finde jetzt nicht unbedingt, dass das Knistern zwischen Jiara und Milo so deutlich rüber kommt. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade einen New Adult-Roman beendet habe und dahingehend mehr erwarte, aber die anfängliche Verliebtheit ging bei mir jetzt irgendwie etwas vorbei. Das kann aber auch daran liegen, dass sich die beiden Figuren gar nicht eingestehen wollen, dass sie sich gut finden: Jiara hat ja ihren Freund und Milo will eigentlich nur Musik machen und sucht sich Frauen mit geringer Halbwertszeit. Hier erwarte ich jetzt noch mehr Druck, mehr Geschehnisse und mehr Gefühl.

Schön finde ich allerdings die Thematisierung der Gespaltenheit der Protagonistin. Jiara hat in Hamburg all das, was man gemeinhin als "gutes Leben" bezeichnen würde: Sie studiert Psychologie, hat einen gutaussehenden, süßen, erfolgreichen Freund und eine Familie, die sie in allen Lebenslagen unterstützt. Allerdings scheint sie in diesem Umfeld nicht wirklich glücklich zu sein - nur wenn sie in Italien in der Trattoria jobbt, merkt sie, dass ihr Herz fröhlich und ausgelassen im Takt schlägt und ihr Bauch kribbelt. Jiara fragt sich ständig, welche Richtung sie denn nun einschlagen soll: Den, den ihr ihre Familie und Freunde raten oder den, den das Herz ihr vorgibt? Diese Überlegungen sind sehr schön eingearbeitet und für mich die spannenden Stellen des Romans, wo mit der Liebesgeschichte etwas gebrochen wird und es mehr um die Selbstfindung von Jiara geht, als um die romantische Liebe. Ich bin gespannt, wie damit weitergearbeitet wird und ob die Autorin es schafft diese Selbstfindung harmonisch mit der Liebesgeschichte zu harmonieren. Die Chance dies zu tun hat sie auf den nächsten knapp 400 Seiten.

Etappe 2: S. 105 bis 208
So, weiter geht's mit der Geschichte, bis jetzt halte ich meine Tagesziele durch und lese tatsächlich mal mehr, mal weniger als 100 Seiten. Nach den ersten Seiten war ich ja noch etwas skeptisch, ob mich die Geschichte gänzlich abholen kann, aber bereits nach weiteren 30 Seiten war ich total drinnen und von der Entwicklung der Geschichte sehr angetan. Natürlich verrate ich nichts mehr zur Geschichte, dafür bin ich schon viel zu fortgeschritten, allerdings kann ich so viel verraten: Ab Seite 100 wird ein Problem dargestellt, was bereits vorher oberflächlich thematisiert, aber nicht richtig verfolgt wurde. Dies geschieht nun und hier lese ich dann schon motivierter und gespannter, denn ich will wissen, wie unsere Protagonistin Jiara damit klar kommt und dieses bewältigt. Wie sie das tut gefällt mir dann wieder sehr gut, weshalb ich gerne dran bleibe.

Noch etwas holprig empfinde ich dagegen die Liebesgeschichte zwischen Jiara und Milo. Es gibt Stellen, da will die Autorin Witz reinbringen und die Zickereien zwischen den beiden so darstellen, dass sie schnippisch und ironisch wirken, aber so richtig zündet das bei mir leider nicht. Ich grinse ab und an vor mich hin, aber lache jetzt nicht wirklich über die Situationen. Und dann gibt es da Stellen, die sollen wohl romantisch und/oder sexy sein, sie lösen aber bei mir kein Glühen oder Mitfiebern aus. Da sind zwei Menschen, die flirten, streiten, verlieben sich und lernen sich gerade erst kennen - aber so richtig Funken tut es noch nicht. Schade, denn das soll ja das Markante an dem Roman sein. Dennoch möchte ich die beiden Figuren noch nicht gänzlich aufgeben, ich habe das Gefühl, sie brauchen lediglich etwas Zeit, um zueinander und dann auch harmonisch miteinander zu sein. Zumindest hoffe ich das.

Doch kommen wir weg von der Geschichte und den Charakteren und hin zu dem Schreibstil: Dieser ist sehr locker-flockig gehalten und liest sich deshalb auch sehr gut. Ab und an ist mir die Beschreibung ein wenig zu detailliert, aber an einigen Stellen macht gerade das die Magie aus, die die Autorin durchaus vermittelt. Allein die Beschreibung des italienischen Flairs in Finale zeigt dies sehr schön, weshalb ich gar nicht zu kritisch heran gehen möchte.
Bis jetzt lese ich also ziemlich gerne, auch wenn ich jetzt (noch) nicht total geflasht bin. Die Geschichte ist süß, die Charaktere sympathisch und der Schreibstil flüssig. Manchmal braucht es nicht mehr, um zu gefallen.

Etappe 3: S. 209 bis 304
So schnell kann's gehen und aus einer ganz netten Geschichte wird eine mit ganz viel Herzrasen! Auf den zurückliegenden hundert Seiten ist so viel passiert, dass es sich anfühlt wie ein ganzes Buch dazwischen und nicht wie "nur" 1/5 davon. Aus einem Italoroman wird in diesem Teil eine Art Roadtrip-Buch, dass Spaß macht und bei dem die Autorin ihr Beschreibungstalent, was Städte und Landschaften angeht, vollkommen ausleben kann. Ich fühle mich hier total wohl und hätte diesen Teil der Geschichte für sehr viel länger lesen können. Das war der Moment im Buch, in dem sich mein Eindruck so gänzlich geändert hat und ich mich abgeholt fühlte. Plötzlich und ohne Vorwarnung, einfach nur aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte Dynamik bekam und spannende Teile aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten ans Tageslicht kamen. Diese machten manche Haltungen, Einstellungen und Gefühle nachvollziehbarer und brauchte mir - besonders Milo - näher.

Und eine weitere sehr positive Entwicklung: ENDLICH spüre ich das Feuer zwischen Jiara und Milo! Die Autorin hat es geschafft, das Ruder rumzureißen und die Beziehung der beiden so aufzubauen, dass man einerseits emotional mitfiebert und andererseits besorgt in die Zukunft blickt, weil man sich nicht sicher ist, wie es weitergehen könnte. Teilweise hatte ich übrigens erneut eine New Adult-Assoziation, denn wie über Zärtlichkeiten gesprochen wird, hat total etwas von diesem Genre. Da ich Fan dieser Art von Büchern bin, gefällt mir der Einschlag ganz gut und trägt zu dem positiven Eindruck, den ich in dieser Etappe hatte, bei.

Was ich total vergessen habe zu beschreiben, ist der Aufbau des Romans: Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Jiara erzählt und in der Ich-Form präsentiert. Jedoch gibt es auch Kapitel, in denen man die Geschichte aus der Perspektive von Milo erzählt bekommt, was zu einer gewissen Abwechslung führt und auch einige Handlungen noch einmal verständlicher macht. Besonders ist das der Fall, wenn man Teile aus seiner Vergangenheit erfährt, die dann seine jetzige Einstellung oder gewisse Taten erklären. Hier merkt man, was für Folgen diese ungeklärten Dinge aus der Vergangenheit haben und welche Einfluss sie auf die Gegenwart ausüben. Dieses Thema ist daher literarisch perfekt umgesetzt! Seine Kapitel sind meist etwas kürzer, weshalb sie wie kleine Einschübe wirken, was mir total gut gefällt, eben weil sie die Geschichte auflockern. Der Aufbau ist also top und literarisch rund.
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#LIVE-Album-Rezension: Levina - "Unexpected"

Auch dieses Jahr gibt's ein ESC-Album: Nachdem Levina den deutschen Vorentscheid "Unser Song 2017" gegen sich selbst gewann und das deutsche Publikum entschied, sie mit "Perfect Life" nach Kiew zu schicken, folgte eine gänzlich andere Herangehensweise als in den letzten Jahren: Zwar arbeitete auch sie im Monat nach dem Vorentscheid an ihrem Debütalbum, im Anschluss ging es für sie allerdings auf europäische Promotour. Dabei meine ich nicht nur die bekannten Fantreffen in London, Amsterdam und Tel Aviv; nein, nein, diesmal ließ sich Deutschland nicht lumpen und schickte die junge Sängerin, die zwischen Berlin und London pendelt, in über zehn europäische Länder, um sich und ihren Song als deutsche Vertreterin in Radio- und TV-Shows zu promoten. In dieser Woche folgte dann eine Promoreise quer durch Deutschland um das oben angesprochene Album "Unexpected" im Radio und TV zu bewerben. Nebenbei veröffentlichte Levina hier und da immer wieder Snippets ihrer Songs - entweder als Teaser oder in Form von akustischen Performances neuer Tracks. Ob das Album überzeugen kann und mit den wirklich guten ESC-Alben von Ann Sophie und Jamie-Lee mithalten kann? Finden wir es doch gemeinsam heraus!

© RCA Deutschland/Sony Music Germany

1. "The Current"
Ich muss ja gestehen, ich konnte die Spannung nicht ganz so gut aushalten und habe mir heute morgen die drei ersten Songs schon angehört - aber auch nur, weil ich sie vorher bereits als Snippets auf den Social Media-Kanälen von Levina gehört habe. Ich finde, dass "The Current" einen sehr starken Refrain hat, der irgendwie an den Dreamy-Pop einer Lana Del Rey erinnert, allerdings finde ich die Strophen nicht wirklich spannend und "vor-sich-hinplätschernd" - wisst ihr was ich meine? Besonders schön fand ich aber den instrumentalen Intro-Part, das klang frisch und nach Sommer - genau die richtige Stimmung für die kommenden Monate. Insgesamt also ein mittelmäßiger Track, der mich jetzt nicht ganz so abholt, aber dennoch neugierig macht auf mehr. Ich habe das Gefühl, dass Levina wirklich sich selbst hier präsentiert und nicht auf irgendwelche Trends setzt. Gut so!

2. "Echo"
"Echo" wurde vor Albumveröffentlichung bereits in einer Live-Akustik-Version veröffentlicht und schon jetzt liebe ich den Song! Im Hintergrund hört man dumpfe Beats, die zum Refrain hin immer mehr verblassen und später dann wiederkehren, diesmal aber sehr viel intensiver als noch in den Strophen. Für mich ist hier der Text total interessant, dieser spricht davon, wie Levina sich in einen Jungen verguckt hat und jetzt nur noch an ihn denken kann - wegen bestimmter Gerüche, Erinnerungen oder Songs. Ein grandioses Bild mit dem Echo, der einem von einem Menschen erhalten bleibt. Der Song ist ein Mix aus einem modern-elektronischen Popsong gepaart mit einer instrumentalen Begleitung, die alles wieder etwas mehr erdet, was mir sehr, sehr gut gefällt, weil es eben nicht so auf den aktuellen Trend setzt. Wir hören hier eine Künstlerin, keine 0815-Castingshow-Gewinnerin. "Echo" ist dabei für mich der bisher stärkste Song, den ich von Levina gehört habe - auch wenn "Perfect Life" eingängiger ist.


3. "Perfect Life (ESC Version)"
Ich weiß, wir haben damit keine Chancen. Ich weiß, dafür fehlt im das gewisse Etwas. Ich weiß, ich sollte es objektiv betrachten, die Umstände und Anzeichen sehen (schlechte Wettquoten, geringe Fanbeliebtheit, ein Chartflop, usw.), aber ich kann einfach nicht anders: Ich habe ständig einen Ohrwurm von dieser Nummer. S.T.Ä.N.D.I.G. Da kann ich gar nichts dafür. Und auch die ESC-Version ändert da nichts dran, im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, dass der Song etwas schneller daherkommt und besser produziert klingt. Außerdem mag ich Levina einfach als Person, weshalb sie mich dann irgendwie gänzlich hat. Nein, ich glaube nicht an einen Überraschungserfolg, möchte aber auch nicht an den letzten Platz glauben. Vielleicht wird es ja doch ein Mittelfeldplatz, schließlich bietet der Track wirklich gute Möglichkeiten der Inszenierung (ich würde ja einfach Fotos von Levina's Trips durch Europa einblenden, schließlich singt sie doch vom perfekten Leben - wenn sie das in den letzten Wochen und Monaten mal nicht gehabt hat ;-)).



4. "Nothing More Beautiful"
Auch diesen Song kenne ich als Akustik-Version und hier empfand ich ihn zwar als sehr verträumt und moody, allerdings fand ich ihn irgendwie nur nett und nicht mehr. Die Begleitung ist dabei weniger elektronisch als bei seinen Vorgängern, was positiv hervorsticht und eine schöne Abwechslung bietet. Ich habe das Gefühl, hier muss man einfach genau auf den Text hören, um ihn wertschätzen zu können. Wenn man einen Menschen im Leben hat, bei dem man beim Anhören von "Nothing More Beautiful" denken kann, dann hat der Song wirklich etwas. Auch stimmlich begeistert mich Levina hier gegen Schluss. Ein Dark Horse des Albums, wenn wir im ESC-Jargon bleiben :D


5. "Wildfire"
Und nun zu dem zweiten Song, den wir bereits seit Februar kennen. Ich hätte ihn als sehr viel ESC-tauglicher gehalten als "Perfect Life" und zumindest hätten wir uns hier nicht anhören müssen, er sei ein Plagiat. Aber zum Song: Eine sehr positive Message, eine wunderschön-arrangierte Instrumentalisierung und eine ausdrucksstarke Stimme - besonders die gezupften Töne im Refrain gefallen mir hier sehr gut und der Herzschlag in der Bridge. Ich hatte hier schon die Inszenierung im Kopf als Levina ihn bei "Unser Song 2017" performt hat. Ob wir damit bessere Chancen hätte als mit unserem jetzigen Track? So viel steht allerdings fest: "Perfect Life" ist moderner, aktueller und sehr viel eingängiger als "Wildfire" - was nichts daran ändert, dass dieser eine Bereicherung des Albums ist. Sehr schön!


6. "Ordinary People"
Ich hatte sofort eins im Kopf: Ein ESC-Kandidat. Vom Sound. Vom Gesang. Vom Text. Irgendwie passt alles zusammen und besonders gut zum Eurovision Song Contest. Hier zeigt Levina ihre Stimme - sowohl die Höhen als auch die Tiefen dieser, was sehr, sehr außergewöhnlich ist. Außerdem gefällt mir der stampfende Rhythmus im Hintergrund. Der Text ist mir hier und da vielleicht etwas zu klischeebesetzt, aber immerhin löst der Song etwas in mir aus. Außerdem hat der Refrain etwas sehr Großes an sich, was ich gar nicht in Worte fassen kann. "Ordinary People" zählt zu meinen Favoriten, das weiß ich jetzt schon.

7. "Love Me All the Time"
Interessant! Es folgt ein etwas jamaikanischer Beat, zumindest hört sich das für mich so an. Und auch der Gesang erinnert etwas daran, wird er doch sehr floppig und locker vorgetragen. Und auch der Refrain ändert daran nichts, obwohl es dann doch zu einem Spannungsbogen kommt und Levina etwas lauter und selbstbewusster singt. Hier wiederholen sich die Streicher von "Wildfire", was das Album sehr stringent macht. Hätte man ein Risiko eingehen wollen, hätte man diesen Song als weitere Option am Vorentscheid teilnehmen lassen sollen. Manche werden jetzt vielleicht sagen: "Benni, was labberst du, das ist voll der redundante und unspannende Song", aber ich habe im Gefühl, dass er auf der Bühne sehr, sehr gut inszeniert werden könnte - denn gut anhören tut er sich alle Mal!

8. "Run on You"
Hier ist zum ersten Mal Levina's Stimme merklich bearbeitet. Besonders im Refrain habe ich das Gefühl, dass hier deutlich was gemacht wurde, was schade ist, denn darauf stehe ich immer so gar nicht. Der Song nimmt zumindest an Geschwindigkeit immer mehr zu und bedient sich auch hier an Trommelschlägen, um Dynamik reinzubringen. Insgesamt ein mittelmäßiger Song, der mich ungefähr so mitreißt wie "The Current" - also leider weniger. Bis jetzt habe ich den Eindruck, ein Independent-Album anzuhören. Ich kann gar nicht sagen warum. Ich weiß jetzt schon, dass ich den Refrain hier später nachsingen werde... obwohl mir der Song gar nicht SOOO zusagt. Ich hasse sowas, denn das heißt, ich mag ihn doch irgendwo :D

9. "Stop Right There"
Auch hier kenne ich bereits die Akustik-Version (siehe Video) und es sollte klar sein, was die nächste Single wird, besonders falls sie beim ESC tatsächlich Letzte wird oder im Drittel landen wird. "Just gonna do my thing" - dieses Motto passt dann wie die Faust auf's Auge und erinnert mich vom Text total an "I Don't Know Where I'm Going" vom ESC-Album unserer deutschen ESC-Repräsentantin Ann Sophie. Allerdings ist er komplett anders instrumentalisiert und hat einen sehr catchy Chorus. Auch hier muss ich sagen: Das wäre ein Kandidat für Kiew gewesen. Und wieder komme ich zurück zu meiner Forderung für nächstes Jahr: Sucht den Sänger und dessen Song getrennt voneinander. Erst gibt es eine Show mit sechs Teilnehmern, von denen einer die erste Sendung gewinnt und unser Kandidat für den ESC ist. Dann hat dieser/diese einen Monat Zeit, um an sechs Songs zu arbeiten, die er dann in der zweiten Show präsentiert. Die Zuschauer wählen dabei ihren Favoriten. Wäre es so bei Levina gelaufen, wäre "Stop Right There" gewiss im Superfinale gewesen ;-)


10. "Courage to Say Goodbye"
Es folgt eine weitere Midtempo-Nummer, die irgendwie eine Mischung aus "Wildfire" und dem vorherigen Track darstellt, was mir allerdings gut gefällt. Besonders der Refrain sticht hier hervor - es scheint mir, dass Levina darauf gesetzt hat, eingängige Verse zu präsentieren. Lustig, dass ich diesen bei "Perfect Life" am Anfang vermisst habe und erst suchen musste :D "Courage to Say Goodbye" ist sehr gut geschrieben und gehört deshalb auch zu meinen Favoriten des Albums, auch wenn er noch lange nicht so eingängig ist wie manch anderer Song.

11. "One in a Million"
Ein weiterer Dreamy-Pop-Song. "You shot me down" - hatte das Lana Del Ray nicht auch in einem Song gesungen? Ich musste sofort an einen anderen Song denken. Mich erinnert die Instrumentalisierung an eine Mischung aus James Bond-Song und Country - komisch, aber irgendwie faszinierend. Ich finde es bemerkenswert, dass Levina sich hier völlig austobt und ihren ganz eigenen Stiefel durchzieht, ohne jetzt unbedingt DAS POP-ALBUM 2017 abliefern zu wollen. Man merkt ihr an, dass sie seit längerer Zeit selbst Texte schreibt und Songs Charakter verleiht. Hoffentlich schafft sie das beim ESC genauso gut, denn dann kommt es darauf an. Wenn das die Kamera einfangen kann, muss man sich keine Sorgen mehr machen - trotz des eher mittelmäßigen Songs.

12. "Nothing at All"
Ein weiterer experimenteller Song, der so gar nicht ins Bild passen möchte, aber den ich dafür umso mehr schätze. Wie schon bei "One in a Million" ist es vielleicht nicht der stärkste Song ever, aber eben ein faszinierender, weil er neue Anreize bietet als den 0815-Pop, den manch andere Künstlerinnen und Künstler derzeit bieten. Für die Charts gemacht? Nein. Zum Träumen schön? Ja. Man kann sich hier komplett fallen lassen und sich im Song verlieren - und das schätze ich bei manchen Songs sehr (:

13. "Perfect Life (Madizin Mix)"
Ich verstehe immer noch nicht, warum wir einige Elemente dieses Mixes nicht in unserem ESC-Song haben. Der Beat im Hintergrund, den Aufbau der Strophen und des Refrains als auch den 'Ausbruch' nach dem Refrain - alles großartige Aspekte, die den Song bereichert hätten. Außerdem gut: Das David Guetta-Ding ist verschwunden, stattdessen wirkt das Geklimper am Anfang wie eine Uhr - SO hätte man die ESC-Version verändern sollen. Schade und definitiv eine verpasste Chance. Für das Album ist der Remix allerdings SUPER, denn er lockert noch einmal das Bild auf und lässt den Sänger mit einem richtig guten Popsong zurück - nach dem sehr experimentellen Ende der LP tut das richtig gut (:


Fazit:
Ich höre mir das Album gerade im zweiten Durchgang an und schon jetzt kann ich einige Songs mitsingen: "The Current", "Echo", "Perfect Life", "Wildfire", "Ordinary People" und "Stop Right There" haben großartige Refrains, die schnell im Ohr sind und für den Popmusikhörer auch als gute Radionummern wahrgenommen werden sollten. Nein, ich bin jetzt nicht mega baff und kann gar nicht glauben, was für eine mega große Sängerin ich hier vor mir habe. Aber das war, zumindest denke ich das nach dem Durchhören, auch gar nicht Levinas Ziel. Diese wollte uns vielmehr in ihr Leben mitnehmen und uns ihre Persönlichkeit präsentieren - und da passen keine Superlative hinein. Levina ist eine junge Frau, die international lebt und ihr Ding macht. Genau das hört man auch auf dem Album. Insgesamt sind es vielleicht nicht die besten Songs, allerdings Songs voller Persönlichkeit und Einzigartigkeit, sie unterstreichen nämlich - so scheint es - den Lebensweg der jungen Künstlerin, deren Reise gerade erst beginnt. Und die eben total unerwartet begonnen hat. Genau diese Stimmung merkt man dem Album an und wird auch durch das Cover und die Bilder des Booklets repräsentiert. Und all das gefällt mir gut, denn es ist ein Album, was mich interessiert zuhören lässt und mich dazu bringt, es mir gleich noch einmal anzuhören. Deshalb kann ich für das Album insgesamt auch gute 3,5 Punkte vergeben - für 4 Punkte fehlen mir die Hits, für 3 Punkte ist das Album zu gut. Was Levina nun daraus macht, hängt natürlich auch vom Abschneiden beim ESC ab - und darum soll es jetzt gehen.

Gedanken zu den Eurovision Song Contest-Chancen:

Die wichtige Frage, die ich mir stelle: Gibt es einen oder mehrere Songs auf dem Album, die ich zu "Perfect Life" bevorzugen würde, wenn es um den ESC geht? Könnte uns einer davon eine bessere Platzierung bringen oder zumindest unsere Chancen erhöhen? Ehrliche Antwort: Nicht unbedingt. Ich glaube jetzt nicht, dass ein Song total hervorsticht auf "Unexpected" und deshalb die viel bessere Wahl gewesen wäre. ABER ich denke durchaus, dass es interessantere Beiträge gegeben hätte: Sowohl "Stop Right Here" als auch "Ordinary People" hätten mehr Ecken und Kanten und würden bestimmt im Durchschnitt besser bewertet werden als "Perfect Life", einfach weil sie Charakter haben, aufgrund ihres andersartigen Sounds. Gleiches gilt für die Abschlusstracks "One in a Million" oder "Nothing At All", wobei ich diese nicht als potenzielle ESC-Songs sehen würde. Aber zumindest die vorher genannten hätte mehr Edge. "Perfect Life" dagegen ist der deutliche Hit des Albums, der Song, der dem Mainstream am meisten entspricht und deshalb wohl auch offensichtlich als potenzieller ESC-Song ausgewählt wurde. Leider ist bei solchen Songs aber immer das Problem, dass das Besondere fehlt und man ihn deshalb zwar als nett, aber auch als etwas langweilig, weil bekannt einstuft. Genau diese Reaktion erhalten wir, eben weil er nichts Einzigartiges darstellt. Und das muss ein ESC-Song momentan sein: Besonders. Einzigartig. Anders. All das trifft auf "Perfect Life" allerdings leider nicht zu. Dem entsprechend kann man sich nicht nur auf den Song verlassen, denn dafür ist er nicht speziell genug. Was nicht heißt, dass alles verloren ist - im Gegenteil! Jetzt gilt es, an der Präsentation zu arbeiten, denn hier kann noch was herausgerissen werden. Und wie bereits gesagt, muss nun versucht werden, Levina so gut es geht dem Zuschauer näher zu bringen und sie von ihrer Natürlichkeit und dem Charakter zu überzeugen. Hier würde ein Staging helfen, dass ihre Geschichte zeigt, beispielsweise mit Hilfe von Fotos aus der Zeit seit dem Vorentscheid oder aber mit Close-Ups von Levina, in denen sie in die Kamera lacht und aufgrund ihrer Ausstrahlung überzeugt - ähnlich wie bei Lena. Und hier habe ich schon wieder eine weitere Angst bzw. ein weiteres Problem: "Ähnlich wie bei Lena" - das wird beim europäischen Publikum nicht ankommen. Bereits bei Ann Sophie hieß es, sie wäre wie die ältere Schwester von Lena... und wir wissen wie das geendet hat.

Ich würde den Verantwortlichen raten, Levina ihr Ding machen zu lassen und sich für die Performance mehr einfallen zu lassen, als Close-Ups und nur Levina auf der Bühne. Das kennen wir schon von Lena, das Ding ist durch, der Drops gelutscht. Wir brauchen Atmosphäre, wir brauchen Stimmung, wir brauchen Tänzer. Oder die Interaktion mit den Backings. Oder Hologramme. Oder Bilder. Whatever. Hauptsache etwas, das im Kopf bleibt und eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die zum Song passt und die Aufmerksamkeit des Publikums einnimmt. Nur Levina auf der Bühne mit einem schönen Hintergrund und ein bisschen Pyro - das reicht nicht. Da hätte man sich doch für die Ballade entscheiden müssen, was ja mein Vorschlag beim Vorentscheid war. "Nehmen wir die Ballade, das Staging traue ich dem NDR zu - das für 'Perfect Life' dagegen nicht" - ungefähr so lauteten meine Worte damals. Und genau das denke ich heute auch noch. Der Song ist okay, braucht aber noch das besondere Etwas. Und das bekommt man nicht mit Simplizität. Das bekommt man durch Individualität und den Mut zum Risiko - und zu Außergewöhnlichem! Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen diesen Mut haben.

© RCA Deutschland/Sony Music Germany


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